So., 27.05.12

Restaurant-Doku 11.01.2011 Mit Vox auf Katastrophenjagd

Ingrid und Kurt (Foto)
Eine Katastrophe jagt die nächste: Ingrid und Kurt Stehr wollen ihr erstes Restaurant eröffnen. Bild: VOX

Von news.de-Mitarbeiterin Annika Einsle

Konkurrenz für Wittler, Rach und Co.? Vox zeigt in Unser erstes Restaurant Jungunternehmer, die ihren Traum vom eigenen Betrieb verwirklichen wollen. Geld und Zeit der Existenzgründer sind knapp - und bei einigen scheint nur ein Wunder zu helfen.

Der Holzboden des 350 Jahre alten Landgasthofs löst sich auf, an den türkisblauen Wänden wuchert schwarzer Schimmel und in den Decken klaffen große Löcher. «Wir würden alles aufgeben, nur um unseren Traum zu erfüllen», sagt Ingrid Stehr aus Beverstedt. Drei Monate haben sie und ihre Familie sich als Zeitrahmen gesetzt - dann wollen sie ihr Restaurant eröffnen.

Kaminstube, Festsaal, Kegelbahn und Küche - die Stehrs waren vom ersten Moment an verzaubert. Dabei scheint die siebenköpfige Familie allerdings übersehen zu haben, dass ihr «renovierungsbedürftiges» Anwesen eher reif zum Abriss ist.

Schon nach wenigen Minuten der neuen Doku-Soap Unser erstes Restaurant wird klar: Hier hat Vox alles, was an quotenträchtigem Dokutainment durch die TV-Landschaft geistert, in den Mixer gehauen und auf die Turbotaste gedrückt. Chaotische Baustellen, verzweifelte Menschen, nichts läuft, wie es soll, und eine Katastrophe jagt die nächste.

In zwölf Folgen begleitet der Sender ab sofort immer dienstags Menschen in sieben deutschen Städten, die sich mit einem eigenen Restaurant, einer Bar oder einem Club verwirklichen wollen. Mit diesem Konzept hat der Sender einen wilden Mix aus Wittler, Rach und Co. geschaffen - nur, dass sich die Existenzgründer ohne fremde Hilfe durchschlagen müssen. Und während sich der Zuschauer am heimischen Bildschirm ganz entspannt auf dem Sofa zurücklehnt, wissen die zukünftigen Restaurantbetreiber nicht, wo ihnen der Kopf steht.

Das Geld wird knapp

Familie Stehr zum Beispiel ist mit einem Grundkapital von 10.000 Euro in die Renovierungen gestartet. Doch schon nach zwei Wochen geht ihr das Geld aus. «Wir müssen den Kredit kriegen», sagt Sohn Benni, der die Kameras in der ersten Folge durch das Gruselkabinett führt. «Wenn wir den nicht kriegen, steht das ganze Gebäude hier kurz vor dem Kippen.»

Etwas gesitteter geht es hingegen bei Nicole und Tom aus Lohmar bei Köln zu. Sie wollen aus einem Kellerloch ein modernes Szenerestaurant machen. Und mit einem Budget von 100.000 Euro haben sie auch wesentlich bessere Chancen, ihr Projekt zum Erfolg zu führen. Doch auch bei ihnen – wie sollte es anders sein – läuft nicht alles rund.

Genau wie bei Michael und Suzi in Bonn: Zwei Wochen haben die beiden Geschwister noch, dann soll Michaels BarbaraBar ihre Pforten öffnen. Die Flyer mit dem Termin sind bereits gedruckt und verteilt. Der 23-jährige Existenzgründer macht keine halben Sachen: «Theoretisch gesehen ist das hier echt ein Chaosprojekt. Aber Menschen wie ich setzen alles auf eine Karte», sagt er selbstbewusst in die Kamera. Wenn er sich da mal nicht verzockt.

Bereits 2008 hatte Vox mit dem sehr ähnlichen Format Mein Restaurant versucht, beim Publikum zu punkten - und ist daran gescheitert. Ob der Sender diesmal mehr Erfolg hat - und möglichst viele Zuschauer von den neuen Goodybe Deutschland-Folgen hinüberretten kann, die immer vorher zur Prime-Time laufen - das wird sich zeigen.

Unser erstes Restaurant, ab Dienstag, 11. Januar, immer dienstags, 22.15 Uhr, Vox

pfj/news.de
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