Gefeierte Schauspielerin und Stilikone - Emma Watson gehört zu den einflussreichsten Jungstars der Film- und Modeszene. Die Hermine aus den Harry-Potter-Filmen gehört der Vergangenheit an. Emma Watson feiert heute ihren 21. Geburtstag.
Durch ihr Mitwirken in acht Harry-Potter-Verfilmungen ist sie längst mehrfache Millionärin geworden. Doch Reichtum allein scheint ihr nicht genug zu sein. Sie will offenbar noch einiges mehr aus ihrem Leben machen, die Welt entdecken - und lernen.
Geboren am 15. April 1990 in Paris und seit sie fünf war bei ihrer Mutter Jacqueline zusammen mit einem jüngeren Bruder im englischen Studentenstädtchen Oxford aufgewachsen, meldete ein Lehrer die kleine Emma im August 2000 bei einem Film-Casting an. Er hatte gehört, dass ein Mädchen gesucht wurde, das in der Verfilmung des ersten Harry-Potter-Bestsellers die Rolle der bezaubernden Hogwarts-Schülerin Hermine Granger ausfüllen könnte. Die gewitzt-charmante Zehnjährige mit großen Augen und den niedlichen Sommersprossen sprach vor und bekam die Rolle, die ihre weitere Kindheit und Jugend verändern sollte. Als Harry Potter und der Stein der Weisen 2001 in die Kinos kam, war Emma gerade elf und über Nacht an der Seite von Daniel Radcliffe und Rupert Grint zum berühmtesten Kinderstar-Trio der Welt avanciert.
Inzwischen hat sich Emma eine freche Kurzhaarfrisur zugelegt, die nicht zuletzt deutlich macht, dass sie und ihre beiden Freunde aus dem Internatsschüleralter herausgewachsen sind. Joanne K. Rowling, die literarische Mutter des Zauberlehrlings Harry Potter, hat indes die überaus erfolgreiche Jugendbuch-Reihe abgeschlossen. Sieben Bände hat Rowling geschafft, bis alles erzählt war, der siebte wurde fürs Kino in zwei Teile gesplittet.
Gefragt als Schauspielerin und Model
Schon Monate, bevor für Emma und ihre Kollegen im Sommer 2010 am Set von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes die endgültig letzte Klappe gefallen war, hatte sich Emma bereits an einer Uni in den USA eingeschrieben und ein geisteswissenschaftliches Studium aufgenommen. Doch damit ist jetzt vorerst Schluss. Diesen März kündigte sie auf ihrer Website an, eine kleine Pause einlegen zu wollen. «Wie ihr wisst, liebe ich die Brown University und finde es mehr als toll zu studieren, doch in letzter Zeit musste ich wirklich jonglieren, um Studentin sein und gleichzeitig meinen anderen Verpflichtungen nachzukommen. Es ist beinahe unmöglich geworden.»
In der Tat hat Emma immer viel um die Ohren: Bis Mitte vergangenen Jahres war sie beispielsweise als Model und Aushängeschild für das englische Modehaus Burberry unterwegs; für die Fair Trade Company und das Modelabel People Tree hat sie dieses und vergangenes Jahr Kollektionen herausgebracht, die unter ökologisch und sozial verträglichen Produktionsbedingungen hergestellt werden. Unter ähnlichen Vorzeichen ist sie inzwischen parallel in Kooperation mit der Designerin Alberta Ferretti an den Start gegangen und hat eine junge, frische Kleiderlinie auf den Markt gebracht. Überdies wird sie das neue Gesicht der französischen Kosmetikfirma Lancôme und damit Nachfolgerin von Julia Roberts, Penélope Cruz, Kate Winslet und Anne Hathaway.
Möglicherweise sind diese Aktivitäten allerdings nur Nebenschauplätze für Emma. Eigentlich hat sie sich nämlich vorgenommen, allen zu beweisen, dass in ihr eine ernstzunehmende, entwicklungsfähige Schauspielerin steckt. Und sie bekommt ihre Chancen. So hat sie sich gerade verpflichtet, ab Sommer in einem US-Drama über das Erwachsenwerden (The Perks of Being a Wallflower) mitzuwirken. Weiteren Angeboten sieht sie gelassen entgegen. Sollten keine passenden kommen, ist das aber auch nicht schlimm: Schließlich will sie ja ohnehin zurück in den Hörsaal und eines Tages ihren Abschluss machen.