Der Chef musste dran glauben: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist zur Zielscheibe von Hackern geworden. Unbekannte knackten die offizielle Fanseite des Facebook-Chefs und schoben dem Jungmilliardär eine ungewollte Statusmeldung unter.
Peinliche Panne für den Facebook-Gründer: Ein oder mehrere Hacker hatten offenbar Zugriff auf das Facebook-Profil von Mark Zuckerberg und posteten eine Meldung, die den Boss und das Unternehmen nicht sonderlich erfreuen dürfte. Der Eintrag lautete: «Lasst das Hacken beginnen: Wenn Facebook Geld braucht, warum soll es zu den Banken gehen, wenn Facebook auch seine Nutzer auf soziale Weise investieren lassen kann? Warum nicht Facebook in ein soziales Unternehmen verwandeln, wie es der Nobelpreisträger Mohammad Yunus beschrieben hat? Was denkt ihr?»
Damit spielen die unbekannten Eindringlinge vermutlich auf die Berichte der vergangenen Wochen an, in denen der Wert des Unternehmens mit 50 Milliarden Dollar angegeben wurde. Laut dem Online-Angebot des britischen Guardian sei die Nachricht innerhalb weniger Minuten von mehr als 1800 Nutzern mit einem «gefällt mir» bedacht worden, bevor sie gelöscht wurde. 500 Fans von Zuckerberg kommentierten den merkwürdigen Status. Derzeit hat Zuckerbergs Seite rund 2,8 Millionen Fans, die damit auch die Statusmeldung angezeigt bekamen.
Der Eintrag verlinkte auf einen Artikel der englischsprachigen Wikipedia, der das Konzept des «Social Business» beschreibt. (Hier die deutsche Version.) Neben der unzweideutigen Anspielung unterminiert er die Beteuerungen des Konzerns, dass jeder Nutzer Herr über seine Privatsphäre und seine Daten sei.
Facebook hat sich bisher in der Angelegenheit nicht zu Wort gemeldet. Dass der Eintrag womöglich doch von Zuckerberg selbst stammt scheint allerdings mehr als unwahrscheinlich. Speziell in Anbetracht des Verkaufs von Anteilen für 450 Millionen Dollar an die Investment Goldman Sachs Anfang Januar und dem erwägten Börsengang wäre ein solches Posting extrem geschäftschädigend gewesen.
Der Jungmilliardär kann sich immerhin damit trösten, dass er nicht der Einzige ist, dessen Facebook-Seite diese Woche gehackt wurde. Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy musste sich ebenfalls ungebeter virtueller Gäste erwehren.
ruk/wam/news.de