Von news.de-Mitarbeiter Ronny Janke
Bald schon könnte Schluss sein mit virtuellen Rundgängen durch deutsche Großstädte. Das zumindest lassen Spekulationen zu Googles Street View vermuten. Doch das stört Microsoft nicht: Der Computergigant plant einen ähnlichen Dienst.
Kaum ein anderes Thema sorgte im Sommer 2010 für so viel Aufsehen wie Google Street View. Mit dem besonderen Dienst ermöglicht Google Maps seinen Nutzern, vom Computer aus schon vorab durch die Straßen und Ortschaften zu ziehen, die Teil der nächsten familiären Wochenendtrips sein könnten. Doch derzeit wird heftig über ein mögliches Ende des Google-Dienstes spekuliert.
Wie Search Engine Land in Erfahrung gebracht haben will, hat Google nicht vor, die Bilder der deutschen Version des virtuellen Straßenrundgangs zu aktualisieren. Weiter heißt es seitens des amerikanischen Großkonzerns, dass auch ein Ausbau des Projekts Street View derzeit keine Priorität hat. Wichtiger sei vielmehr, Straßennamen und Schilder zu erfassen, um auch weiterhin die Qualität der Basiskarten von Google Maps zu verbessern.
Der deutsche Google-Sprecher Kay Oberbeck versucht sich derweil in Schadensbegrenzung und teilte der Nachrichtenagentur dpa mit: «Wir haben den Dienst doch erst vor einigen Monaten eingeführt. Daher gibt es keinen Grund, derzeit neue Aufnahmen für Street View zu machen.» Der aktuelle Fahrplan für die Street-View-Autos legt jedoch auch nahe, dass der Dienst nach und nach deutschlandweit verfügbar sein wird.
Microsoft mit eigenen Panorama-Karten im Internet
Als noch im vergangenen Jahr Kleinwagen mit Google-Logo versehen und Kamera auf dem Dach durch Deutschland fuhren, um für die Panorama-Karten die nötigen Bilder einzufangen, beschwerten sich rund 244.000 Deutsche. Widersprüche wurden eingelegt, auch die Politik erkannte die Brisanz des Themas. Politiker sahen den Datenschutz in Gefahr und machten gegen das Abfotografieren von Häuserfassaden mobil.
Die Widersprüche konnten zwar das Projekt nicht stoppen, sorgten aber für eine Verpixelung derjenigen Häuser, deren Besitzer sich gegen eine Abbildung im Internet gewehrt hatten. Im November 2010 ging der Dienst zunächst für 20 deutsche Großstädte online.
Dass Google - wenn auch nur in Deutschland - tatsächlich Abstand von seiner revolutionären Straßenkarte nimmt, ist wohl nicht zu erwarten. Denn die Konkurrenz zieht bereits nach: Microsoft strebt mit dem Projekt Streetside einen ähnlichen Panoramablick an. Bisher hat sich noch kein Bürger dagegen zur Wehr gesetzt, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) von Microsoft verlangte, sich an jene Standards zu halten, auf die sich zuvor auch Google mit Street View einlassen musste. Die Kameraautos von Microsoft stehen ungeachtet dieser Scharmützel schon in den Startlöchern. Los geht es am 9. Mai, dann zuerst auf bayerischen Straßen.
Hi gmx-net-community, wo kann der Widerspruch gg. 'streetside' bei microsoft eingelegt werden? Gibt es schon 1 account dafür? MfG RMFCGN P.S. Wieso müssen die Anbieter - f. wen auch immer - neue Ansichten in eigenen Dateien kreieren? Google earth- n streetview reichte völlig, um ggfls. gesperrt zu werden! Exhibitionismus u. Selbstdarstlg.!!!
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