Von den news.de-Redakteuren Caudia Arthen und Sven Wiebeck
Julia Roberts und Tom Hanks haben es zweimal gemacht. Katherine Hepburn und Spencer Tracy gleich neunmal. Die Rede ist vom gemeinsamen Filmedrehen. News.de stellt Wiederholungstäter vor der Kamera vor.
Nein, natürlich sind Tom Hanks und Julia Roberts ihren Ehepartnern treu. Nur auf der Leinwand funkt es derzeit zwischen den beiden Schauspielern. Larry Crowne ist gerade in den deutschen Kinos angelaufen und bringt die Oscarpreisträger zusammen: Hanks spielt einen Mittfünfziger, der aus heiterem Himmel seinen Job verliert und seinen College-Abschluss nachholt. Und Roberts seine Lehrerin, die von ihrem neuen Schüler bald angehimmelt wird.
Hanks und Roberts als Liebespaar - darauf hat die Fangemeinde gewartet, allerdings schon vor 20 Jahren, als die beiden noch ein wenig jünger waren. Aber da drehte Hanks mit Meg Ryan gleich drei Filme hintereinander und war ziemlich Schlaflos in Seattle. Erst 2007 standen Hanks und Roberts erstmals gemeinsam vor der Kamera: für Der Krieg des Charlie Wilson. Darin war von romantischen Gefühlen eher wenig zu spüren. In dem Politdrama ging es vielmehr um den Kalten Krieg, der von Regisseur Mike Nichols satirisch beleuchtet wurde.
Seit den Dreharbeiten sind Hanks und Roberts befreundet, so wie man unter Hollywoodstars eben befreundet ist. Dazu gehört, dass man auch mal wieder gemeinsam einen Film dreht. Und da Hanks in Larry Crowne nicht nur Hauptdarsteller, sondern zugleich auch Drehbuchautor und Regisseur ist, lag es an ihm, die weibliche Hauptrolle zu besetzen. Die Wahl fiel auf Roberts, die es «lustig» fand, dass der Kollege Regie führte. «Er kommt nach Drehtagen wahrscheinlich nach Hause und fällt in einen besinnungslosen Schlaf», sagte sie in einem Interview. Er konterte: «Julia Roberts rumkommandieren, das ist ein ziemlich harter Job.»
Mit «Wiederholungstätern» als Filmpartner hat nicht nur Tom Hanks seine Erfahrungen gemacht (Filme mit Meg Ryan). Auch Julia Roberts hatte eine Zeitlang einen «Traumpartner» - zumindest aus Sicht mancher Fans. Seit sie Pretty Woman war, galten Roberts und Richard Gere als das Traumpaar Hollywoods schlechthin. Es folgte aber nur ein weiterer gemeinsamer Film: Die Braut, die sich nicht traut. Danach wollte Gere nicht mehr mit Roberts vor der Kamera stehen. Aber nicht, weil die Hollywood-Schöne ihm unsympathisch wäre. Gere hat einfach Angst vor einen Flop. «Wir haben zwei Filme gemacht und sie waren beide erfolgreich, deshalb sollten wir es vielleicht einfach dabei belassen», sagte er.
Diese Sorgen muss sich Tom Hanks sicher nicht machen. Dass Larry Crowne der große Kino-Erfolg des Sommers wird, ist nicht zu erwarten. Da ist also noch Platz für eine dritte Zusammenarbeit mit Julia Roberts.
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