Pottermore Harry Potter zaubert bald im Netz

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Pottermore.com wird erst im Oktober mit Inhalten online gehen. Bild: Screenshot (pottermore.com)

Juliane ZiegengeistVon news.de-Volontärin
Seit Jahren findet der Kult um den Zauberlehrling kein Ende. Bald flimmert der letzte Potter-Film über die Leinwand. Mit einer neuen Website will seine Erfinderin die Manie aufrecht erhalten. Doch die Gerüchte um deren Inhalt waren spannender als ihre Ankündigung.

Sie wurde mit Spannung erwartet, Joanne K. Rowlings Botschaft an die Harry-Potter-Fans. Um Punkt 13 Uhr deutscher Zeit sollte sie das Geheimnis um die neue Internetseite pottermore.com lüften - doch nach der 1:50 Minuten langen Videobotschaft der Bestsellerautorin ist man nicht viel schlauer als vorher. Von einer spannenden Online-Erfahrung ist da die Rede. Das Lesen der Zaubergeschichten soll interaktiver werden, die Leser sollen mitwirken, es soll E-Books und digitale Hörbücher geben.

Nach der Extase, in die Potter-Fans angesichts des Wirbels um die neue Website versetzt wurden, ist das doch etwas wenig der Überraschung. Zumal die Inhalte erst ab Oktober online zugänglich gemacht werden sollen. Wie genau diese und die Interaktion mit den Fans dann aussehen sollen, bleibt vorerst offen.

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Die Anhänger des Zauberlehrlings mögen jetzt genauso verwirrt dreinschauen wie die Eulen, die noch vor kurzem Rowlings Countdown-Seite auf Youtube zierten. Darunter stand: «Die Eulen versammeln sich. Finde heraus warum.» Und so kursierten schon die wildesten Spekulationen, was wohl hinter Rowlings Ankündigung und der neuen Potter-Seite stecken könnte: ein neues Buch, ein Rollenspiel oder eine Netzwerkplattform? Ersterem hatte eine Sprecherin der Autorin schon vor der offziellen Verlautbarung eine Absage erteilt.

Soziales Netzwerk galt als Favorit

Das tat dem Rätselraten aber keinen Abbruch. Das US-Magazin The Week hatte gleich sieben Vorschläge parat, was es mit pottermore.com auf sich haben könnte. Es hielt unter anderem eine Harry-Potter-Enzyklopädie, ein Videospiel, einen eigenen Themenpark oder gar eine echte Zauberschule für möglich.

Am wahrscheinlichsten aber erschien vielen die Variante eines sozialen Netzwerks für Potter-Fans. Denn bereits vor zwei Jahren ließ sich Warner Bros, das Produktionsstudio der Zauberfilme, die Marke Pottermore schützen. Damals war von einer Seite mit interaktiven Spielen und Chatrooms die Rede. Diese dürften gemäß Rowlings vagen Hinweisen auf das neue Online-Projekt wohl tatsächlich Bestandteil von pottermore.com sein.

Interaktiv gestaltete sich bereits die Suche nach dem Namen der ominösen Website. Im Stile einer Schnitzeljagd konnten Fans über Google Street View einzelne Buchstaben finden. Dazu wurden seit dem 15. Juni in bekannten Foren nach und nach Koordinaten veröffentlicht. Diese führten zu zehn wahrlich zauberhaften Orten, die beim Heranzoomen jeweils einen Buchstaben offenbarten. Bereits daran hatten sich zehntausende Potter-Fans beteiligt. Allein der Twitter-Kanal zur Seite mit bisher nur drei Kurzmeldungen hat seit dem 16. Juni knapp 85.000 Follower gewonnen.

Joanne K. Rowling muss ihre Leser schließlich bei der Stange halten. Der achte und letzte Film der Potter-Reihe Die Heiligtümer des Todes - Teil 2 kommt am 14. Juli in die deutschen Kinos. Damit der Hype nicht abbricht, hatte sie die Gerüchteküche ordentlich brodeln lassen. Am Ende erwiesen sich die Spekulationen wie so oft als spektakulärer als die eigentliche Enthüllung. Aber wahrscheinlich werden sich viele Fans auch mit einem online recycelten Harry Potter zufrieden geben.

wie/news.de/dpa

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