Ganz Deutschland amüsiert sich derzeit über Lothar Matthäus, der sich mit seiner Noch-Ehefrau Liliana einen tragikomischen Rosenkrieg liefert. In einem Interview beklagt der Ex-Fußball-Profi nun, dass er von der Öffentlichkeit ungerecht behandelt wird.
Ex-Fußballer Lothar Matthäus fühlt sich von der deutschen Öffentlichkeit ungerecht behandelt. Es gebe Leute wie Franz Beckenbauer, an denen perle alles ab, «alles wird verziehen und vergeben», sagte Matthäus dem Magazin Stern. «Oder nehmen Sie Diego Maradona, wie der sich bei der WM in Südafrika aufgeführt hat. Seine Uhren. Seine Brillianten. Sein Rosenkranz.» Wenn er, Matthäus, sich so benommen hätte, «ich wäre tatsächlich ein erledigter Fall».
Von seinem Heimatland Deutschland fühlt sich der 49-Jährige entfremdet. «Ich hab gerade keine Heimat. Also, hier, Budapest, das ist im Augenblick mein Ruhepol. Hier fühle ich mich sehr wohl» Irgendwann, so hoffe er, werde ihm auch in Deutschland Gerechtigkeit widerfahren, wenn «man Privates vom Beruflichen trennt».
Die Affäre seiner Noch-Ehefrau Liliana vor einigen Wochen hat dem 49-Jährigen einmal mehr viel Spott eingebracht - ganz abgesehen von der Enttäuschung. In den Wochen, nachdem Lilianas Fehltritt bekannt geworden war, habe er «manchmal in den Spiegel geschaut und gedacht: Was ist das für eine Welt? Was für eine schmutzige Welt! Da spricht man von Liebe, Treue, Sehnsucht, macht Pläne - und dann ist das alles plötzlich bloß noch ein Traum, der platzt».
Unangenehm sei die Situation aber auch für seine Familie. «Wenn meine Eltern einkaufen gehen, dann sind in ihrem Städtchen diese Blicke, das Getuschel. Es tut mir so leid für sie, sie schämen sich für ihr Kind.» Er würde sich, wie er weiter sagte, gern bei ihnen entschuldigen, «aber das Leben, das ich führe, kann ich meinen Eltern kaum vermitteln». Er selbst frage sich «manchmal, ganz selten, vielleicht wäre ich ohne den Ball glücklicher».