«Ahh, umarmen Sie mich einfach»
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Michael Douglas hat erstmals im TV über seine Krebserkrankung gesprochen und sich optimistisch gezeigt. Karl Lagerfeld verrät, warum er kurvige Models auf den Lauftsteg schickt, und der Sohn von Bundespräsident Christian Wulff bekommt keine Extrawurst.
Hollywood-Star Michael Douglas hat sich optimistisch gezeigt, dass er den Kampf gegen seinen Tumor im Rachen gewinnen wird. Bei einem Auftritt in der Late Show von David Letterman sagte Douglas, er habe die erste von acht Wochen Bestrahlung und Chemotherapie hinter sich. Letterman reagierte darauf überrascht: «Für mich haben Sie nie besser ausgesehen, und das beweist, dass Sie ein zäher Kerl sind«, erklärte der Fernsehmoderator.
Die Krankheit sei vor drei Wochen diagnostiziert worden, sagte Douglas. Bei einer Biopsie sei Krebs im fortgeschrittenen Stadium festgestellt worden, so dass die Ärzte sofort hätten aktiv werden müssen. Der Krebs sei aber auf Stellen oberhalb des Halses beschränkt, seine Genesungschancen würden daher als gut eingeschätzt, sagte der 65-Jährige. Es bestehe eine 80-prozentige Heilungschance. Letterman wünschte Douglas viel Glück und fragte, ob er irgendetwas für ihn tun könne. «Ahh, umarmen Sie mich einfach», erwiderte Douglas.
Früher war Haute Couture für dicke Damen
Wenn Karl Lagerfeld wie vor kurzem Models mit weiblichen Rundungen über den Laufsteg schickt, will er damit auffallen. Der legendäre Designer erinnerte nun aber an Zeiten, in denen ausschließlich füllige Frauen Haute Couture trugen. Früher sei Haute Couture etwas gewesen für «dicke Damen, die nichts fanden, die mussten sich die Dinge anfertigen lassen», sagte Lagerfeld dem Zeit-Magazin.
Heute gibt es das kaum noch: «Nach Paris fahren, bei Chanel die Maße nehmen lassen, das machen nur noch ein paar Leute.» Die neuen Kundinnen seien «Frauen, die die gleiche Figur haben wie die Mannequins».
Geändert hat sich auch das Kaufverhalten der Betuchten: «Früher gab es gute Kunden, die kamen aus Amerika, die kauften vier, fünf Kleider«, sagte Lagerfeld. «Heute sind das junge Frauen aus allen Teilen der Welt, von Afrika bis Südamerika, China, Korea, die kommen und kaufen 20 Kleider.» Viele von ihnen kämen dafür allerdings nicht mehr nach Paris: «Die lassen kommen: Die probieren die Sachen gar nicht an, die lassen sie sich im Privatjet nach Hause fliegen.»
Ein ganz normaler Junge
Für den kleinen Sohn des Bundespräsidenten Christian Wulff gibt es bei der Suche nach einem Kindergartenplatz keine Extrawurst: Er hat wie alle anderen auf der Warteliste gestanden. Wulff sagte der in Dresden erscheinenden Sächsischen Zeitung: «Wenn man selbst Kinder hat von 2, 7 und 16 Jahren dann ist man auch sehr nah dran an Kita- und Schulproblemen, an Fragen von Beruf und Familie. Man erfährt eben nicht von anderen, dass die Kita eine Warteliste hat, sondern steht selbst auf dieser Liste.»
Wulff ist es nach eigenen Worten auch wichtig, dass er im normalen Alltagsleben verhaftet bleibt. Er sagte: «Der Bundespräsident genießt großen Respekt. Daraus ergibt sich aber auch ein Stück Distanz. Objektiv besteht deshalb die Gefahr, sich im Amt abzuschotten. Das will ich auf keinen Fall. Ich schätze die Nähe zu den Menschen, ich stehe mit meiner Familie mitten im Leben und möchte auch entsprechend wahrgenommen werden.»
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