Daddy Cool der Cineasten
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Von news.de-Redakteurin Anne Meyer-Gatermann
Artikel vom 01.09.2010
Ein Mann, der auf Italo-Western steht und Kinoquasslern aufs Maul haut, entscheidet über die Preisvergabe der Filmfestspiele in Venedig: Kultregisseur Quentin Tarantino ist der Jurypräsident. Ein Porträt.
Im quietschgelben «Pussy Wagon», dem legendären Auto aus Kill Bill, braust Quentin Tarantino nach einer durchzechten Nacht gern zum Frühstück – eine Horde Traumfrauen auf der Rückbank. Er redet Journalistenköpfe heiß oder wirbelt bei Dreharbeiten wie ein Derwisch hinter der Kamera herum.
Wo auch immer der Regisseur auftaucht, muss man sich auf etwas gefasst machen. Das gilt auch für die Internationalen Filmfestspiele in Venedig, deren Leiter Marco Müller ihn für dieses Jahr zum Jurypräsidenten erkoren hat.
Tarantino ist kein verkopfter Filmwissenschaftler, sondern ein Kino-Süchtiger. Schon als Kind verbringt er seine Nachmittage in den Vorstadtkinos und Videotheken. Er saugt gierig Spaghetti-Western und B-Movies in sich auf. Später sitzt er gleich an der Quelle: als Mitarbeiter einer Videothek und Platzanweiser in einem Pornokino. Tarantino ist der hochintelligente wie hyperaktive Sohn eines 21-jährigen Jurastudenten und einer 17-jährigen Halbblutindianerin. Schule ist nichts für ihn, mit 15 Jahren schmeißt der Legastheniker die High School und nimmt lieber Schauspielunterricht.
«Digitale Filme sind grauenvoll»
Filme sind mit seinem Leben verwoben und auch wenn sein Herz für das Trashkino schlägt, weiß Tarantino doch ganz genau, was er von einem guten Film erwartet. Digitale Filme dürften es in Venedig schwer haben, denn der Jurypräsident selbst weigert sich, diesen Trend mitzumachen: «Ich werde nie im Leben digital drehen, das hasse ich! Diese Filme sehen doch grauenvoll aus. Falls eines Tages Filme ausschließlich digital gedreht werden, werde ich Romane schreiben», stänkert er im Interview mit dem Südkurier.
Und wehe, jemand stört seinen Kinogenuss - wer mit Tarantino im Kino sitzt und quasselt, hat ein Problem: «Ich sagte früher - heute nicht mehr, denn dafür bin ich mittlerweile zu alt - erst mal freundlich «Halt die Fresse!», und wenn das nicht fruchtete, gab's ganz schnell ein paar Schläge auf die selbige», erzählt er im Gespräch mit Markus Kavka.
Ganz besonders müssen die Filmmusik-Komponisten der Wettbewerbsbeiträge in Venedig schwitzen, denn auf dem Gebiet macht dem Meister der Soundtracks so schnell keiner was vor. In seinem Haus hat der 47-Jährige ein komplettes Zimmer, das eigentlich als Babyzimmer deklariert war, seiner Plattensammlung gewidmet - dekoriert wie ein Second-Hand-Plattenladen und alles penibel nach Sparten sortiert. Dort pickt er auch die Stücke heraus, die Filmen wie Pulp Fiction (1994) oder Kill Bill (2003, 2004) den nötigen musikalischen Nachdruck verleihen. Den Soundtrack seiner Filme nimmt er immer selbst in die Hand, meist steht schon fest, welche Musik im Film laufen soll, bevor das Drehbuch fertig ist.
Tarantino schlendert gern selbst durchs Bild
Filmemachen ist kein Job für Tarantino, es ist eine Berufung: Wenn er Streifen wie Reservoir Dogs (1991), Jackie Brown (1997), Death Proof (2007) oder Inglourious Basterds (2009) dreht, gießt er Herzblut auf die Leinwand. «Sie sind alle aus meinem Inneren. Obwohl ich diesen Umstand gerne unter einem bestimmten Genre vergrabe, bekommt man doch einen guten Eindruck, wer ich bin und was mir in meinem Leben so passiert ist», verrät er im Interview mit dem Online-Magazin Fluter.
Gern webt er Filmzitate ein und verknüpft seine Werke mit kleinen Links untereinander: Da klingelt ein Handy in Death Proof mit der Titelmelodie von Kill Bill oder in Reservoir Dogs wird über Pam Grier gesprochen, die später die Hauptfigur in Jackie Brown spielt. Es macht ihm auch eine besondere Freude selbst durchs Bild zu schlendern oder in kleinen Sprechrollen aufzutauchen und damit stellt er sich selbstbewusst in die Tradition des großen Regisseurs Alfred Hitchcock.
Die kritischen und geschulten Augen, die zu diesem energiegelandenen Hans Dampf gehören, werden sich ab heute auf all die Wettbewerbsbeiträge in Venedig richten. Es wäre sicher ein Fest zu sehen, welche Vorstellungen das Kopfkino dieses Mannes dabei gibt - das Ergebnis wird hoffentlich eine Preisvergabe sein, die einschlägt wie eine Bombe.
oro/news.de
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Türkei gegen die Menschenrechte.Die türkische Sportfirma FENERBAHCE terrorisiert mich in mein Haus.Ich bin Kurde.Seit 3 Monaten quälen die Türken mich.Es sind so 10 Personen aus der Türkei und ich bin nur ein Mann.Sie fügen mir Herzschmerzen, Angst, Muskelkrämpfe und Wutausbrüche zu.Danach verspotten und lachen mich aus die Arbeiter von FENERBAHCE.Sie zerstören die Familienstruktur und haben Haß auf mich.Der türkische Staat unternimmt gar nix dagegen.Ich bin total isoliert und ganz alleine,weil mir keiner helfen tut.Jahrelang geht der Staatsterrorismus der Türkei schon so weiter.
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