Die Neuübersetzung seines Buches «Die Zimtläden» sorgte für Furore. Nun liegt auch Bruno Schulz' zweiter Erzählband «Das Sanatorium der Sanduhr» in einer Neuübersetzung von Doreen Daume vor.
München (dpa) - Die Neuübersetzung seines Buches «Die Zimtläden» sorgte für Furore. Nun liegt auch Bruno Schulz' zweiter Erzählband «Das Sanatorium der Sanduhr» in einer Neuübersetzung von Doreen Daume vor.
Die Lektüre erfordert Geduld und Liebe zur Sprache, Kritiker bezeichnen die Geschichten als «kompliziert». Bruno Schulz wurde 1892 als Sohn eines jüdischen Textilhändlers in Drohobycz/Galizien geboren. Nach dem Abitur wollte er Maler werden, doch die finanziellen Verhältnisse zwangen ihn in ein Architekturstudium. Später verdiente er sein Geld als Zeichenlehrer. Daneben arbeitete er als Maler und Grafiker und begann zu schreiben. 1936 wurde er mit dem «Goldenen Lorbeer» der Polnischen Akademie für Literatur ausgezeichnet. 1942 kam Schulz ins Ghetto. Die Gestapo erschoss ihn wenig später auf offener Straße.
Bruno Schulz: Das Sanatorium der Sanduhr, Hanser Verlag, München, 368 Seiten, 24,90 Euro, ISBN 978-3-4462-0890-2
news.de/dpa