Von Christoph Driessen
Heute Abend wird es in Unser Song für Deutschland gewählt - das Lied, mit dem Lena beim Eurovision Song Contest in Düsseldorf antritt. Schon jetzt muss sich Produzent Stefan Raab mit harscher Kritik am Lena-Alleingang auseinandersetzen.
Es ist zwar ein Widerspruch, aber auch ein deutliches Signal: Lenas Album steht auf Platz eins der Charts, aber die Quoten ihrer Grand-Prix-Vorentscheide sind schwach. Das kann nur bedeuten: Die Leute finden ihre Musik durchaus gut, aber deshalb akzeptieren sie noch lange keine Casting-Show, bei der nur eine einzige Kandidatin zur Auswahl steht.
«Mission Titelverteidigung» nennt das der Mann, der bei diesem Projekt alles im Alleingang entscheidet, der Ex-Jesuitenschüler, Ex-Metzgergeselle, Ex-Jingle-Produzent und amtierende Gaga-König Stefan Raab. Er pflegt seine Geistesblitze nicht erst abzuklopfen und abzusprechen. Die Lena-macht-das-nochmal-Idee verkündete er einfach ganz spontan im Fernsehen. In der Zwischenzeit übt Allround-Talent Raab eifrig Selbstkritik. Wie er in einem Spiegel-Interview eingestand, könnte es sein, «dass das mit der Titelverteidigung eine Scheißidee war.»
Das Raab-Image
Die ARD-Intendanten dürften den bevorstehenden Ärger geahnt haben, als sie den Pakt mit Stefan Raab schlossen: Der Alleinentscheider und die öffentlich-rechtliche Gremiendemokratie sind eigentlich nicht kompatibel, weil er sich nirgendwo reinreden lässt. Darum musste die Not ja auch erst riesengroß sein, bevor die Sendergewaltigen der ARD ihr Heil bei dieser Ikone des Privatfernsehens suchten.
Köln ist der Sitz vieler Fernsehsender. Der WDR residiert direkt am Dom in der Innenstadt. RTL hat ein piekfeines Sendezentrum am Rhein in den denkmalgeschützten ehemaligen Messehallen bezogen. Und Raabs Brainpool-Studios: Wie kommt man dahin? Erst mal ziemlich weit mit der U-Bahn bis zur Keupstraße fahren, bekannt als Klein-Istanbul, und dann beim Türken an der Ecke links.
Die Studios wirken in etwa so schmuddelig wie Raabs Image in seiner Anfangsphase. Aber das sollte man nicht als Schwäche, sondern als Stärke begreifen. Trotz all seiner Erfolge hat Raab den Bodenkontakt nicht verloren. Er mag sein Publikum. Den Beweis dafür liefert er in den Werbepausen von TV Total: Um die Zeit zu überbrücken, läuft er dann für die Studiogäste mitunter zu großer Form auf, imitiert Schlagerstars und improvisiert Wunschmelodien. Kurioserweise ist das viel unterhaltsamer als alles, was er anschließend vor der Kamera abzieht.
Das optimale Lied für Lena
Raab bleibt dabei, dass er auch diesmal wieder das richtige Gespür gehabt hat. Lenas Titelverteidigung mache den Grand Prix doch viel interessanter: «Jetzt gibt es sozusagen einen Gejagten, einen FC Bayern.» Das mag für den Eurovision Song Contest selbst gelten, aber wohl weniger für den Vorentscheid, bei dem Lena gegen Lena antritt.
Der Noch-Feuilletonchef der Wochenzeitung Die Zeit, Florian Illies (Generation Golf), zieht daher einen anderen Bayern-Vergleich: «Das wäre in etwa so, als wenn in der Fußball-Bundesliga dieses Jahr nur Bayern München gegen Bayern München spielen würde, weil sie letztes Jahr doch so überzeugend Meister geworden sind.»
Der NDR-Intendant Lutz Marmor nimmt seinen ungleichen Partner in Schutz: «Sie müssen doch sehen, dass Stefan Raab schon derjenige war, der diesen Erfolg möglich gemacht hat.» Das Wichtigste sei jetzt nicht eine möglichst hohe Einschaltquote, sondern das optimale Lied für Lena.
Falls es eine der beiden Raab-Kompositionen wird, die noch im Rennen sind, wird er auf die Moderation des Eurovision Song Contests verzichten müssen - so sind die Regeln. Er wird dann kurz mit den Zähnen knirschen - großen Zähnen, wie man weiß -, aber im Übrigen gilt: «Ich freue mich auf die Aufgabe, die dann auf mich wartet. Man muss im Leben flexibel sein.» Und was soll man sagen: Man glaubt es ihm sogar.
