Musikfestivals sind eigentlich etwas für die Provinz: Eine gute Möglichkeit, einmal auf einen Schlag eine Menge angesagter Künstler zu erleben. Das Berlin Festival ist die Ausnahme. Und auch sonst eher besonders.
Der deutlichste Unterschied zu anderen Spektakeln dieser Art ist der Standort: Wo bei Festivals wie dem Hurricane oder Highfield sonst in der Regel ein paar Bühnen mitten auf der grünen Wiese aufgebaut werden, spielen die Bands hier auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Schalterhalle, Gepäckbänder und viele historische Flugzeugmodelle sorgen für eine ganz besondere Atmosphäre. Und noch etwas ist beim Berlin-Festival anders: Camping gibt es hier nicht. Die Anreise kann bequem mit der U-Bahn erfolgen. Staus und überfüllte Parkplätze? Das ist anderswo.
Zudem setzen die Macher auf ein exquisites Programm. Da das Berlin-Festival im Rahmen der wieder belebten Musikmesse Popkomm stattfindet, sind jede Menge Macher der Szene und prominente Gäste am Start. Am Freitag sind beispielsweise die Festival-Lieblinge Blood Red Shoes zu sehen, Headliner sind die Editors aus Birmingham. Zudem dürfte Robyn für viel Furore sorgen, die just am Tag ihres Auftritts in Berlin den zweiten Teil ihrer Body Talk-Trilogie veröffentlicht. Auch Fatboy Slim verspricht zappelnde Körper und unruhige Füße.
Am Samstag dürfen sich die Besucher unter anderem auf die Altmeister Edwyn Collins und Gang Of Four freuen. Hot Chip und We Have Band sorgen für den nötigen Trend-Faktor, zudem haben die Wahlberliner Peaches und Gonzalez quasi Heimspiele.
Tickets gibt es online für 59 Euro (beide Tage) oder 39 Euro (Tagesticket) oder an der Tageskasse, dann für 70 Euro (Festivalticket) und 50 Euro (Tageskarte).
Das komplette Programm und alle Infos rund ums Berlin-Festival gibt es hier.
Berlin Festival 2010 Teaser from Berlin Festival on Vimeo.
mik/news.de