Von Nathalie Waehlisch
Fernsehzuschauer müssen sich ab Herbst 2011 auf neue Sendezeiten bei ARD-Talkshows einstellen. Die ARD-Intendanten beschlossen auf ihrer Tagung in Berlin eine neue Programmstruktur. Frank Plasberg wird künftig montags talken.
Fernsehzuschauer müssen sich ab Herbst 2011 auf neue Sendezeiten bei ARD-Talkshows einstellen. Die Indendanten beschlossen eine neue Programmstruktur. Polittalker Frank Plasberg wird künftig mit seiner Sendung Hart aber fair montags um 21 Uhr im Ersten zu sehen sein. Reinhold Beckmann rückt mit Beckmann vom späten Montag- auf den Donnerstagabend. Sandra Maischberger wird mit Menschen bei Maischberger wie bisher am späten Dienstagabend auftreten. Anne Will läuft künftig am Mittwoch nach den Tagesthemen.
In Zukunft sind Dokumentationen montags um 22.45 Uhr nach den Tagesthemen zu sehen. Der frühere Sendeplatz um 21 Uhr ist dann von Plasberg besetzt, der 75 Minuten lang talken wird. Gegen Veränderungen bei den Dokumentarfilmen hatte es im Vorfeld von verschiedenen Seiten teils heftige Kritik gegeben. Der Staatsminister für Kultur und Medien, Bernd Neumann (CDU), hatte in einem Brief an den ARD-Vorsitzenden Peter Boudgoust und Programmdirektor Volker Herres gewarnt, durch eine Reduzierung der informativen und kulturellen Programmanteile oder deren Verbannung auf unattraktive Sendeplätze entferne sich die ARD von ihrem Auftrag und stelle dadurch «irgendwann auch ihre Existenz in Frage».
Ein neues Programmschema wird unter anderem nötig, weil RTL-Moderator Günther Jauch ab Herbst 2011 den Sendeplatz von Polittalkerin Anne Will im Ersten übernimmt. Der Sender hat damit fünf Abend-Talkformate im Programm. Jauch wird sonntags im Anschluss an den Tatort beziehungsweise den Polizeiruf 110 einen Polittalk im Ersten moderieren. Zudem soll es parallel dazu im kommenden Jahr eine einheitliche Sendezeit der Tagesthemen von montags bis donnerstags um 22.15 Uhr geben. Das Nachtmagazin soll immer um Mitternacht platziert werden.
Politmagazine laufen künftig dienstags
Die Politmagazine Report aus München sowie Fakt werden vom Montag- auf den Dienstagabend verlegt, wo sie nach dem Seriendoppelpack und vor den Tagesthemen laufen. Danach folgt um 22.45 Uhr Menschen bei Maischberger. Nach dem Fernsehfilm am Mittwoch präsentiert in Zukunft das Wirtschaftsmagazin Plusminus jede Woche um 21.45 Uhr Verbraucherinformationen. Anne Will wird ab 22.45 Uhr auf dem Bildschirm sein.
Beckmann übernimmt am Donnerstag nach den Tagesthemen den Sendeplatz von ARD-Late-Night-Talker Harald Schmidt, der im kommenden Jahr zurück zu Sat.1 wechselt. Im ZDF läuft donnerstags um 22.15 Uhr der einstündige Polittalk Maybrit Illner.
Boudgoust sagte: «In einer Zeit, in der Politikberichterstattung und gesellschaftlich relevante Themen bei der kommerziellen Konkurrenz kaum mehr eine Rolle spielen, setzt die ARD mit der Vereinheitlichung der Tagesthemen-Anfangszeiten, mit fünf exzellenten Talkshows und festen Sendeplätzen für Dokumentationen, Dokumentarfilme und politische Magazine ein klares Signal für den Mehrwert öffentlich-rechtlichen Fernsehens.»
Herres kündigt Abstimmung bei Talkgästen und Themen an
Herres sagte, die Talks im Ersten würden auch im neuen Programmschema «ihr eigenes klares Profil haben». Dazu gehöre selbstverständlich eine sinnvolle Abstimmung von Themen und bei der Gästeauswahl. Filmische Informationsformate blieben ein wesentlicher Bestandteil des Programms. «Das Erste bleibt seiner Tradition treu und wird auch künftig zwölf 90-minütige Dokumentarfilme im Jahr ausstrahlen.
Diese Filme werden künftig montags nach den Tagesthemen um 22.45 Uhr eingesetzt. Die Dokumentationen, die bisher am Montag um 21 Uhr zu sehen waren, fallen laut Sender nicht ersatzlos weg. Vor allem Doku-Reihen würden verstärkt in der talkfreien Zeit eingeplant.
ruk/cvd/news.de/dapd
Ich mag den Jauch ,)
jetzt antwortenKommentar melden