Von news.de-Redakteur Cord Krüger
Er machte nicht viele Worte und wurde damit zum Weltstar: Gary Cooper war der Inbegriff des starken, mutigen Westernhelden. Fast auf den Tag genau vor 50 Jahren starb der dreifache Oscarpreisträger. News.de erinnert an einen außergewöhnlichen Mann.
Wer war Gary Cooper?
Einer der größten Filmstars aller Zeiten und ein echter Kerl. Gary Cooper wurde am 7. Mai 1901 in Beverly Hills, Kalifornien, geboren. Nach erfolglosen Jahren als Verkäufer für Theatervorhänge und Leuchtreklamen kam er 1925 als Komparse zum Film. Paramount engagierte ihn und gleich sein erster Tonfilm, The Virginian, machte ihn 1929 berühmt. Cooper spielte in über 100 Filmen mit, arbeitete mit den besten Regisseuren und größten Stars seiner Zeit und wurde mit drei Oscars ausgezeichnet. Cooper war strammer Republikaner und hatte Affären mit Marlene Dietrich und Grace Kelly. Am 13. Mai 1961 erlag er einem Krebsleiden.
Was machte ihn berühmt?
Im Stummfilm kam es ganz auf die Gestik und Mimik der Schauspieler an. Im Tonfilm - ab Ende der 1920er Jahre - behielten viele ihr nun überzeichnet wirkendes Spiel bei und verschwanden in der Versenkung. Sie hatten sich überlebt. Gary Cooper hingegen passte sich an: Er spielte vergleichsweise subtil, zurückhaltend und sehr genau. Obwohl - oder gerade weil - er nie eine professionelle Schauspielausbildung genossen hatte, wurde er so zu einem der ersten modernen Hollywooddarsteller.
Was sind seine wichtigsten Filme?
Für den legendären Western Zwölf Uhr mittags erhielt er 1953 seinen zweiten Oscar als bester Hauptdarsteller. Den ersten bekam er 1942 für seine Rolle als geläuterter Raufbold in Sergeant York. Im grimmigen Hemmingway-Kriegsfilm Wem die Stunde schlägt brillierte er 1943 ebenso wie in Frank Capras Boulevardkomödie Mr. Deeds geht in die Stadt von 1936.
Was hat er der Nachwelt hinterlassen?
Neben fantastischen Filmen hinterließ Cooper den Urtyp des wortkargen, selbstbewussten Helden. Noch heute stehen Mimen wie Viggo Mortensen oder Bruce Willis in seiner Tradition. Coopers Marshall aus Zwölf Uhr mittags wurde vom American Film Institute zum fünftgrößten Helden der amerikanischen Filmgeschichte gewählt - hinter Atticus Finch (Wer die Nachtigall stört), Indiana Jones, James Bond und Rick aus Casablanca. Und dabei spielte Cooper in Zwölf Uhr mittags im Grunde nur eine scheinbar simple Rolle: einen echten Mann.
Sendehinweis: Der Mann aus dem Westen, Freitag, 13. Mai 2011, 1.20 Uhr im Ersten.
juz/ivb/news.de