Von den news.de-Redakteuren I. Bongartz und A. Schloder, Halle
Der britische Gentleman sagt bye bye: Roger Whittaker macht Schluss mit großen Tourneen. Von seinen deutschen Fans verabschiedet er sich mit 22 Konzerten und rockt zum Auftakt am Abend in Halle an der Saale so richtig die Bühne. News.de war dabei.
Er kann es eben noch immer: Die Massen mit seiner Musik begeistern. Seine ganz großen Hits wie Albany, Wir sind jung (Oh, Maria) oder Sieben Jahre, sieben Meere sind echte Klassiker. Roger Whittaker ist noch nicht mal auf der Bühne, nur die Melodie von Albany erklingt, da jubeln die 2000 Fans bereits und klatschen den Takt mit. Eine ältere Dame im roten Hosenanzug und grau melierter Dauerwelle richtet ihre Handykamera Richtung Bühne. Willkommen zum Auftaktkonzert der Abschiedstournee des britischen Gentleman mit dem weißen Vollbart in Halle/Saale.
Nach mehr als vierzig Jahren auf den großen Bühnen dieser Welt will Roger Whittaker (75) nun kürzer treten und vor allem auf keine langen Tourneen mehr gehen. Seine Frau Natalie, mit der er seit 47 Jahren verheiratet ist, habe das so entschieden und er sei einverstanden gewesen. Kleinere Konzerte und weitere CD werde es aber auch weiterhin von ihm geben.
Während seine sieben Musiker bereits auf der Bühne sind, lässt der Star des Abends auf sich warten. Dann endlich und überraschend durch einen Seiteneingang betritt der 75-Jährige den Saal, geht durch die Sitzreihen, begrüsst viele seiner Fans mit Handschlag, bevor er auf die Bühne steigt: «Alles Roger in Halle?» Jubel, Klatsch-Chöre, «Roger»-Rufe.
Die Bühne ist eine perfekte Kombination aus rotem Samtvorhang und goldenen Säulen. Auf einer als riesiger Bilderrahmen dekorierten Leinwand werden während des gesamten Konzertes Nahaufnahmen von Whittaker gezeigt. Los geht's natürlichBei natürlichen Aromen muss das Ausgangsmaterial pflanzlicher oder tierischer Herkunft sein. Mit physikalischen oder biologischen Verfahren wird zum Beispiel das Vanillearoma aus der Vanilleschote extrahiert. (Quelle: www.gesundesleben.at) mit Albany.
Schon erstaunlich, wie elegant, charmant und jugendlich der 75-Jährige daherkommt. Sein Outfit - schwarze Hose, schwarzes Hemd, weißes Jacket - ist perfekt. Nach der Pause wird Whittaker in neuem Gewand erscheinen: farbverkehrt im weißen Hemd und schwarzen Sakko. Jedem im Publikum dürfte klar sein, dass hier ein absoluter Vollprofi knapp zwei Stunden lang singen, pfeifen, musizieren und scherzen wird. Die Fans lieben ihren Roger dafür.
Beim vierten Lied gibt es die ersten Blumensträuße. Noch viele Male wird Whittaker an diesem Abend zum Bühnenrand gehen, sich runterbeugen und von seinen Fans Blumen entgegennehmen. Die Menschen danken ihm für seine romantischen Lieder - und er bedankt sich mit dieser letzten großen Tour bei seinen Fans für die vielen Jahre, in denen sie ihm die Treue gehalten haben. Fast jeden Tag im Mai wird Whittaker ein Konzert in Deutschland geben: Chemnitz (1. Mai), Gera (3. Mai), Cottbus (4. Mai), Leipzig (6. Mai), Magdeburg (7. Mai), Bielefeld (8. Mai), Dresden (10. und 11. Mai), Hannover (13. Mai). Wer sämtliche Termine wissen will, kann sich unter www.rogerwhittaker.com/concerts informieren.
Was macht den gebürtigen Kenianer mit dem weißen Vollbart nur so beliebt? Ein Antwort lautet ganz sicher: Sein Charme und sein Witz. Steht Whittaker auf der Bühne, wirkt er fast wie ein kleiner Junge, der sich seinen nächsten Scherz überlegt. Sein Lächeln absolut gewinnend. Und sein Pfeifen erst.
Dass er pfeifen kann, stellt er auch bei seiner Abschiedstournee unter Beweis. Wie ein junger Vogel, der den Frühling feiert. «Pfeifen Sie für mich! Sie müssen lernen wie ein Afrikaner zu pfeifen», appelliert er an sein Publikum. 2000 Fans mühen sich nach Kräften. Grelle, höchst unschöne Laute Laute klingen durch den Saal der Georg-Friedrich-Händel-Halle, doch Roger Whittaker hat seinen Spaß. «Let's have a Party» ruft er seinen Fans zu, und meint es wörtlich. Pfeifen, klatschen, trommeln, mitsingen, Solosongs, Duette und sogar Rock 'n Roll - Roger Whittaker rockt die Bühne.
Zum Ende, nach mehr als zwei Stunden, ist die Menge aufgepeitscht. Stehend applaudieren die Zuschauer, fordern Zugaben und bekommen: Ein bisschen Aroma, ein bisschen Paloma, ein bisschen Chichi. Wie gemein einen solchen Ohrwurm zum Abschied zu bringen. Die meisten summen ihn noch beim Gang zur Garderobe, auf dem Nachhauseweg und wohl noch viel länger.
/news.de
Ja und ich werde am 21.Mai im CCH 1 in Hamburg dabei sein. Der Meistr aus England, der uns unser Leben lang begleitete. Ich liebe "Albany", das hat so etwas von Archaischem an sich. Obwohl es sich nicht gehört, seinen Bruder abzustechen, schon gar nicht wegen einer Frau. Da sei Gott vor. Und dann das fantastische "New World in the Morning", die niemals kommen wird..... Ich freue mich! Ich kann Roger verstehen, dass er nur noch in kleinen Clubs ab und zu auftreten will. Aber immer heißt es für ihn: Welcome, Roger Whittacker!
jetzt antwortenKommentar meldenIch war mit meiner Frau zum Tourneeauftakt.Es war ein wunderbarer Abend und er wird sicherlich für immer unvergesslich für uns bleiben und für all seine Fans die da waren Er war so gut drauf unbeschreiblich.... All denen die Ihn bei den folgenden Konzerten noch erleben beneiden wir schon jetzt. In diesem Sinne alles Gute für Roger Whittaker. Um zwei Titel von ihm zu zitieren Abschied ist ein scharfes Schwert und gestern Abend war im wahrsten Sinne des Wortes - ALLES ROGER!!! Ps.Das Publikum hätte es vielleicht noch ein wenig früher von den Sitzen reißen müssen bei dem was Roger vorlegte.
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