Die Schauspielerin Marie-France Pisier ist im Alter von 66 Jahren an ihrem Wohnort im südfranzösischen Saint-Cyr-sur-Mer gestorben. Die Französin wurde nach Angaben der Behörden am Sonntagmorgen tot in ihrem Swimmingpool aufgefunden.
Paris (dpa) - Die Schauspielerin Marie-France Pisier ist im Alter von 66 Jahren an ihrem Wohnort im südfranzösischen Saint-Cyr-sur-Mer gestorben. Die Französin wurde nach Angaben der Behörden am Sonntagmorgen tot in ihrem Swimmingpool aufgefunden.
Die Polizei ermittelt derzeit die genaue Todesursache, schließt ein Verbrechen aber aus. Am Dienstag wird es in Marseille eine Autopsie geben. Ihre Karriere begann 1961, als sie von Regisseur François Truffaut entdeckt wurde. Nach ersten Theaterrollen debütierte sie 1962 in dem Abschnitt «Antoine und Colette» des Episodenfilms «Liebe mit zwanzig». Neben der Arbeit als Schauspielerin studierte sie Politik- und Rechtswissenschaften und wurde im bewegten Studentenrevolte-Jahr 1968 nach Medienberichten Freundin von Daniel Cohn-Bendit.
Nach mehreren Genre-Filmen gelang ihr 1975 mit ihrer Rolle in «Cousin, Cousine» der Durchbruch. Sie erhielt zweimal den César für die beste weibliche Nebenrolle. Die engagierte Schauspielerin spielte auch an der Seite von Jean-Paul Belmondo und anderen Größen der französischen Filmindustrie und verfilmte zuletzt eines ihrer Bücher, das von ihrer Kindheit inspiriert war («Le Bal du Gouverneur»).
Marie-France Pisier kämpfte nach Angaben der Zeitung «Le Parisien» seit mehreren Jahren gegen Brustkrebs und war abhängig von Schlaftabletten. Eine Depression konnten die ersten Ermittlungen nach Angaben der Zeitung «Le Figaro» nicht bestätigen: Die Schauspielerin hatte Pläne, wollte anlässlich der Hommage an ihren Kollegen Belmondo im Mai zu den Filmfestspielen nach Cannes reisen.
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