Fernsehen Irina Palm

Irina Palm (Foto)
Irina Palm Bild: dpa

Berlin (dpa) ­ Sexarbeit zwecks Lebensrettung? Das klingt nach verkitschtem und verlogenem Drei-Groschen-Roman. Davon aber hat die melancholische Filmkomödie «Irina Palm» (WDR, 23.15 Uhr) gar nichts. Neben der Intelligenz der Inszenierung des belgischen Regisseurs Sam Gabarski ist das vor allem Hauptdarstellerin Marianne Faithfull zu verdanken.

Berlin (dpa) ­ Sexarbeit zwecks Lebensrettung? Das klingt nach verkitschtem und verlogenem Drei-Groschen-Roman. Davon aber hat die melancholische Filmkomödie «Irina Palm» (WDR, 23.15 Uhr) gar nichts. Neben der Intelligenz der Inszenierung des belgischen Regisseurs Sam Gabarski ist das vor allem Hauptdarstellerin Marianne Faithfull zu verdanken.

Marianne Faithfull spielt eine Mittfünfzigerin aus dem Mittelstand, deren Enkel schwer krank ist. Um Geld für seine Behandlung zu verdienen, nimmt die zunächst naive und zurückhaltende Maggie ihr Leben im wahrsten Sinne des Wortes selbst in die Hand und einen Job in einem Londoner Sexclub an. Unter dem diverse Fantasien anregenden «Künstlernamen» Irina Palm (Palm = Handinnenfläche) sitzt sie hinter einer Wand mit Loch.

Erst angeekelt, dann mehr und mehr routiniert, befriedigt sie die Lust der Kunden: Die stecken ihr «bestes Stück» durch, und die Rentnerin sorgt mit sicherem Griff für ihre Erleichterung. Bald entdeckt nicht allein Club-Besitzer Miklos (Miki Manojlovic) Maggies Besonderheit: Keine hat so zarte Hände wie sie. Sehr schnell ist die «wichsende Witwe», wie sie sich selbst bezeichnet, weithin berühmt. Die Kunden stehen Schlange. Vor den scheinheiligen Nachbarn, aber auch vor der eigenen Familie verheimlicht sie ihre Arbeit zunächst. Was zu einer Reihe von zum Teil harschen Konflikten führt.

news.de/dpa

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