Lauter Auszeichnungen: Komödiant Olli Dittrich bekommt den Göttinger Elch. Das ist nicht etwa ein Kuscheltier, sondern ein Satirepreis. Und Schauspieler Mario Adorf wird Ehrendoktor der Universität Mainz.
Große Ehre für Olli Dittrich
Der mit 3333 Euro, einer Elch-Brosche und 99 Dosen Elch-Rahmsuppe dotierte Satirepreis «Göttinger Elch» geht dieses Jahr an den Komödianten, Schauspieler und Musiker Olli Dittrich. Der Fernsehkomiker habe den mit trockenem Humor gespielten Sketch auf den Bildschirm zurückgebracht und zeichne darin ein komisch treffendes Bild unseres Gesellschaft, begründete die Jury am Dienstag in Göttingen ihre Entscheidung für den 53-Jährigen.
Die Auszeichnung wird Dittrich am 25. September in Göttingen verliehen. Sie geht auf einen bekannten Aphorismus von Georg Christoph Lichtenberg zurück: «Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche.»
Die Jury lobte die seit 2004 in der ARD laufende Serie «Dittsche» als beste aufklärerische Unterhaltung. Während Politiker aus ihrer Verachtung der Unterschicht kein Hehl machen, gibt Olli Dittrich alias Dittsche den Verlierern mit den Mitteln der Komik ihre Würde zurück», erklärte sie. Dittrich zeige Verlierer als Menschen mit skurrilem Aberwitz inmitten einer verrückt gewordenen Welt.
Der Göttinger Elch wird in diesem Jahr zum 13. Mal verliehen. Früher Preisträger waren unter anderen Chlodwig Poth, Robert Gernhardt, Gerhard Polt und Otto Waalkes.
Mario Adorf kommt zu akademischen Ehren
Der Schauspieler Mario Adorf wird von der Mainzer Universität «für sein beeindruckendes Lebenswerk» mit einem Ehrendoktor ausgezeichnet. Die von der Universität erst zum zweiten Mal verliehene Würde soll der 79-Jährige noch dieses Jahr erhalten, wie die Hochschule berichtete.
Adorf, der an der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität unter anderem Philosophie studierte, wisse von der Entscheidung und freue sich, sagte eine Sprecherin der Hochschule. Der Senat hatte die Titelvergabe bereits im Juli beschlossen.
In Zürich geboren, wuchs Adorf in Mayen in der Vulkaneifel auf. In Mainz studierte er unter anderem beim späteren ZDF-Gründungsintendanten Karl Holzamer (1906-2007) und bei Albert Wellek (1904-1972). Als Schauspieler machte sich Adorf vor allem in Filmen und im Fernsehen einen Namen etwa in Der große Bellheim, Via Mala und Die Herren mit der weißen Weste. «Mario Adorf ist als deutscher Schauspieler ein europäischer Schauspieler geworden», sagte der Mainzer Filmwissenschaftler Bernd Kiefer laut Mitteilung in einer Laudatio.
In Mainz gibt es zwar zahlreiche Ehrendoktoren der einzelnen Fakultäten. Der repräsentative Titel der Universität wurde jedoch erst einmal verliehen: dem ehemaligen französischen Staatspräsidenten Valéry Giscard d'Estaing (84). «Die beiden sind damit zu nichts verpflichtet», erklärte die Hochschulsprecherin. Wenn sie aber einmal zu einer Vorlesung an der Uni laden wollten, sei das kein Problem.
Bella Block zum 30.
Hannelore Hoger steht seit Dienstag in Hamburg für die 30. Folge der ZDF-Reihe Bella Block vor der Kamera. In Mord aus Liebe (Arbeitstitel) hält Blocks Freundin Margit Brettschneider (Maren Kroymann) an der Universität eine Gastvorlesung über die Frage, ob es ein Mörder-Gen gibt, wie der Sender mitteilte. Als Margit Bella und Oberstaatsanwalt Mehlhorn (Hansjürgen Hürrig) in einen Fisch-Imbiss einlädt, wo ihre Nicht Caro (Annika Blendl) jobbt, finden sie die junge Frau tot auf. Caro war schwanger und hatte eine Beziehung mit dem verheirateten Max Klöckner (Sebastian Koch). Klöckner und seine Frau Anja (Anna Schudt) haben ein wasserdichtes Alibi.
Die Dreharbeiten dauern voraussichtlich bis 29. September, ein Sendetermin steht noch nicht fest. Seit 1994 ermittelt Hannelore Hoger als Bella Block in der gleichnamigen Krimireihe im ZDF. Die im Jahr 2009 ausgestrahlten neuen Folgen hatten im Durchschnitt 5,94 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 18,3 Prozent. Die 29. Bella Block-Folge mit dem Titel Das schwarze Zimmer wird voraussichtlich im November gezeigt.
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