Unser Song für Deutschland - Das Finale, 18. Februar, 20.15 Uhr, Das Erste
roj/wam/reu/news.de/dpa
ich weiss mir auch keinen rat warum sie noch einmal antritt, wenn sie ein wirklich große sängerin wär hätte ich gesagt gut das passt, aber das ist sie nicht ,sie ist keine gute sängerin und auch nicht gut provormen kann sie,da sind mir die jetzigen DSDS Sänger lieber,davon halte ich eigentlich auch nichts aber es sind junge leute wenn sie es schaffen dann sollen sie es machen
jetzt antwortenKommentar melden... und dafür zahlt man nun Fernsehgebühren! Oh deutscher Fernsehzuschauer, wie tief bist Du gesunken. Die Macher der ARD gehören zu Schadenersatz verpflichtet, denn so ein Schrott gehört ins werbefinanzierte TV-Geschehen. Gott sei Dank habe ich andere Interessen als mir eine Hupfdohle ohne Stimme und mit unverständlichem Englisch anzuschauen. Und ein Raab wird sowieso nie mein Freund werden. Ich will meine Gebühren zurück!!!!!
jetzt antwortenKommentar meldenAch Ronny, lass es lieber sein - Tippen ist irgendwie nicht Deine Stärke.
jetzt antwortenKommentar meldenDie Frage ist doch wie lange sie auf platz 1 bleibt.und finale hin finale her das will eh keiner sehen.da schau ich mir lieber ein guten film an als so ein mist Lena ist wie kübelböck oder katzenberger können auch nicht Singen.aber jeden das seine.Ich glaube nicht das Lena noch mal gewinnen tut bei der ECV egal was sie singen tut aber naja abwarten.
jetzt antwortenKommentar meldenIch drücke Lena heute Abend die Daumen, damit sie unser Vertreter für den ESC wird.*schmunzel* Ihr Supervisor Raab kann sich beruhigen, seine Kandidatin wird Deutschland vertreten. Kein Grund nun die Medien ob ihrer gerechtfertigten Kritik an der "ESC-Geiselnahme durch Raab/Lena" anzugreifen. Wie blauäugig muss ein öffentlich-rechtlicher Sender wie die ARD sein, sich an einen eigentlich nur durch Lautstärke aufgefallenen Musiklaien und eine "glucksende Abiturientin" ein zweites Mal auszuliefern, die -warum auch immer- einen Grand Prix gewonnen haben. Armes "Schland".
jetzt antwortenKommentar meldenTja, drum singe wem Gesang gegeben. Lena mag ja ganz niedlich sein...über Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten...aber hier kommt es ja vor allem auf die Stimme, den Gesang an und ich denke, wer die Tonleiter nicht halten kann und dazu noch eine Kauderwelsch von engl. singt, der sollte doch lieber vor dem hauseigenen Spiegel auftreten...Mein Tip...im letzten Drittel...der letzte Platz wäre der richtige....
jetzt antwortenKommentar meldenKomentare sind erst nach der Sendung möglich .
jetzt antwortenKommentar meldenIch hab heute morgen im Radio 2 von den 6 Liedern gehört, die Lena "singen" soll. Musikalisch gar nicht so schlecht, nur leider "singt" Lena noch immer völlig talentfrei im Englischen wie auch stimmäßig. Das Gequitsche ist nicht zu ertragen
jetzt antwortenKommentar meldenGut und schön Lena hat letztes Jahr gewonnen, sie ist nett hat auch eine gute Ausstrahlung .....aber Stimme ???? Irgendwie hört sich alles irgendwie gleich an, was sie singt und ich denke auch , das Lena einen der letzten Plätze belegen wird.
jetzt antwortenKommentar meldenIch verstehe nicht, warum Lena überhaupt noch einmal antritt. Sicherlich war die Freude über ihren Sieg groß, aber merkt das Mädchen nicht, das sie von Herrn Raap verheizt wird. Vor Allem zu welchem Preis? Ich wünsche Lena wirklich alles Gute, glaube aber eher, dass Lena in den letzten Plätzen zu finden ist. Die Lieder hauen einen auch nicht gerade vom Hocker, hört sich alles gleich an. Dieses Jahr wird was Peppiges gewinnen, da bin ich mir sicher und für was Peppiges reichts bis jetzt bei Lena nicht. Meine Meinung.
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