Film Weltstar von der Themse: Carey Mulligan

Weltstar von der Themse: Carey Mulligan (Foto)
Weltstar von der Themse: Carey Mulligan Bild: dpa

Wenn Carey Mulligan in einem neuen Kino- oder Fernsehfilm auftaucht, überschlägt sich die internationale Kritik: Die in London geborene Schauspielerin wird regelmäßig mit Schlagzeilen wie «Die neue Audrey Hepburn» oder «Englands neue Kino-Königin» gefeiert.

Berlin (dpa) - Wenn Carey Mulligan in einem neuen Kino- oder Fernsehfilm auftaucht, überschlägt sich die internationale Kritik: Die in London geborene Schauspielerin wird regelmäßig mit Schlagzeilen wie «Die neue Audrey Hepburn» oder «Englands neue Kino-Königin» gefeiert.

Als Hauptdarstellerin in der Roman-Verfilmung «Alles was wir geben mussten», die jetzt in den Kinos anläuft, beweist die im Mai 1985 in London geborene Carey Mulligan erneut ihr großes Talent. Als Kathy bezaubert sie mit spröder Schönheit fern von glatten Illustrierten-Idealen und begeistert mit der feinsinnigen, facettenreichen Interpretation eines komplizierten Charakters.

Die 1985 in London geborene Carey Mulligan verbrachte einige Jahre ihrer frühen Kindheit in Deutschland. Ihr Vater, ein global agierender Hotel-Manager, arbeitete Ende der 1980er/Anfang der 1990er Jahre in einigen deutschen Städten. Carey Mulligan denkt dabei, wie sie einmal in einem Interview verriet, vor allem an viele einsame Stunden in riesigen Hotels. Die hätten sie fast erdrückt und aus ihr ein schüchternes Mädchen gemacht, erzählt sie gern.

Gegen die Schüchternheit arbeitete Carey Mulligan als Teenager in einer Schultheater-Truppe. Schon hier war der Erfolg enorm. So war die Berufswahl wohl zwangsläufig. Ihr Debüt in der 2005 erstausgestrahlten TV-Bearbeitung von Jane Austens Romans «Stolz und Vorurteil» brachte der Darstellerin viel Beifall von Publikum und Kritik. Mit ihrer alle Aufmerksamkeit auf sich ziehenden Präsenz beeindruckte Carey Mulligan im Part der Kitty, einer eher kleinen Rolle.

Es folgten Erfolge auf der Bühne des Royal Court Theatre in London und in einigen englischen Fernsehproduktionen sowie viele Preise. Den endgültigen Durchbruch und die verdiente internationale Aufmerksamkeit brachte 2009 «An Education» der dänischen Regisseurin Lone Scherfig. Die sensible Verkörperung einer 16-Jährigen, die sich im London der 1960er Jahre durchbeißt, bescherte Carey Mulligan gar eine Oscar-Nominierung.

Nach diesem Erfolg bekam sie 2010 ihre zwei bisher wichtigsten Rollen: Sie spielte die Tochter von Michael Douglas in Oliver Stones «Wall Street 2» und die Hauptrolle in Mark Romaneks Verfilmung von Kazuo Ishiguros Bestseller «Alles was wir geben mussten». Carey Mulligans herausragende Leistungen in beiden Filmen sicherten ihr für die Zukunft große Rollen in Millionen Dollar teuren Blockbustern Hollywoods.

Im nächsten Jahr wird Carey Mulligan jene Figur spielen, die Woody Allens Ex-Frau Mia Farrow 1974 Weltruhm brachte: die Daisy in der neuerlichen Verfilmung von F. Scott Fitzgeralds Roman «Der große Gatsby». Angeblich schlug Carey Mulligan Konkurrentinnen wie Keira Knightley, Michelle Williams, Natalie Portman, Anne Hathaway und Scarlett Johansson aus dem Rennen um die Rolle. Gerüchte behaupten zudem, dass sie ebenfalls im nächsten Jahr die neue «My fair Lady» sein wird.

Egal, ob nun die nächste Eliza Doolittle oder nicht: Carey Mulligan ist auf jeden Fall eine große Karriere in Europa und Übersee gewiss. Bleibt sie weiter so klug in der Rollenwahl, dürfte diese Karriere auch auf lange Zeit erfolgreich sein.

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news.de/dpa

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