Fernsehen Tatort: Unter Druck

In einem Zeitungsverlag wird ein Unternehmensberater über eine Brüstung gestoßen. Er stürzt in den Tod. War es jemand aus der Belegschaft, die um ihre Arbeitsplätze fürchtet?

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Tatort: Unter Druck Bild: dpa

Köln (dpa) - In einem Zeitungsverlag wird ein Unternehmensberater über eine Brüstung gestoßen. Er stürzt in den Tod. War es jemand aus der Belegschaft, die um ihre Arbeitsplätze fürchtet?

Die Kölner «Tatort»-Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) ermitteln an diesem Sonntag (20.15 Uhr, ARD) in einem Medienhaus, in dem ein Klima der Angst und des Misstrauens herrscht.

Die Situation, die dem «Tatort» mit dem Titel «Unter Druck» zugrunde liegt, könnte die Drehbuchautorin Dagmar Gabler in Teilen der Wirklichkeit entnommen haben. Ein alteingesessener Verlag steht vor der Fusion mit einem internationalen Konzern, um mit der sich ändernden Medienwelt Schritt halten zu können. «Internet, Blogs - die Zeiten haben sich geändert», sagt Verlagsleiter Ludwig Brinkmann (Hansjürgen Hürrig), ein Blattmacher vom alten Schlag.

Der jungdynamische Geschäftsführer Lars Fraude (Johann von Bülow) hat sich deshalb eine Unternehmensberatung ins Haus geholt, die die Arbeitsprozesse optimieren soll. Doch die geplante Fusion wird Stellen kosten. Der Personalchef des Verlags (Felix Vörtler) hat schon eine schwarze Liste mit 200 Namen von Mitarbeitern angelegt, die «im Bedarfsfall» rausfliegen sollen. Entsprechend schlecht ist die Stimmung unter den Beschäftigten. Der getötete Unternehmensberater hatte kurz vor seiner Ermordung noch Streit mit dem Leiter der Druckerei (Volker Weidlich).

Doch während den Unternehmensberatern seitens der Belegschaft Wut und Hass entgegenschlägt, lernen Ballauf und Schenk auch die andere Seite kennen: Die Berater stehen selbst unter großem Druck, es ist ein knallharter Job mit 14-Stunden-Tagen, ohne Zeit fürs Privatleben. Überdies gab es offenbar Spannungen zwischen der ehrgeizigen Teamleiterin Rita Landmann (Claudia Michelsen) und ihrem toten Kollegen.

Mit seinem ersten «Tatort» ist dem Regisseur Herwig Fischer ein Fall gelungen, bei dem die Frage nach dem Täter bis zum Schluss spannend bleibt. Anders als viele vorherige Fälle der Kölner Kommissare hat «Unter Druck» nichts von einem Sozialdrama. Auch die sonst oft üblichen Probleme mit Freddys Tochter werden dieses Mal ausgespart - ohne dass man dies als Zuschauer vermissen würde.

news.de/dpa

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