Von news.de-Volontärin Juliane Ziegengeist
«Ich will was unternehmen», sagt der freigesprochene Moderator. In seinem ersten Interview nach dem Urteil kündigt er in der Zeit ein Buch an, wettert gegen Staatsanwälte und Medien und verspricht, bald auf der anderen Seite der Anklagebank zu stehen.
Es wird nicht ruhiger um Jörg Kachelmann. Daran ist vor allem er selbst schuld. Nach seinem Freispruch im Vergewaltigungsprozess hat der Moderator erst via Twitter zum Rachefeldzug geblasen, in dem diverse Medien Ziel böser verbaler Attacken wurden. Jetzt hat Kachelmann sein erstes Interview nach dem Gerichtsurteil gegeben - und setzt da an, wo er auf Twitter aufhörte.
Zwei Zeit-Journalisten haben den Schweizer an einem unbekannten Ort besucht und interviewt, wie Spiegel Online berichtet. Dort hält er sich auf, um von den Boulevardmedien nicht belagert zu werden, sagt er. An ihnen lässt er kein gutes Haar. «Was geht es die sabbernden Fotografen an, wie's mir geht?», rechtfertigt er sein Schweigen vor Gericht. «Wieso hätte ich mich beteiligen sollen an diesem Schwachsinn, der über mich erzählt wurde?»
Dass er durchhalten, nicht durchdrehen würde, daran habe er selbst gezweifelt, sagt der 51-Jährige. Viel habe er seiner Frau zu verdanken, die er erst im März geheiratet hat und die ihm mit «Intelligenz, Durchsetzungkraft und Entschlossenheit» beistand. Das will auch er jetzt sein: entschlossen. Er will ein Buch schreiben. Es soll Mannheim heißen. Wie die Stadt, in der er fast zehn Monate vor Gericht stand und für deren Justiz er nur Spott übrig hat: «Ich hatte im Gerichtssaal so viel Irrationalität kennengelernt, vor allem auch von den Mannheimer Staatsanwälten, dass ich bis zum Schluss mit der menschlichen Irrationalität rechnen musste.»
«Alles in die Schlacht werfen»
Und dennoch: Jörg Kachelmann wird ein Gericht nicht das letzte Mal von innen gesehen haben. Der Moderator plant, gegen alle, die ihn in der Öffentlichkeit verunglimpft haben, juristisch vorzugehen. Den Vorwurf, er soll gewalttätig gewesen sein, will er nicht auf sich sitzen lassen. Dass er sich mies benommen habe gegenüber Frauen, gelogen und Menschen verarscht habe, bestreitet er nicht. Zu Gewalt sei es aber nie gekommen. Alle, die das behauptet haben, will der Moderator zur Rechenschaft ziehen. «Alles, was deutschen, schweizerischen und amerikanischen Anwälten einfällt, möchte ich in die Schlacht werfen», kündigt er an.
Auch einigen Medien dürften Klagen ins Haus flattern. Doch der Tatsache, dass die Öffentlichkeit nun alles über ihn weiß, kann er fast etwas Gutes abgewinnen: «Ja, mich erpresst niemand mehr. Das ist schon fast beruhigend.» Ruhe sucht Kachelmann nun auch in seinem Alltag. Ob er die trotz Buchprojekt und Klagewut finden wird, bleibt abzuwarten. Vorkehrungen, sich unsichtbar zu machen, hat er bereits getroffen: kein Handy, keine Hotels, nie wieder Lufthansa. Und mit einer unbekannten Frau allein zu sein, will er vermeiden, um nicht die nächste unheilvolle Story heraufzubeschwören.
Freunde, von denen nur noch eine Handvoll - die wirklich wahren, wie Kachelmann sagt - übrig geblieben sind, hätten ihm geraten, auszuwandern und neu anzufangen. «Aber resignieren und auswandern, so weit bin ich nicht. Ich will was unternehmen.»
car/news.de
Der Typ soll bleiben,wo der Pfeffer wächst!!!!!!!!!
jetzt antwortenKommentar meldenIch frage mich nur, wem Herr Kachelmann auf die Zehen getreten ist, daß die Staatsanwaltschaft mit A L L E N Mitteln kämpfte, um Herrn Kachelmann ins Gefängnis zu stecken, obwohl die Beweislage anscheinend mehr als zweifelhaft war!
jetzt antwortenKommentar meldenFred, wie sieht denn Deine F... aus? Wahrscheinlich bist Du kein Mensch oder wenn ja dann doch nur ein Wegrandsteher :-(
jetzt antwortenKommentar meldenfroh sein, wenn der ganze Lebensplan zertrümmert ist? Nicht wegen unbeherrschbaren Ereignissen, sondern weil eine rachesüchtige Person und profitgeile Medien einen überfallen und über ein Jahr vollkommen ausliefern, so dass nun ein Versteck notwendig ist, um die "Freiheit" für kurze Zeit zu fühlen... Ja, es gibt wohl Vorbilder, die nun nicht zurückschlagen würden (s. Komm. 4). die edle, heilige Menschen waren. Erwarten kann das niemand von J.K., wenn er nicht selbst bewiesen hat, auf einen solch vernichtenden Angriff so zu reagieren.
jetzt antwortenKommentar meldenWenn sich jemand gegen Verleumdungen der Medien zur Wehr setzt, ist er "vor allem selbst schuld", wenn es um ihn nicht ruhiger wird? Wo leben wir eigentlich? Diese Versessenheit von euch Journalisten, jemanden, der einmal vorverurteilt worden ist, unbedingt schuldig sprechen zu wollen, kotzt viele von uns Bürgern an.
jetzt antwortenKommentar meldenlieber Joerg, alles geht seinen Weg, sei nicht traurig Du warst ein Opfer wie viele,viele von uns, aber....jetzt kommt die ZEIT des Rueckschlages, sie bibbern Alle. lb gruesse die VULCAN- SCHREIBERIN PS:IMMER GANZ RUHIG BLEIBEN,LASS DICH NICHT REIZEN,ES GIBT VIELE GROSSE MEISTER DIE ES AUCH SCHAFFTEN, JESUS,BUDDHA,REIKI,MOMA,KRISHA TAUSENDE IN DIESER KURZEN FRIST. schreib mir doch mal zurueck wuerde mich echt freuen
jetzt antwortenKommentar meldenKann die Fresse von dem Typ nicht mehr sehen....soll er doch froh sein, dass es vorbei ist. Ja, auswandern würde ich auch empfehlen..
jetzt antwortenKommentar meldenDie Kundschaft und die Kommentatoren der "BLÖD"-Zeitung wird es freuen. Dem verbleibenden Rest wird es zum Halse heraus hängen. Auch dann, wenn es da vermutlich jemamd nur aif sein Geld abgesehen hatte und sich rächen wollte.
jetzt antwortenKommentar meldenDas er dies vorhat ,dies finde ich persönlich richtig und gut .Kostet zwar wieder Geld .Wollte meinen Arzt auch anzeigen ,aber dies kostet Geld und ich mußte ja mir ein neues zu Hause schaffen .Eins kann man nur machen .Wegen Verleumdung hat man mir geraten.Tja ,es fehlte bei mir aber fehlten die Finanzen ,sonst hätte ich es gemacht .
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