Musik Opulente Edition: Schillers «Lichtblick»

Opulente Edition: Schillers «Lichtblick» (Foto)
Opulente Edition: Schillers «Lichtblick» Bild: dpa

Emotionen sind es, die Soundvisionär Schiller bei seinem Publikum wecken will, das er gerne mit auf eine Reise in Zwischenreiche nimmt.

Berlin (dpa) - Emotionen sind es, die Soundvisionär Schiller bei seinem Publikum wecken will, das er gerne mit auf eine Reise in Zwischenreiche nimmt.

«Am Schlimmsten würde es mich treffen, wenn jemand sagt, deine Musik berührt mich nicht», sagt Schiller, der mit seinem abwechslungsreichen Elektronik-Pop, seinen melancholisch dahinfließenden Klangteppichen seine Fans in fremde Sphären entführt und entspannen lässt. «Elektronische Musik ist für mich extrem emotional und auch extrem authentisch», sagt der Wahlberliner aus Norddeutschland.

Zum Jahresende ist jetzt das opulente Package «Lichtblick» erschienen, das mit zwei DVDs («Atemlos Live» und «Heimathafen»), der CD «Lichtblick» mit neun neuen Songs und einem umfangreichen Hardcoverbuch für Schiller-Fans kaum einen Wunsch offenlässt.

«'Lichtblick' ist für mich noch einmal ein wundervolles Dokument unserer Arbeit der letzten zwei Jahre», meint Christopher von Deylen, der sich hinter dem Pseudonym Schiller verbirgt. «Ob es aber noch einmal so eine Box geben wird, vermag ich zu diesem Zeitpunkt nicht zu sagen.» Ein Grund mehr...

DVD 1 bietet ein Konzert in der Hamburger O2 Arena vor 8000 begeisterten Fans, das im Rahmen der «Atemlos»-Tour aufgezeichnet wurde. Visuell ist das Spektakel mit ausgeklügelten Lichteffekten gekonnt und beeindruckend in Szene gesetzt. Als Gäste erscheinen auf der Bühne Ultravox-Frontmann Midge Ure, Anggun, Kate Havnevik und Mia Bergström. Auch Sängerin Kim Sanders leiht dem Pathos-geladenen Pop wie gewohnt ihre Stimme.

Auch wenn Schillers Konzerte inzwischen ein großes Spektakel geworden ist, funktioniert von Deylens entschleunigte Elektronikwelt auch im kleinen Rahmen. Das intime Konzert im Berliner Heimathafen vor 100 Gästen (DVD 2) ist das perfekte Beispiel dafür.

Großer Konzersaal oder kleiner Club - Schiller verlässt sich auf die Gefühlskraft seiner Kompositionen, und das funktioniert überall. Häufig wurden sie mit dem Label «Global Pop» versehen. Er selbst findet die Bezeichnung charmant - und erfrischend kurz. Früher habe er seine Musik immer in langen Worten beschrieben, als «Mischung aus Elektronik, Pop, Akustik, Instrumentalmusik, Gesang, verschiedenen musikalischen Einflüssen aus verschiedenen Teilen der Welt», meint er. «Global Pop» spanne sich über diese Bandbreite wie ein Regenschirm. «Lichtblick» ist solch ein Regenschirm.

www.schillermusik.de

news.de/dpa

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