«Lego Pirates of the Caribbean» Jack Sparrow im Lego-Universum

Lego Pirates of the Caribbean (Foto)
Im Lego-Abenteuer können Gamer die wichtigsten Szenen aus allen vier Fluch-der-Karibik-Teilen nachspielen. Bild: Disney Interactive Studios

Von news.de-Redakteurin Sophia Sieber
Nach Harry Potter und Indiana Jones trifft es nun auch Captain Jack Sparrow: Er und seine Piraten werden zu Klötzchen in der Karibik. News.de hat die Segel gesetzt und sich durch das neueste Lego-Spiel gezockt.

Wenn die Protagonisten nicht aus Fleisch und Blut sind, wenn Palmen nicht aus Holz und Blattwerk bestehen und wenn Sprache nur noch kautziges Piepsen und Grummeln ist, dann hat sich Disney ans Werk gemacht und wieder einen großen Kinoblockbuster ins Legouniversium übersetzt. Diesmal hat es Captain Jack Sparrow und seine Piratenrotte getroffen.

In Lego: Pirates of the Caribbean taucht der Spieler in die Welt der Seeräuber und Seeräuberinnen der Karibik ein. Die Geschichte - oder besser gesagt: die Geschichten - sind bekannt: Nicht weniger als alle vier Teile der Kinosaga Fluch der Karibik gilt es in 20 Leveln zu meistern. Fehlen darf da nicht der berühmt berüchtigte Soundtrack aus der Feder Hans Zimmers, zu dem mittlerweile mehr Amateurmodels auf Dorfmodeschauen gelaufen sein dürften, als Statisten im Film hopsgegangen sind.

«Lego: Pirates of the Caribbean»
Klötzchen der Karibik

Erfrischend ist, dass sich das Spiel immer wieder winzige Abweichungen von der Handlung erlaubt und so den Zocker zum Schmunzeln bringt: So lassen die Lego-Soldaten von Port Royal die gerade von Jack Sparrow gerettete Elizabeth Swan immer wieder fallen, weil sie nicht so recht wissen, was sie mit ihrem Retter anstellen sollen.

Charakter wechsel‘ dich

Bereits aus anderen Legospielen bekannt ist das Charakter-wechsel-dich-Spiel: Auf dem Weg durch die Kino-Quadrologie sammelt der Spieler Mitstreiter um Mitstreiter ein - insgesamt sind es 70 bekannte und neue Figuren. Los geht es mit Will Turner, einem Esel und seinem Meister. Der Piratensohn bringt die Klötzchen erst richtig ins Rollen, indem er Jack Sparrow aus dem Gefängnis befreit.

Trailer «Fluch der Karibik 4»
Johnny Depp unter Kokospalmen
Video: amg/news.de/Walt Disney

Jede eingesammelte Figur bringt ihre eigene Spezialfähigkeit mit: Die Damen der Schöpfung können so besonders hoch springen, Mister Gibbs kann mit seinem Hammer Tore reparieren und Jack mit seinem Kompass zu verborgenen Schätzen navigieren. Per Knopfdruck wechselt der Spieler zwischen den Charakteren.

Mehr Spaß macht das Lego-Abenteuer im Team. Ein zweiter menschlicher Spieler kann jederzeit ins Szenario einsteigen. Dann lässt sich Pirates of the Caribbean im Kooperationsmodus bestreiten. Das ist äußerst bequem, denn das ständige Hin- und Herzappen zwischen den Charakteren bremst das Spiel ein wenig aus.

Liebe zum Detail

Grafisch gibt es an dem Spiel nichts zu meckern, es steckt voller Liebe zum Detail. Die Lego-Piraten wirken in ihrer Wasserwelt sehr lebendig. Klötzchen Jack torkelt im Spiel genauso ausladend und wirr umher wie sein filmisches Vorbild. Mister Gibbs ist ein liebevoller Trunkenbold, der zwischen einer Schweineherde geweckt werden will. Und das Piratenpärchen Ragetti und Pintel sorgt mit Holzauge und Miesepetrigkeit für charmante Runninggags.

Genauso detailreich sind auch die Rätsel gestaltet, die der Spieler zusammen mit seinen Gefährten lösen muss. Sie sind klar gestaltet und daher recht einfach zu durchschauen - auch für jüngere Spieler. Im Zweifelsfall hilft es, die Umgebung kurz und klein zu hauen. Wer trotzdem nicht weiterkommen sollte, dem hilft die Hinweisfunktion, die optional zugeschaltet werden kann.

Intuitiv und einfach ist auch die Steuerung geartet. Gekämpft wird beispielsweise nur mit einem einzigen Knopf. Für junge Zocker ideal, für ältere Semester gähnend langweilig. Aber sei‘s drum: Viele Gegner gibt es sowieso nicht zu bezwingen.

Fazit. Wer die vorangehenden Lego-Spiele nicht mochte, der wird auch mit Pirates of the Caribbean keine Freude haben. Das kindliche Gehopse durch eine karibische Inselwelt nach filmischem Vorbild liefert nicht mehr und nicht weniger als das, was bereits aus anderen Ablegern der Klötzchen-Reihe bekannt ist. Für alle, die bereits mit Harry Potter Hogwarts zerlegt haben oder mit Indiana Jones auf Schatzsuche gegangen sind und begeistert waren, ist das Spiel jedoch eine gelungene Fortsetzung, die einige vergnügliche Stunden an der Konsole beschert.

«Fluch der Karibik 4»
Jack Sparrow in Wallung

Titel: Lego Pirates of the Caribbean
Genre: Action-Adventure
Entwickler: TT Games
Preis: zirka 50 Euro
Sprache: Deutsch
USK:  ab 6 Jahren
Altersempfehlung der Redaktion: ab 8 Jahren
Plattform: Xbox
Veröffentlichungsdatum: Mai 2011
Weiterspielen: Lego Harry Potter - Die Jahre 1 bis 4 (Xbox)

Fluch der Karibik 4
Neue Figuren, neue Geschichten
Video: news.de

rzf/zij/news.de

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