Von news.de-Redakteur Christian Vock
Maria Furtwängler schlägt ihre Kollegen: Im Drama Schicksalsjahre sahen ihr knapp 500.000 Zuschauer mehr zu als Sabine Postel im Bremer Tatort. Furtwängler erzählt die Lebensgeschichte einer Frau, die sich in den Kriegswirren nicht unterkriegen lässt.
Maria Furtwängler kann's auch ohne Krimi. Das Drama Schicksalsjahre (lesen Sie hier die TV-Kritik), dessen erster Teil gestern Abend im ZDF lief, sahen rund 8,06 Millionen Zuschauer. Damit schalteten rund 500.000 Zuschauer mehr beim ZDF ein als beim öffentlich-rechtlichen Kollegen ARD. Den Bremer Tatort Stille Wasser mit dem Ermittlerduo Sabine Postel und Oliver Mommsen sahen 7,58 Millionen Zuschauer.
Damit hatte das ZDF zwar ausgezeichnete Marktanteile von 20,9 Prozent (Tatort: 19,6 Prozent) beim Gesamtpublikum, bei der werberelevanten Zielgruppe der 14 bis 49-Jährigen erreichte Schicksalsjahre jedoch nur einen Wert von 9,3 Prozent (1,37 Millionen Zuschauer). Hier hatte wiederum der Tatort mit 15,7 Prozent (2,57 Millionen Zuschauer) die Nase vorn.
Damit war der Sonntagabend gestern fest in der Hand der Öffentlich-Rechtlichen. Lediglich bei RTL konnte man mit dem Science-Fiction-Thriller Der Tag, an dem die Erde stillstand in ähnliche Sphären vordringen. 4,91 Millionen Zuschauer verfolgten Keanu Reeves und Jennifer Connelly bei der Rettung der Welt. Das entspricht Marktanteilen von 13 Prozent beim Gesamtpublikum und stolzen 16 Prozent bei den Werberelevanten.
Auch die anderen Sender kamen auf ordentliche Zahlen. ProSieben lockte mit der Adam-Sandler-Komödie Leg dich nicht mit Zohan an immerhin 3,7 Millionen Zuschauer an (10,1 Prozent). Auch bei Sat.1 konnte man zufrieden sein. Die neue Staffel von Navy CIS holte mit 4,07 Millionen Zuschauern ebenso gute Ergebnisse wie die neue Staffel von The Mentalist (3,95 Millionen Zuschauer), die gleich im Anschluss lief.
Gewinner des Abends bleibt, zumindest beim Gesamtpublikum, der ZDF-Zweiteiler Schicksalsjahre. Maria Furtwängler erzählt darin die Geschichte von Ursula Heye, der Mutter des ehemaligen Regierungssprechers Uwe-Karsten Heye. Die wird während des Zweiten Weltkrieges von ihrem Mann Wolfgang (Pasquale Aleardi) getrennt und muss sich fortan alleine mit den beiden Kindern durchschlagen. Zuerst in der Diktatur der Nazis, dann in der der SED und schließlich in Westdeutschland in der Diktatur des Kapitals. Eine packende Familiengeschichte und zugleich eine intelligente Lehrstunde in deutscher Geschichte. Der zweite Teil von Schicksalsjahre ist heute um 20.15 Uhr im ZDF zu sehen.
sua/reu/news.de
Ich bin Jahrg. 53 und habe als Nachkriegskind in der damaligen DDR vieles von der Hitlerzeit vom Krieg, Ostfront,Gefangenschaft in England (mein Vater)in Sibirien usw. von Zeitzeugen erzählt bekommen sicher wie viele in meinem Alter. Was mich ärgert ist das ich viel mehr hätte aufschreiben müssen denn von diesen Zeitzeugen leben immer weniger! Solche Schicksale müssen immer wieder aufgezeigt werden wohin ein bedingungsloser Glauben führen kann und wie verführbar ein ganzes Volk war.Das dieses nie wieder geschieht muß vor allem der Jugend die Geschichte aufgezeigt werden.
jetzt antwortenKommentar meldenNatürlich waren die Nazis an allem Schuld! Wer sonst?
jetzt antwortenKommentar meldenmich hat der Film etwas enttäuscht; es gab zu DDR-Zeiten bessere Filme und Serien vom Fernsehfunk über dieses Thema( z.B. Wege übers Land ) und die Zeitsprüngen von Gegenwart und Vergangenheit fand ich nicht so verständlich.. mal sehen, wie es heute weiter geht....
jetzt antwortenKommentar meldenDas ist keine Geschichtsschreibung ! Auch wieder mal die Falschmeldung zu den TOTEN von Dresden.Die Dresdner meinen sie müssten diesen Tag alleine und in stille gedenken.Dann sollen sie es mal tun und der 25000 Toten gedenken. Verdammt wann lernen unsere Bürger das es sich hier um mindestens 100000 o. mehr handelt. Deutsche lasst Euch weiter verarschen,ihr wollt nicht das die eigene Geschichte auf gearbeitet wird!!! Ich werde meine Kraft weiter dafür einsetzen das die Sieger ihre Siegerjustiz nicht weiter fort setzen.Das bin ich den Soldaten die bestimmt nicht Freiwillig in den Krieg zogen.
jetzt antwortenKommentar melden"Schicksalsjahre" ist ja sehr gut umgesetzt, trotzdem werde ich einen Ohrwurm nicht los: ..................................WIKILEAKS ......................Schauspielerdepeschen ..................................."Teflon"
jetzt antwortenKommentar meldenEin großer Film, der die Üblichen historischen Plattitüden bedient: böse Nazis, die an allem Schuld sind. Dann aber die geradezu verniedlichende Darstellung der sowjetischen "Befreier". Das erschütternde Drama der Flucht wird völlig ausgeblendet. Fam.Heye kam durch, doch um sie herum starben tausende Flüchtlinge auf dieser Strecke. Zu Wasser wurden sie torpediert, zu Lande von Tieffliegern gejagt und zerfetzt.
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