Die Woche in Spielen Fiese Häme für Sony

Die Woche in Spielen (Foto)
News.de blickt auf die Woche in Spielen. Bild: iStockphoto

Von den news.de-Redakteuren Mandy Hannemann und Sophia Sieber
Stillstand ist ein Fremdwort in der Spielebranche. Damit Sie nichts verpassen, haben wir Augen und Ohren aufgesperrt und präsentieren die Woche in Spielen. Heute: Welche Folgen der Daten-Gau für Sony-Nutzer haben kann, wie die Konkurrenz reagiert und warum auch Nintendo nichts zu lachen hat.

Zitat der Woche. «Jetzt muss vom Anwender Druck ausgehen», sagt Informatiker Hartmut Pohl von der Uni Rhein-Bonn-Sieg gegenüber dpa zum Fall Sony. Er rät Nutzern sich abzuwenden und Verbraucherorganisationen ihre Interessen zu bündeln.

Sony-Sicherheitskrise. Seit Monaten steht der japanische Elektronikkonzern unter massiven Angriffen. Der gipfelte im gewaltigen Datenklau und verhindert seit wenigen Tagen vor Ostern, dass per Playstation online gespielt werden kann. Sony hatte das Playstation Network (PSN) in den Wartungsmodus versetzt, um Schäden zu beheben und neue Sicherheitssysteme zu installieren. Bei mcvuk.com wird berichtet, die PSN-Dienste seien vermutlich am 3. Mai wieder zu erreichen.

Die Woche in Spielen
Krisen, Sorgen und harte Realitäten

Datenbankentwickler Neil Martin vermutet gegenüber nowgamer.com, dass Sony vermutlich den Root KeyDigitaler Linzenzschlüssel für die öffentliche und private Kennzeichnung einer Konsole. für die Playstation ändern wird. Das wiederum könnte für jede installierte Software ein Patch nach sich ziehen, damit diese wieder nutzbar ist. Außerdem sei denkbar, dass die automatische Log-In-Funktion abgeschaltet bleibt. Diese Option wird bei DDoS-AttackenSteht für Distributed Denial of Service. Darunter wird ein Angriff verstanden, bei dem ein Server mit massenhaften Anfragen überflutet wird - dieser stellt seinen Dienst dann aufgrund der Überlastung ein. Das hat zur Folge, dass beispielsweise Webseiten nicht mehr erreichbar sind. gern genutzt, um Server zu überlasten. Laut Sony sollen jedoch Daten in Freundeslisten sowohl Einstellungen der Nutzer im PSN erhalten bleiben.

«The Witcher 2»
Zwischen Meuchelmördern und leichten Mädchen
Video: Namco Bandai Partners

Sony hat seine Nutzer bereits aufgerufen, die Login-In-Daten zu ändern, sobald das PSN wieder aktiv ist. Unklar ist weiter, wer die Daten geklaut hat. Konkurrent Microsoft hatte vor Bekanntwerden des Daten-Gaus laut looki.de offenbar nichts besseres zu tun, als Seitenhiebe auszuteilen, auf das eigene «stabile Netzwerk» zu verweisen und zu spekulieren, dass die PSN-Nutzer jetzt zu Xbox Live abwandern würden.

Ausgestanden wird das Problem für Sony noch lange nicht sein: Gegen Sony Computer Entertainment of America ist eine Sammelklage erhoben worden, berichtet gamesindustry.biz. Der Grund: Sony habe dabei versagt, adäquate Sicherheit bei persönlichen und finanziellen Daten zu gewährleisten.

Datensicherheitsunternehmen gingen zudem davon aus, dass die Panne Sony rund 24 Millionen Dollar kosten wird. Spieleentwickler befürchten derweil, dass ein Teil der verärgerten PSN-Kundschaft nicht zurückkehrt, was enorme Einbußen bei den Einnahmen bedeuten würde, meldet mcvuk.com. Zudem muss Sony sich überlegen, wie die Kosten der Spieler erstattet werden, die in der Regel Abo-Gebühren zahlen.

Wie wird die Wii? Nintendo hat offiziell bestätigt, dass die Wii 2 im Jahr 2012 auf den Markt kommt. Firmenchef Satoru Iwata halte das für nötig, weil es kaum noch möglich sei, die Käufer mit Wii-Spielen zu überraschen, heißt es bei gamesindustry.biz. Wie IGN mit Bezug auf nicht genannte Quellen meldet, soll die Konsole mehr Leistung als Xbox 360 und Playstation 3 haben und abwärtskompatibel sein.

