Von news.de-Redakteurin Claudia Arthen
Ob Ben Hur, Da Vinci Code oder Herr der Ringe: Alle diese Filme gehen auf sehr erfolgreiche Bücher zurück. News.de nennt die erfolgreichsten Literaturverfilmungen und verrät, welche Werke derzeit fürs Kino umgesetzt werden.
Ob große Literatur oder kitschiger Liebesroman: Die Bestsellerliste scheint die beliebteste Inspirationsquelle für Filmemacher zu sein. Es gibt kaum einen Buchhit, der noch nicht für die Leinwand adaptiert wurde - idealerweise natürlich gleich mit mehreren Fortsetzungen.
Vor allem in Hollywood wurde dieses Erfolgsrezept früh erkannt. Der Monumentalfilm Ben Hur, der gerade fürs Fernsehen neu verfilmt wurde, ist so ein Beispiel: Der Streifen mit Charlton Heston aus dem Jahr 1959 basiert auf dem Roman von Lew Wallace, der bereits 1880 erschienen ist. Auch dem Klassiker Vom Winde verweht (1939) mit Vivien Leigh und Clark Gable liegt ein Roman (von Margaret Mitchell) zugrunde. Der Film hat bis dato rund 400 Millionen eingespielt.
Die Rechnung geht auch heute noch auf, weshalb die Filmrechte oft schon verkauft werden, bevor das Buch in den Regalen steht. Der Anfang 2011 verstorbene Filmemacher Bernd Eichinger musste jedoch lange um die Filmrechte werben, bevor er Patrick Süskinds Das Parfum (1985) auf die Leinwand bringen konnte. Erst 2001 willigte der medienscheue Autor ein und kassierte dafür geschätzte zehn Millionen Euro. Für Eichinger war das ein gutes Geschäft: Weltweit spielte der Film unter der Regie von Tom Tykwer 135 Millionen Dollar ein. Aber auch der Autor soll profitiert haben: Nach dem Kinostart im Jahr 2006 sind angeblich noch einmal knapp eine Million Exemplare der Romanvorlage über den Ladentisch gegangen. Bis heute wurde das Buch 15 Millionen Mal verkauft.
Die größten Gewinne machten bislang Der Herr der Ringe - die Trilogie unter der Regie von Peter Jackson soll insgesamt 2,8 Milliarden Euro eingebracht haben - und Harry Potter, dessen letzter Teil am 14. Juli 2011 in die deutschen Kinos kommt, dürfte inzwischen insgesamt fast 5 Milliarden Euro eingespielt haben. Die Erfinderin der Buchreihe über den Zauberlehrling mit der runden Brille, Joanne K. Rowling, hat angeblich eine Milliarde US-Dollar verdient - so viel wie bisher kein anderer Schriftsteller.
Solange es Bücher gibt und neue geschrieben werden, gehen die Stoffe nicht aus. Gerade kam die Verfilmung von Sara Gruens Wasser für die Elefanten mit Teeniestar Robert Pattinson, Reese Witherspoon und Christoph Waltz in die deutschen Kinos. Und Regisseur Detlev Buck, der gerade seinen neuen Film Rubbeldiekatz abgedreht hat, plant schon sein nächstes Projekt: die Verfilmung von Daniel Kehlmanns Bestseller Die Vermessung der Welt - in 3D. Das Buch karikiert in lockerer, unakademischer Form die Schrulligkeit der Wissenschaftler, aber auch die Doppelmoral des Obrigkeitsstaats, erschien im Jahr 2005 und konnte sich 37 Wochen lang an der Spitze der Spiegel-Bestsellerliste halten. Insgesamt wurden mehr als 1,4 Millionen Exemplare verkauft.
Kehlmann hat bekanntlich längst einen Nachfolger geschrieben: Ruhm. Mit dem Werk hat er auch auf Anhieb die Spitze der Bestsellerliste erklommen, und - wen wundert's? - das Buch wird natürlich auch verfilmt. Die Dreharbeiten sind sogar schon abgeschlossen. Wann der von Sönke Wortmann mitproduzierte Streifen mit Senta Berger und Heino Ferch ins Kino kommt, ist jedoch noch nicht bekannt.
Welche Buchvorlagen erfolgreich im Kino liefen, erfahren Sie in unserer Bilderstrecke.
cvd/news.de