So., 27.05.12

Resident Evil: Afterlife 14.09.2010 Zombies in 3D

Milla Jovovich (Foto)
Kämpft ums Überleben der Menschheit und gegen ganze Heerscharen von 3D-Zombies: Hauptdarstellerin Alice (Milla Jovovich). Bild: Constantin Film

Von news.de-Redakteurin Corina Broßmann

Blut, tiefer Fall, Zombies im Rücken: Bildgewaltiger denn je geht der Kampf ums Überleben der Menschheit in eine neue Dimension. 3D-Technik macht Resident Evil: Afterlife zu einem nervenaufreibenden Thriller, bei dem ganz klar die Kampfästhetik im Vordergrund steht.

Rasanter, bildgewaltiger, effektreicher und dazu auch noch in 3D: Teil vier der deutsch-britischen Horror-Action-Reihe Resident Evil, basierend auf den beliebten Videospielen, präsentiert sich in erneut aufgemotzter Aufmachung.

Dieses Mal sitzt, wie schon beim ersten Teil, Paul W. S. Anderson im Regiestuhl und führt Ehefrau Milla Jovovich, die zum vierten Mal in die Rolle der zombieresistenten Power-Amazone Alice schlüpft, durch die durchgestylte, postapokalyptische und zum ersten Mal auch dreidimensionale Welt. Ihr zur Seite stehen erneut die nicht minder knallharte Ali Larter (Final Destination) als Claire und Spencer Locke (Resident Evil: Extinction) als K-Mart. Neu im Endzeit-Ensemble sind TV-Star Wentworth Miller (Prison Break) und Newcomer Shawn Roberts (I Love You, Beth Cooper).

Inhaltlich schließt Teil vier nahtlos an Teil drei an: Die Apokalypse, ausgelöst von der Umbrella Corporation, hat fast die gesamte Menschheit mit ihrem Virus infiziert und in mörderische Untote verwandelt. Alice, die auf der Suche nach weiteren Überlebenden ist, macht sich bereit, den skrupellosen Konzern endgültig zu vernichten. Sie begibt sich nach Los Angeles in der Hoffnung, dort für die letzten verbliebenen Menschen eine Oase des Friedens vorzufinden. Doch es ist zu spät. Auch hier haben sich bereits tausende Infizierte ausgebreitet. Alice und ihre Begleiter finden sich in einer scheinbar ausweglosen und tödlichen Falle wieder.

Der Rest der Story von Resident Evil: Afterlife hat auf einem Bierdeckel Platz und überfordert auch diejenigen nicht, die sich zum ersten Mal in einen Film dieser Reihe wagen. Ein paar Rückblicke und das Warten auf die Zombies – damit hat man den vierten Teil schon fast zusammengefasst. Viel mehr passiert bis in die Schlussviertelstunde nicht. Und auch da wird man das Gefühl nicht los, dass Regisseur Anderson mehr Wert darauf legt, seine Liebste in Zeitlupensequenzen und mit 3D-Effekten möglichst stylisch in Szene zu setzen, anstatt eine sinnvolle Geschichte zu erzählen. Obwohl sonst hübsch inszeniert, ist Alice diesmal aber hochgeschlossener unterwegs und selbst noch in voller Waffenmontur, als sie unter der Dusche angegriffen wird. Schade.

Resident Evil 4
Dreidimensionale Schlachteplatte
Video: Constantin Film

Was Resident Evil: Afterlife 3D allerdings sehenswert macht, ist der Stil. Angelehnt an Matrix, kriegen wir in Slow-Motion fliegende Menschen zu sehen, die auch beim brutalsten Kampf immer cool aussehen. Vielfach mit tröpfelndem Wasser und Industrial-Musik als Hintergrund, sind solche Szenen auf der Kinoleinwand schon ästhetisch anzuschauen. Zumal die 3D-Technik angenehm funktioniert und in diesen Momenten ganz klar ihre Stärken ausspielen kann.

Schauspielerisch wird hingegen Magerkost geboten. Milla Jovovich wird mehr physisch gefordert als mimisch, Ali Larter verwandelt sich über Nacht vom abgefuckten Geist zur Modellfreundin und gewinnt dabei nicht an Tiefe und Wentworth Miller macht das, was er in Prison Break schon erledigte - er bricht aus einem Gefängnis aus. Das war es dann auch. Der Rest ist Staffage, nervige Zugabe und Zombiematerial. Wenn die denn mal auftauchen.

In den Kampfszenen aber unterhält Resident Evil: Afterlife wunderbar. Zeitlupe, 3D, beeindruckende Kugelhagel und ein verstörender Gigant mit Beil machen einfach Spaß. Story und Schauspieler kann man hingegen getrost vergessen. Aber Resident Evil ist auch nicht für nörgelnde Kritiker und Kunstfilmfans gemacht, sondern erfüllt klar die Erwartungen der Zielgruppe. Wer die Videospiele und Teil eins bis drei der Serie mochte, wird Teil vier lieben. Ein Film von und für Nerds und Action-Ästheten eben - und das wird Erfolg haben. In den USA, in Japan, Großbritannien, Russland, Italien, Spanien und allen anderen Ländern, in denen Resident Evil: Afterlife bereits angelaufen ist, landete er auf Anhieb an der Spitze der Kinocharts.

Titel: Resident Evil: Afterlife
Regie: Paul Anderson
Darsteller: Milla Jovovich, Ali Larter, Kim Coates
Produktionsland: USA 2010
Filmlänge: 97 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Kinostart: 16. September 2010

 

mat/ivb/news.de
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Resident Evil: Afterlife : Zombies in 3D » Medien » Nachrichten

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