Musik Flip Grater: Melancholie aus Neuseeland

Schöner Name, wunderschönes Album: Mit «While I'm Awake I'm At War» hat die Neuseeländerin Flip Grater ein einfühlsames Singer-Songwriter-Album vorgelegt, das mit leichten Country-Anklängen von einem großen Maß an süßer Melancholie getragen wird.

Flip Grater: Melancholie aus Neuseeland (Foto)
Flip Grater: Melancholie aus Neuseeland Bild: dpa

Berlin (dpa) - Schöner Name, wunderschönes Album: Mit «While I'm Awake I'm At War» hat die Neuseeländerin Flip Grater ein einfühlsames Singer-Songwriter-Album vorgelegt, das mit leichten Country-Anklängen von einem großen Maß an süßer Melancholie getragen wird.

Bei dem wunderbaren Label Make My Day Records hat Grater einen Heimat gefunden, wo Singer-Songwritern seit Jahren eine angemessenen Platz eingeräumt wird. Vorzugsweise aus Skandinavien kommen Künstler wie Schtimm, Britta Persson und der leider viel zu früh verstorbene Saint Thomas, die vorzugsweise mit leisen Tönen gegen das Elend ansingen.

Diese viel beschworene skandinavische Tristesse zeichnet auch die 11 Songs auf Flip Graters drittem Album aus, auf dem viel von Einsamkeit, Tränen und Regen gesungen wird. Das aber auf eine ziemlich berückende Art und Weise, die unter die Haut geht.

Gemächlich ist das Tempo, das die Neuseeländerin anschlägt, deren leicht sinnlich-schläfrige Stimme die spärlich instrumentierten Songs beherrscht, die gerne auch mit einem dezenten Streicherteppich und Hintergrundchor sanft veredelt werden, ohne dabei ins Rührselige oder Kitschige abzudriften.

Die Welt ist akustisch, in der sich Flip Grater bewegt. Das heißt aber nicht, dass ihr die E-Welt nicht zusagt, auch wenn sich der Einsatz der Electric Guitar der gemächlichen Gangart von «While I'm Awake I'm At War» harmonisch einfügt. Auch Percussions und Drums setzten nur partielle Akzente.

Stilistisch hat man Flip Grater in die Nähe von Carla Bruni und Eleni Mandell gebracht, aber man kann die Neuseeländerin auch problemlos in den melancholisch geprägten Teil von Skandinavien verfrachten. Schließlich hat sie einige Zeit in Schweden gelebt, das Land aber mit gebrochenem Herzen wieder verlassen, um sich schließlich den Kummer von der Seele zu singen. Die Wunden dürften inzwischen verheilt sein, die Traurigkeit ist geblieben.

Tourdaten: 26.03.11 Dachau, Cafe Gramsci - 27.03.11 Nürnberg, Pegnitzbühne - 28.03.11 Hannover, Sing Sing - 29.03.11 Gera, Songtage - 30.03.11 Berlin, Monarch - 31.03.11 Hamburg, Astrastube - 01.04.11 Bad Salzuflen, Cafe del Sol - 02.04.11 Schwerin, Speicher

www.makemydayrecords.de

news.de/dpa

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