Schlag gegen Streaming-Portal: Die Macher der illegalen Seite Kino.to sind offenbar verhaftet worden. Die Polizei spricht von 13 Festnahmen in ganz Europa. Die Seite hatte bis zu vier Millionen Nutzer täglich und generierte Millionenumsätze.
Die Macher ergaunerten Millionen, jetzt sitzen zumindest einige von ihnen in Untersuchungshaft. Sie betrieben die illegale Streaming-Seite Kino.to, die Internetnutzern Zugriff auf Abertausende Serien, Filme und Dokumentationen bot. Über ein regelrechtes Netzwerk von weiteren Seiten boten sie die Sendungen und Filme zum Herunterladen beziehungsweise zum direkten Anschauen an, die Nutzer zahlten in Form von Abonnements. Eine weitere Einnahmequelle: Werbetreibende schalteten für Hundertausende Euro Werbebanner auf den Seiten, die ein zumeist sehr junges Publikum nutzte.
Bundesweit wurden am Mittwoch mehr als 20 Wohnungen, Geschäftsräume und Rechenzentren durchsucht, wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden mitteilte. Geleitet werden die Untersuchungen von der sächsischen Sonderermittlungseinheit Ines. Die Durchsuchungen richteten sich den Angaben zufolge gegen die Betreiber der Webseite Kino.to und ihre Helfer. Zeitgleich habe es Aktionen in Spanien und Frankreich gegeben. 13 Beschuldigte seien festgenommen worden, nach einer weiteren Person werde gefahndet. Insgesamt würden 21 Personen beschuldigt, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft.
Gegen die Seitenbetreiber und ihre Helfer, die Unterstützung bei der technischen Umsetzung geleistet hätten, werde wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen in über einer Million Fällen ermittelt. Ihnen drohen den Angaben zufolge bis zu fünf Jahre Haft.
Die Webseite Kino.to ist nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft das größte deutschsprachige Portal, über das Raubkopien von Spielfilmen und Serien illegal verbreitet werden. Die Seite habe demnach etwa vier Millionen Nutzer täglich gehabt. Der Schaden für die Filmwirtschaft, und die Gewinne der Hauptbeschuldigten lägen im siebenstelligen Euro-Bereich.
Derzeit ist die Seite zwar erreichbar, zu sehen ist jedoch lediglich ein Statement der Polizei, das über die heutigen Vorgänge informiert.
rut/ruk/news.de/dapd
Vier Millionen Nutzer täglich?? Das kann aber nicht ganz stimmen. Auf wikipedia heisst es 400.000 pro tag und keine 4.000.000 ....
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