Film Actionspektakel «Transformers 3» mit Shia LaBeouf

Im neuen «Transformers»-Streifen droht die Apokalypse - mal wieder. Fiese Alien-Roboter wollen die Erde besiedeln. Ein Thema wie geschaffen für Hollywoods «Krawumm»-Könner Michael Bay. Er zeigt Männer mit Muskeln und Mumm, die entschlossen in die Schlacht ziehen.

Actionspektakel «Transformers 3» mit Shia LaBeouf (Foto)
Actionspektakel «Transformers 3» mit Shia LaBeouf Bild: dpa

Berlin (dpa) - Im neuen «Transformers»-Streifen droht die Apokalypse - mal wieder. Fiese Alien-Roboter wollen die Erde besiedeln. Ein Thema wie geschaffen für Hollywoods «Krawumm»-Könner Michael Bay. Er zeigt Männer mit Muskeln und Mumm, die entschlossen in die Schlacht ziehen.

Unter Hollywoods Science-Fiction-Machern steht die Weltgeschichte derzeit hoch im Kurs. Historische Fakten sind Hintergrund für explosive Storys. «X Men - Erste Entscheidung» (seit 9. Juni im Kino) dichtete die Kuba-Krise zur Verschwörung von Mutanten um. «Transformers 3», der neue Actionfilm von Regisseur Michael Bay («Armageddon»), macht die Landung auf dem Mond 1969 zur ersten Begegnung von Menschen mit Außerirdischen.

Astronaut Neil Armstrong ist als Filmfigur im Angesicht der fremden Weltall-Wesen fassungslos: «Das heißt, wir sind nicht allein», sagt er. Das Aufeinandertreffen zwischen Außerirdischen und Menschen entwickelt sich in dem Film zum unerbittlichen Kampf, der die Welt in einen Schrotthaufen verwandelt.

Regisseur Bay bringt schon den dritten «Transformers»-Teil auf die Leinwand. Die ersten beiden Großproduktionen kosteten zwischen 150 und 200 Millionen Dollar - und spielten 2007 und 2009 jeweils etwa das Doppelte ihres Budgets ein.

Der kommerzielle Erfolg scheint Bay nun einen Freifahrtschein zum noch großspurigeren Drehen und Produzieren gegeben zu haben: Ein Großteil der 155 Filmminuten zeigt aufwendige Kampfszenen. Die Roboter Autobots treten an der Seite der Menschen gegen die finsteren Decepticons an, nachdem die wertvolle Ladung eines Alien-Raumschiffs vom Mond geborgen und zur Erde gebracht wurde.

Visuell bedient sich die Filmcrew auch bei Klassikern wie «Star Wars» und «Alien». Bei der technisch anspruchsvollen Postproduktion waren unter anderen etwa 150 Bildbearbeiter mit dabei.

Regisseur Bay und Drehbuchschreiber Ehren Kruger («Scream 3») waren noch nie für tiefgründige Geschichten bekannt, nun unterbieten sie die niedrigsten Erwartungen an einen plausiblen Plot.

Als wollte er logische Lücken der Geschichte übertönen, schreit sich Hauptdarsteller Shia LaBeouf («Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels») von einer Kampfszene zur nächsten - manchmal aus Furcht, meistens aus Wut.

Model Rosie Huntington-Whiteley spielt seine Freundin. Ihr Part besteht vorrangig darin, in knappen Klamotten ihren Körper zu präsentieren. Bei Männern löst sie Hitzewellen aus. Ihre «Transformers»-Vorgängerin Megan Fox ist nicht mehr dabei, sie soll Regisseur Bay wegen seiner Arbeitsweise am Set mit Hitler verglichen haben. Seither meiden sich die beiden.

In «Transformers 3» motivieren sich die Soldaten und Roboter im Kampf um das Schicksal der Welt mit markigen Sprüchen, etwa «Die Welt braucht dich jetzt» oder «Du hast tapfer gekämpft». Kurze Depri-Dellen werden mit Pathos ausgebügelt: «Der Weg des Kriegers ist einsam», heißt es an einer Stelle.

Eine Reihe von altbekannten Schauspielern tritt in kleineren Rollen auf: John Malkovich mimt einen exzentrischen Firmenboss, Oscar-Preisträgerin Frances McDormand («Fargo») die Chefin des US-Geheimdienstes.

Einen Hauch von historischem Anstrich gibt dem Sci-Fi-Film der Astronaut Buzz Aldrin, der 1969 als zweiter Mensch auf dem Mond in die Geschichte einging. Der 81-jährige Aldrin spielt in einem Cameo-Auftritt sich selbst. Als alter Mann trifft er in «Transformers 3» mit den Aliens zusammen. Dieselben Aliens, deren Raumschiff er angeblich schon 1969 auf dem Mond gesehen habe. Na, er muss es wissen.

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news.de/dpa

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