Nintendo 3DS
Hightech für die dritte Dimension

Hartnäckig hält sich seit einigen Wochen das Gerücht, dass die Konsole einen berührungsempfindlichen Controller haben wird. Ein Dilemma scheint offenbar aber die 3D-Grafik. Darauf wird Nintendo bei der Wii 2 wohl verzichten, weil es nicht genügend 3D-Fernseher auf dem Markt gibt. Wie die neue Nintendo-Konsole aussieht, sollen diese Bilder zeigen.

Eine spielbare Version der Konsole soll auf der Electronic Entertainment Expo zu sehen sein - inklusive technischer Details. Ein schwedischer Online-Shop bietet das Gerät bereits zur Vorbestellung an, meldet spieleradar.de - für einen Preis von 4995 Kronen (etwas 560 Euro). Bei IGN heißt es mit Bezug auf nicht näher genannte Quellen, die Konsole könnte zwischen 350 und 400 US-Dollar kosten und Mitte Oktober bis Anfang November auf den Markt kommen. Unklar ist noch der Name: Bei Nintendo läuft die Konsole unter dem Arbeitstitel «Projekt Cafe», im Internet kursiert das Gerücht, der Wii-Nachfolger werde Stream heißen.

Playstation-Datenklau
Sträfliche Bummelei bei Sony
Video: dapd

Bezahlmodell. Das könnte Spielern von Electronic-Arts-Sporttiteln blühen. Der PublisherAls Publisher wird ein Unternehmen bezeichnet, unter dessen Namen neu entwickelte Spiele veröffentlicht werden. plant offenbar, ein Abomodell für das Label EA Sports, bei dem unter anderem die Fußballreihe Fifa erscheint. Pastapadre.com hat ein Dokument erhalten, dass offenbar die Pläne belegt. Die Plattform - für PC-, Xbox- und Playstation-Nutzer gleichzeitig zugänglich - könnte unter anderem als digitaler Distributionsweg fungieren. Spekuliert wird, dass Spiele oder Zusatzinhalte auf diesem Weg heruntergeladen werden könnten. Sollte EA dieses Modell realisieren, muss der Konzern vorsorgen - Hackerangriffe, wie der auf Kundendaten von Sony, gibt es derzeit immer häufiger.

Ladenhüter. Der Verkauf des Nintendo 3DS läuft nicht so erfolgreich, wie Nintendo es sich erhofft hat. Laut Nintendo-Chef Satoru Iwata seien nur 3,61 Millionen statt geplanter vier Millionen Handhelds verkauft worden, heißt es bei gamasutra.com. In Europa gingen 303.000 Geräte über den Ladentisch. Jetzt sollen die Werbemaßnahmen angekurbelt werden, damit der HandheldTragbare Spielekonsole mit integrierter Stromversorgung, die praktisch in jede Hosentasche passt. noch einmal Schwung auf dem Markt bekommt. Was manchen Kunden wohl abschreckt, ist die Tatsache, dass die Menge an 3D-Spielen überschaubar ist und die versprochenen Streaming-Dienste - etwa für 3D-Filme - bisher fehlen.

Finanzspritze. Diedeutsche Browserspieleschmiede Bigpoint hat mit TA Associates und Summit Partners finanzstarke Investoren bekommen. Das bringt 350 Millionen US-Dollar ein und forciert die Expansion auf dem Weltmarkt. Der bisherige Anteilseigner Comcast Interactive Capital's Peacock Equity Fund steigt aus. Bipoint-Gründer und Geschäftsführer Heiko Huberts bleibt seinem Unternehmen allerdings treu: «Was mich betrifft, so werde ich meine Anteile halten», hieß es in einer Mitteilung. Er glaubt, Bigpoint könne in Sachen Wert die 1-Milliarde-Dollar-Grenze erreichen.

Dreifaltigkeit. Das Rollenspiel The Witcher 2, das am 17. Mai erscheint, wird nicht PC-exklusiv bleiben. Das Entwicklerstudio CD Projekt hat bestätigt, dass im Laufe des Jahres auch Versionen für Xbox 360 und Playstation 3 veröffentlicht werden.

Kindisch. Damit das Universum in Die Sims 3 noch ein bisschen unterhaltsamer wird, erscheint am 1. Juni das Add-on Lebensfreude. In den Mittelpunkt rückt diesmal der Sims-Nachwuchs, der künftig in Baumhäusern herumtollen, Schulstreiche verüben und wilde Teenager-Partys feiern darf. Aber auch für allen anderen Lebensalter gibt es neue Spielelemente.

Die Neuerscheinungen der kommenden Woche. Arma 2 (4. Mai, PC), Men of War - Assault Squad (5. Mai, PC), The first Templar (5. Mai, PC, Xbox 360), Duke Nukem Forever (6. Mai, Xbox 360, Playstation 3, PC), Feary: Legends of Avalon (6. Mai, PC), Steel Diver (6. Mai, Nintendo 3DS).

sis/ham/sca/news.de

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