Hohe Auszeichnung für den Facebook-Mitbegründer: Das Time-Magazin hat Mark Zuckerberg zur «Person des Jahres» ernannt. Dabei hatte es bis zuletzt so ausgesehen, als würde ein ganz anderer gewinnen.
Mark Zuckerberg ist für das Time-Magazin die «Person des Jahres». Der Mitgründer von Facebook habe mit seinem sozialen Netzwerk das Leben von Hunderten Millionen Menschen und der ganzen Gesellschaft verändert, sagte Time-Chef Richard Stengel in New York. «Sein Netzwerk erreicht 500 Millionen Menschen und hat sie miteinander verknüpft. Er hat ein neues System geschaffen, um Informationen auszutauschen und unser aller Leben verändert.»
Allgemein war mit Wikileaks-Gründer Julian Assange als «Mann des Jahres» gerechnet worden. Die von ihm mitgegründete Internetplattform, auf der geheime Dokumente veröffentlicht werden können, hatte in diesem Jahr immer wieder die Schlagzeilen geprägt. Zuletzt war auch der Australier selbst ins Kreuzfeuer der Justiz geraten: Dem 39-Jährigen werden in Schweden von zwei Frauen sexuelle Vergehen vorgeworfen.
Assange nur auf Platz drei
Obwohl Assange auch in einer Leserabstimmung vorn gelegen hatte, kam er für die Herausgeber nur auf Platz drei. Vor ihm lag noch die ultrakonservative «Tea Party»-Bewegung aus den USA. Die Plätze vier und fünf hatten der afghanische Präsident Hamid Karzai und die zwei Monate verschütteten chilenischen Bergleute.
Der «Mann des Jahres» - seit 1999 die «Person des Jahres» - wird seit 1927 von dem New Yorker Magazin bestimmt. Dabei geht es einzig um den Menschen, der die Welt das Jahr über geprägt hat, auch im negativen Sinne. Erster Deutscher auf dem Jahrestitel war so auch 1938 Adolf Hitler. Die einzigen weiteren Deutschen waren Konrad Adenauer 1953 und Willy Brandt 1970. Zuletzt hatten US-Präsident Barack Obama (2008) und US-Notenbankchef Ben Bernanke (2009) den Titel der Zeitschrift bekommen.