Von news.de-Mitarbeiterin Christin Bohmann
Die Pixel übernehmen die Weltherrschaft. New York wird von ikonenhaften Figuren aus Videospielen der 1970er und 1980er Jahre angegriffen und schließlich assimiliert. Inszeniert hat dieses spektakuläre Video der Franzose Patrick Jean.
New York hat es noch nie leicht gehabt. Immer wieder ist die Stadt unangefochtene Nummer eins für cineastische Angriffe jeglicher Art. Ob Independence Day, The Day After Tomorrow, Godzilla oder Deep Impact – die Liste mit Filmen, in denen die Metropole bis auf den Grundstein von Außerirdischen, zu groß gewachsenen Affen oder Klimakatastrophen zerstört wird, ließe sich bis ins Unendliche fortsetzen.
Die neueste filmische Bedrohung jedoch ist weder extra-terrestrischer noch tierischer Natur: Stattdessen muss die Menschheit den Kampf mit digitalen Killerkästchen aufnehmen. Die Rede ist von Patrick Jeans Kurzfilm Pixels, in dem zunächst New York und schließlich die ganze Welt von 8-Bit-Bausteinen heimgesucht und vollständig assimiliert wird.
Nicht nur Fans von Retro-Videospielen werden daran ihre Freude haben: Tetris-Bausteine, Pac-Man & Co. treiben schließlich in einem realen New York ihr Unwesen. Was den Videokünstler dazu bewog, die Welt durch fiese, kleine Bildelemente untergehen zu lassen, erklärte der 32-jährige Französe Jean Ende Juni in einem Interview mit Spiegel online: «Die Grundidee bestand darin, mit Pixelkunst und Realität zwei verschiedene grafische Welten zu verbinden – und dann zu sehen, was passiert.» Das Resultat kann sich sehen lassen: Pixels wurde mit dem diesjährigen Publikumspreis des Europäischen Kurzfilmfestival in Brest ausgezeichnet.
ruk/news.de