Auch schlechte Filme haben ihren Preis: Am Vorabend der Oscars wird traditionell die «Goldene Himbeere» verliehen. Diesmal ging der Schmähpreis an Sarah Jessica Parker und ihre Kolleginnen aus Sex and the City sowie an Ashton Kutcher.
Twilight-Fans können aufatmen: Der dritte Teil der Vampirsaga, Eclipse, kam bei der Vergabe der «Goldenen Himbeere», dem sogenannten Anti-Oscar, noch einmal davon. Lediglich Jackson Rathbone erhielt den Negativpreis; er spielte in Eclipse die Rolle des Jasper Hale. Ganze neun Mal war der Streifen mit Robert Pattinson und Kristen Stewart nominiert, unter anderem als schlechtester Film des Jahres 2010.
Mit diesem Titel kann sich nun das Fantasie-Spektakel Die Legende von Aang schmücken. Bei der Vergabe der «Razzie»-Schmähpreise am Samstagabend (Ortszeit) in Los Angeles holte der Streifen von M. Night Shyamalan gleich fünf Trophäen, unter anderem für die schlechtestes Regie und das fürchterlichste Drehbuch.
Sex & the City 2 sammelte drei «Goldene Himbeer»-Trophäen ein, für schlechteste Fortsetzung, Ensemble-Besetzung und Hauptdarstellerin. Diesen Preis dürfen sich die Frauenclique Sarah Jessica Parker, Kim Cattrall, Kristin Davis und Cynthia Nixon teilen.
Ashton Kutcher verdankt seine Trophäe als schlechtester Schauspieler gleich zwei Rollen. Aus Sicht der Preisverleiher versagte er in der romantischen Komödie Valentinstag und in dem Action-Slapstick Kiss & Kill.
Die Razzies, die 1980 von dem Cineasten John Wilson als Gegenstück zur glanzvollen Oscar-Verleihung ins Leben gerufen wurden, werden traditionell einen Tag vor den Academy Awards verliehen.
Einen Preis gab es auch für Black Swan - allerdings im positiven Sinne. Einen Tag vor der Oscar-Gala hat das Ballettdrama mit Hauptdarstellerin Natalie Portman bei der Vergabe der Independent Spirit Awards abgesahnt. Der Thriller um eine ehrgeizige Ballerina holte vier Trophäen, als bester Film, für Regie (Darren Aronofsky), Kamera und die weibliche Hauptrolle. Die hochschwangere Portman, die auch als Oscar-Favoritin gilt, nahm den Preis strahlend entgegen.
Oscar-Anwärter James Franco wurde für seine Rolle in dem Überlebensdrama 127 Hours zum besten Hauptdarsteller gekürt. Die Nebendarstellerpreise gingen an Dale Dickey und John Hawkes aus dem düsteren Familiendrama Winter's Bone.
Der diesjährige Oscar-Favorit The King's Speech gewann in der Sparte «Bester ausländischer Film». Das britische Historiendrama war nur in dieser Kategorie nominiert gewesen. Die Spirit Awards sind Hollywoods Alternativauszeichnung für amerikanische Filmproduktionen, die nicht mehr als 20 Millionen Dollar gekostet haben. The King's Speech mit einem Budget von rund 15 Millionen Dollar wurde von britischen Produzenten in London gedreht.
Die Oscars werden in der Nacht zu Montag, 28. Februar, verliehen. Pro7 berichtet ab 1.10 Uhr live von der Gala in Los Angeles. Und news.de hält Sie mit einem Liveticker auf dem Laufenden.
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car/news.de/dpa