Von news.de-Redakteur Cord Krüger
Oger und Esel, Schönheit und Monster, Cowboy und Indianer: In Film und Fernsehen gibt es Paare, die dürfte es eigentlich gar nicht geben - und doch verstehen sie sich prächtig. Wir stellen die schrägsten Kombinationen vor.
Der beste Freund des Menschen ist bekanntlich der Hund. Wenn man das sabbernde Urviech von einer Bordeauxdogge sieht, die Tom Hanks Wohnung in Scott und Huutsch verwüstet, mag man das kaum glauben. Es dauert eine ganze Zeit, bis die beiden einander ans Herz gewachsen sind.
Die Mutter allen Buddy-Movie-Klamauks - die Kultserie Die Zwei - wurde hierzulande vor allem wegen ihrer flappsigen Synchronisation zur Legende. Ein englischer Lord (Roger Moore) und ein amerikanischer Lebemann (Tony Curtis) lösen darin Verbrechen und brausen in sündteuren Sportwagen durch Buckinghamshire - und foppen sich zwischendurch pausenlos.
Zwei andere Serienhelden scheinen sich sogar noch ferner: Denn was dem einen sein Hawaiihemd, ist dem anderen seine Tropenuniform. Privatdetektiv Magnum und sein Vermieter Higgins sind wie Feuer und Wasser. Und doch kamen beide acht Staffeln lang gut miteinander aus: Ob's an ihrer gemeinsamen Liebe zu einem Ferrari 308 GTS lag?
Auch zwischen Mann und Frau spielen sich die köstlichsten Kabbeleien ab - nicht nur in klassischen Screwball-Komödien. Krimiautor Rick Castle (Nathan Fillion) und Kommissarin Kate Beckett (Stana Katic) necken sich ausdauernder als Cary Grant und Katharine Hepburn. Kein Wunder, geht die Erfolgsserie Castle doch bereits in die dritte Staffel. Da hat man viel Zeit, sich dumme Sprüche auszudenken.
Im Kino überwindet die Liebe sogar alle Alters- und Rassengrenzen. In Harold und Maude kommen sich ein morbider Jüngling und eine lebenslustige Rentnerin näher. Hal Ashbys Geniestreich von 1971 besticht mit skurrilem Humor und Cat Stevens' umwerfend schönem Soundtrack.
Stanley Kramers skandalträchtiger Reißer Flucht in Ketten legte 1958 den Finger in eine von Amerikas hartnäckigsten Wunden: Rassismus. Zwei Häftlinge - einer weiß, einer schwarz - müssen sich als aneinander gefesselte Sträflinge auf der Flucht durchschlagen und ihre Zwistigkeiten und Vorurteile überwinden: Trotz oder gerade wegen seiner plakativen Metaphorik avancierte der Film zum Klassiker. Bei Karl Mays Blutsbrüdern Winnetou und Old Shatterhand oder in James Camerons Öko-Western Avatar war es nicht anders.
car/reu/news.de