Festivals Die fantastischen Acht

Janelle Monáe (Foto)
Janelle Monáe gibt alles, sicher auch beim Splash-Festival in Gräfenhainichen. Bild: dapd

Von den news.de-Redakteuren Konrad Rüdiger und Sven Wiebeck sowie news.de-Redakteurin Ines Weißbach
Sommer ist schon länger, jetzt geht es in die Festivalsaison. Wir listen die heißesten Künstler auf und die dazugehörigen geschmackvollen Festivals, die diese auftreten lassen. Mit dabei sind Freaks, Senkrechtstarter und sogar eine Gratisveranstaltung.

Die ganz großen Namen bietet wie jedes Jahr das Rock am Ring/Rock im Park-Doppel. Coldplay und die Kings of Leon dürften den Geschmack der Massen zielsicher treffen. Dann müssen aber auch die Hurts beweisen, ob sie mehr können als nur eine Radio-Dudelnummer in zwei Jahren. Uneingeschränkt zu empfehlen ist derweil die spannungsgeladene Freakshow der dänischen Rockabilly-Metaller von Volbeat. 3.-5. Juni, Nürburgring/Nürnberg.

Sie füllen jede Bühne: Arcade Fire waren im vergangenen Jahr bei drei ausverkauften Konzerten eine der Live-Sensationen. Sie beehren in diesem Jahr das Doppel Hurricane/Southside. Mit den Heroen der Foo Fighters und den geläuterten Ravern der Chemical Brothers werden sie jeweils spät in der Nacht als Headliner spielen. 17.-19. Juni, Scheeßel/Neuhausen ob Eck.

Festival
Die wichtigsten Regeln

Weitaus preiswerter, sogar gänzlich gratis, geht es in Bonn bei der Rheinkultur zu. Renommierte Künstler wie Dick Brave and the Backbeats, Razorlight und The Subways treffen auf kredible Neulinge wie den Deutsch-Rapper Caspar und die Nachwuchs-Rüpel von Kraftklub. Ehrensache, dass man bei diesem Programm auf mitgebrachte Getränke verzichtet und artig mit dem Zug angereist kommt. 2. Juli, Bonn.

Hiphop-Freunde werden beim Splash-Festival mit einem delikaten Line-Up versorgt. Die unvergleichliche Soul-Pop-Queen Janelle Monáe hat ihr Kommen ebenso zugesagt, wie der immer noch einen Dollar brauchende Aloe Blacc. Dass es auch in diesem Jahr Sturzbäche regnen soll, ist wohl nur eine Mär. Das Festival ist definitiv das totgesagteste aller deutschen Festivals, so regelmäßig soff es ab. Der nächste Versuch: 8.-10. Juli, Gräfenhainichen.

Melt
Feiern auf dem Zeltplatz
Video: news.de

Die gleiche Bühne entert wenige Tage später die fleißigste Künstlerin des vergangenen Jahres: Robyn. Die Hansdämpfin-in-allen-Gassen gibt nur eine Deutschland-Show zum besten, und das beim Melt!-Festival. Dort teilt sie sich die Aufmerksamkeit mit anderen ausgemachten Spitzenkönnern der elektronischen und popkulturellen Musik. 15.-17. Juli, Gräfenhainichen.

Wattwandern inklusive: Abwechslungsreich wird es auch wieder beim Deichbrand, dem Rockfestival am Meer - neben und auf der Bühne. Dort geben sich die Deutsch-Hip-Hopper von den Fantastischen Vier und die vier Jungs der Metalcoreband Bullet For My Valentine die Mikroständer in die Hand. Neben zahlreichen deutschsprachigen Acts wie Kettcar und Bosse sind aber auch Punkrockveteranen à la Bad Religion und Pennywise am idyllischen Nordseestrand zugegen. 22.-24. Juli, Cuxhaven.

Südöstlich vom Watt - in Hamburg nämlich - geht's beim MS Dockville auch punkig zur Sache, zumindest mit den Goldenen Zitronen. Mit den Editors und Bloc-Party-Frontmann Kele bis hin zu Crystal Castles, Santigold und Marteria schließt sich der Kreis zum Elektro-Rock und Rap. Wer den Zusammenhang nicht versteht, muss einfach zum Festival erscheinen. 12.-14. August, Hamburg.

Am besten gleich den ganzen Monat Urlaub nehmen, denn im September ist es in Hamburg noch nicht zu kalt, um draußen zu feiern. Auf der Reeperbahn, die dem Festival seinen Namen gibt, spielen The Get Up Kids Emo-Indierock, die Flensburger Band Turbostaat wird Astra anstelle des gewohnten Bieres trinken und die Elektropunker von Frittenbude kehren in der Heißen Ecke ein. So oder ähnlich könnte das Reeperbahn-Festival ablaufen. Dauert sicher länger als bis nachts um halb eins. 22.-24. September, Hamburg.

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