Von news.de-Mitarbeiter Armin Peter
Geigerzähler, Wildschweinfleisch und stapelweise verbrannter Toast: Ausführlich hat sich Maischbergers Talkrunde dem Thema Krebs gewidmet. Ob Prävention, Vorsorge oder Therapie – Betroffene haben in aller Offenheit über ihr Schicksal gesprochen.
Man sieht nichts, man spürt nichts – und trotzdem lauert die Gefahr: 25 Jahre nach der Tschernobyl-Katastrophe ist die Angst vor nuklearer Strahlung und den damit verbundenen Krebsrisiken wieder aktuell. In Deutschland erkranken jährlich 500.000 Menschen an Krebs – allerdings ist Strahlung in unseren Breiten nur in Einzelfällen schuld daran. Und eine Strahlentherapie kann Krebskranken sogar bei der Genesung helfen.
Wohl auch deswegen hatte Sandra Maischberger ihren Fokus nicht auf Strahlenpanik verengt: «Krebs: Der Feind aus dem Nichts?» - schon die Leitfrage des Abends erlaubte den Studiogästen einen weit gefassten Blickwinkel.
Eines war sofort klar: Vorsorge ist unumgänglich. Ob Mammografie für Frauen oder Darmspiegelung bei Männern – eine frühzeitige Erkennung der Krebserkrankung kann Leben retten. Auch wenn der eigentliche Kampf dann erst losgeht.
Ex-Fußballprofi Jimmy Hartwig ringt schon lange mit dem unsichtbaren Feind: Seit 20 Jahren leidet der 57-Jährige an verschiedenen Krebsarten. «Ich habe immer noch jeden Morgen Schmerzen und Angst davor, auf die Toilette zu gehen», bekannte Hartwig. Dennoch gehe er zu Selbsthilfegruppen und versuche, anderen Menschen Mut zu machen. Mit der Krankheit hat sich der Ex-Fußballer inzwischen so weit arrangiert, dass er den Krebs als «meinen Freund» bezeichnen kann: «Er ist stärker als ich und hat die Macht – aber ich bin auch stark und wir haben einen Konsens gefunden – denn ich will leben, verdammt nochmal.»
Risikofaktoren zum Anfassen
Vor allem die Ursachen der Krankheit sind vielen Menschen nach wie vor ein Rätsel. Moderatorin Sandra Maischberger hatte sich deshalb für eine ebenso rustikale wie eingängige Variante der Präsentation entschieden: Auf einem eigens aufgebauten Büffet standen Wildschweinfleisch und Stapel von verbranntem Toast neben einer Mikrowelle, Handys und verschiedenen Gesteinsarten - Risikofaktoren zum Anfassen.
Und tatsächlich: Die frisch geschossene Wildsau aus bayrischen Wäldern wies erhebliche radioaktive Kontamination auf, als Strahlenexperte Wolfgang-Ulrich Müller das Kontamatein Gerät, das radioaktive Zerfälle misst über die appetitlich angerichtete Schale hielt. Schädlich muss das Fleisch deshalb allerdings nicht sein: «Von diesem Wildschwein mit 500 Becquerel müsste man 3000 Kilo essen, um sich zu gefährden», so Müllers Fazit. Trotzdem bleibe bei kontaminierten Lebensmitteln immer ein Restrisiko, das man nie vollständig ausschließen könne.
Radioaktive Strahlung ist aber nur eine mögliche Krebsursache von vielen: Verschimmelte Lebensmittel stehen ebenso im Verdacht wie angebrannte Toasts oder die elektromagnetischen Strahlen einer Mikrowelle und zahllose andere Dinge, die uns im täglichen Leben begegnen. Trotz all dieser potenziellen Risikofaktoren in der Umwelt sei Prävention enorm hilfreich, davon war zumindest Krebsforscherin Rita Schmutzler überzeugt: «Wenn Sie einen gesunden Lebenswandel haben, Sport treiben und sich bewusst ernähren, können Sie das Krebsrisiko deutlich senken».
Krebsrisiko hängt wesentlich von genetischer Veranlagung ab
Im Einzelfall gibt es aber keine Garantie, wie Judith End am eigenen Leib erfahren musste: Die 30-jährige Autorin erkrankte mit 25 Jahren an Brustkrebs und konnte den Tumor besiegen. Dann, vor Kurzem erst, die erneute Diagnose: Gebärmutterhalskrebs. «Jemand würfelt mich permanent auf die falsche Seite der Empirie», resümierte End ihre Erfahrung mit der Krankheit. So blieb ihr am Ende nur Fassungslosigkeit: «Ich habe nie geraucht, immer Sport gemacht und war Vegetarierin – wie gesund muss man noch leben?».
Letztlich - und das ist das Tückische am Krebs - spielt immer auch die genetische Veranlagung eine Rolle: Krebsexpertin Schmutzler empfahl deshalb, sich präventiv auf das eigene genetische Risikopotenzial untersuchen zu lassen. Krebspatientin End konnte da nur sarkastisch schnauben: «Und wenn ich dann Risikopotenzial habe – Brüste ab und präventiv die Gebärmutter ausräumen?!». Eine Replik wollte Schmutzler darauf nicht einfallen.
Insgesamt aber konnte Maischbergers Sendung viele Antworten geben: Betroffene haben teils in beklemmender Offenheit über ihre Erfahrungen gesprochen, Experten die Risiken und Präventionsmöglichkeiten erläutert. Aufklärung ging vor Angstmacherei: Der unverkrampfte Umgang der Runde mit dem heiklen Thema und Maischbergers dezente und unaufgeregte Moderation haben eine gelassene, aber ausführliche Annäherung an den unsichtbaren Feind Krebs ermöglicht.
Strahlentherapie kann Krebs heilen??????? Wo steht das geschrieben? Gibt es auch nur einen einzigen Nachweis darüber, der das bestätigt? Vielleicht kann ja auch ne Chemo noch dazu beitragen??????? Zum Ableben mit Sicherheit! Krebs könnte längst heilbar sein, würde nicht die Pharma-Mafia alles daran setzen, dass Krebs die Geißel der Menschheit bleibt! Für was werden eigentlich in der Krebsforschung Milliarden verpulvert, wenn eh seit Jahrzehnten nichts Brauchbares herauskommt??????????? Die Krebskranken sterben letztendlich nicht am Krebs sondern an den Nebenwirkungen von Chemo und Strahlen.
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