Video-Schachzug einen Monat nach dem Loveparade-Unglück: Veranstalter Rainer Schaller stellt Videomaterial von den Überwachungskameras am Veranstaltungsgelände ins Netz. Er sieht Beweise für ein Fehlverhalten der Polizei.
Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller zeigt auf der Seite seiner Firma Lopavent.de einen etwa sechseinhalbminütigen Zusammenschnitt. Dieser basiert auf den Aufzeichnungen der Überwachungskameras, erklärenden Animationen, Dokumenten, Presseberichten und Aussagen von Augenzeugen zum Loveparade-Unglück vom 24. August.
In dem Video ist unter anderem zu sehen, wie die von der Polizei eingerichteten Absperrketten an den beiden Tunneleingängen zum Veranstaltungsgelände aufgelöst wurden. Dadurch war es nach Ansicht der Loveparade-Veranstalter zu einem so starken Gedränge an der Sperre an der Ein- und Ausgangsrampe gekommen, dass in der Folge 21 Menschen starben und mehr als 500 Personen verletzt wurden.
Mit dem Videomaterial bekräftigt Veranstalter Schaller seine Ansicht, die Einsatzkräfte der Polizei trügen die Hauptschuld an der tödlichen Massenpanik. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Spiegel sagte Schaller, die Auflösung der drei Sperrketten sei «vermutlich die Ursache der Katastrophe».
Die Polizei hatte vor der Veröffentlichung der Videos gewarnt und die Organisatoren um Geschäftsmann Rainer Schaller kritisiert. «Herr Schaller manipuliert und verdunkelt, wo er kann. Ihm geht es offenbar nicht um die Wahrheit, sondern nur darum, seinen eigenen Hals zu retten», sagte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt der Neuen Osnabrücker Zeitung.
Der Link zum Video: http://www.lopavent.de/downloads/dokumentarfilm.
chb/ruk/ivb/news.de/ddp
Warum immer diese Schuldfrage? Dramatisch und traurig ja. Der Veranstallter kann für sowas keine Schuld tragen. Die staatl. Sicherheitskräfte haben nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Was wäre wenn bringt nichts. Aber eine Stürmung durch die vielen Besucher und absolutes Chaos wäre denkbar.
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