Clip-Tipp Literatur to go

Ein Buch geht auf Reisen: Was den Druckwerken sonst nur in der Urlaubsreisetasche vergönnt ist, wird im Stop-Motion-Clip Have a break zur filmischen Realität. Eine liebevolle Hommage an das älteste Massenmedium der Welt.

Clip-Tipp Buch (Foto)
Ein Buch auf Reisen: Frédéric Beigbeders Roman Der romantische Egoist begibt sich auf Wanderschaft. Bild: screenshot news.de (youtube)

Der romantische Egoist wandert vom Schreibtisch aus über SternSpiegel und Times dahin, flaniert an Lawrence von Arabien,  Julian Assange und Marilyn Monroe vorbei, und bahnt sich schließlich seinen Weg in die Küche, wo Apfel und Orangen ein Stück seiner Wanderung begleiten. Nach einem guten Tässchen Kaffee folgt die Kippe danach auf dem Balkon, ehe nach dem Rückweg ein Treffen mit Frank Schätzing ansteht.

Bei dem hier beschriebenen wandelnden Egozentriker handelt es sich aber keineswegs um ein Wesen aus Fleisch und Blut, sondern vielmehr um den gleichnamigen Roman von Frédéric Beigbeder, dem ein für Bücher ungewöhnlicher Bewegungsdrang eigen ist. Zu sehen sind die Wanderjahre des Werks im Stop-Motion-Clip-Tipp Have a break.

Literarische Pausen: Zwischen Monroe, Assange und Schätzing
Video: Youtube

David Brych, einer der beiden Filmemacher, sieht das Video als eine Art Hommage: «In einer Zeit der Schnelllebigkeit und der Bildschirmmedien sahen wir uns gezwungen, an ein altes Relikt und dessen Möglichkeiten zu erinnern: das Buch.» Mit Have a break wollen David Brych und Jakob Deutsch deshalb demonstrieren, was Bücher alles erleben können. Auch der Slogan «Books are more than paper» soll den Wert des literarischen Werks unterstreichen und wieder zum Lesen animieren.

Bücher seien nun mal mehr als Papier und Dekoration in der Anbauwand, findet Brych: «Sie sind die Quelle für Fantasie und Kopfkino, schaffen Bilder im Kopf und zugleich Besinnung». Durch sie habe man die Möglichkeit, sich zu informieren oder zu unterhalten, Bücher können spannend, traurig, lustig oder romantisch sein. «Außerdem fördern sie die Konzentration und erweitern den Horizont.» 

Genügend Gründe also, um Beigbeders romantischen Egoisten stellvertretend für die Bücherwelt auf eine bewegte Reise zu schicken.

ruk/reu/news.de

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