Athleten als Kleiderständer
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Von news.de-Redakteur Oliver Roscher
Artikel vom 27.08.2010
Sportler haben keine Ahnung von Mode? Das ungeschriebene Gesetz wird von den aktuellen Top-Athleten munter umgangen - sie setzen Trends. News.de zeigt, wie stilsicher Metzelder, Ronaldo und Kollegen sind und wer für allgemeines Fremdschämen sorgt.
Die Fußball-WM ist noch in bester Erinnerung. Nerviges Vuvuzela-Getröte, fantastische Müller-Tore und brutale Holländer zeichneten das Turnier aus. Alles nebensächlich im Vergleich zu Jogis blauem Pulli. Die Aufmerksamkeit für dieses Stück Textil war schon bemerkenswert und machte deutlich, dass in der Sportwelt nicht mehr allein die Leistungen im Vordergrund stehen.
Der Bundestrainer wird nun als Stilikone gefeiert. Im blauen Babykashmir-Pullover coachte der Trainer die junge Elf auf den dritten Platz. Co-Trainer Hansi Flick tritt übrigens regelmäßig im selben Zwirn wie sein Chef auf. Schon zu Zeiten der Ära Klinsmann wurde mit dem legendären weißen Strenesse-Hemd im Duo-Look ein neuer Trend gesetzt. Das ist zwar schick, wirkt aber auch ein wenig albern.
Die Zeiten scheinen jedenfalls vorbei, in denen Sportler oder Trainer ihr Modebewusstsein allenfalls durch bunte Krawatten zum Ausdruck brachten. Zahlreiche Top-Athleten spazieren inzwischen als üppig bezahlte Kleiderständer durch die Gegend. Dass die Leistung mit der Popularität als Model nicht immer Schritt hält, beweisen Cristiano Ronaldo, Christoph Metzelder und Maria Scharapowa stets aufs neue.
Beckham in der Vorreiterrolle
Übervater der modebewussten Sportler ist natürlich David Beckham, wer sonst. Der tätowierte Ex-Nationalspieler der «Three Lions» hat zahlreiche Trends gesetzt. Seine Frau Victoria hat aus dem Fußballer Beckham ein Model gemacht. Sogar eine eigene sexuelle Orientierung kann sich «Beck's» auf die Fahnen schreiben - «Metrosexualität», was immer das sein mag. Klamottentechnisch beweist Beckham meistens jedoch einen guten Geschmack.
Quer durch alle Sportarten ist modisch nahezu alles vertreten – vom lässigen Casual-Look der Surfer-Legende Kelly Slater bis zum peinlichen Hippie-Look des Snowboard-Olympiasiegers Shaun White.
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