«Mit Josephine kann man Pferde stehlen»
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Von news.de-Redakteurin Claudia Arthen
Artikel vom 17.08.2010
Die Sat.1-Telenovela Anna und die Liebe feiert Jubiläum: In der 500. Folge tritt Mias (Josephine Schmidt) große Liebe Alexander (Paul Grasshoff) vor den Traualtar. News.de spricht mit den beiden über Fließbandarbeit, Traummänner und Ohnmachtsanfälle.
Josephine und Paul, Sie stehen als Mia und Alexander im Mittelpunkt der Telenovela Anna und die Liebe. Heute steht die 500. Folge an. Was war Ihr bisher schönster Moment?
Paul Grasshoff: Da muss ich gar nicht lange überlegen: Für mich war ein schöner und sehr entspannender Moment, als ich Josephine kennenlernte. Denn mit der Kollegin, das habe ich vom ersten Augenblick an gespürt, kannst du wirklich Pferde stehlen. Wenn du solange und intensiv mit jemandem zusammenarbeiten musst, da kann es ja auch ziemlich schnell echt nervig werden - und das ist es zum Glück mit Josephine nicht so, da bin ich sehr froh drum.
Josephine Schmidt: Da mir Paul fast jeden Freitagmittag einen Milchreis mit Apfelmus mitbringt, kann ich auch nur Gutes sagen. (lacht)
Josephine, Sie spielen seit einem Jahr die Rolle der Mia, die in der Soap als sehr schlagfertig und kämpferisch gilt: Wie viel Mia steckt in Ihnen?
Josephine Schmidt: Generell steckt in einer Rolle immer sehr viel von dem Darsteller selbst und ich finde es auch gut, dass man jeder Rolle ein Stück der eigenen Persönlichkeit verleihen kann. Ich selbst würde mich als schlagfertig und frech bezeichnen. Ich sage, was ich denke. Was das betrifft, verrät Mia viel von meiner eigenen Persönlichkeit.
Paul, in der Rolle des Alexander sind Sie hin- und hergerissen zwischen Mia und Annett, zwei sehr unterschiedlichen Frauen. Was verbindet Sie mit Alexander?
Paul Grasshoff: (lacht) Dieses Hin- und Hergerissensein kann ich sehr gut nachvollziehen. Es verläuft nun mal nicht immer alles geradlinig und manchmal ist man eben unschlüssig. Alexander ist ein positiver und ehrlicher Typ und ich versuche ihm eine menschliche Seite zu geben. Und dazu gehört, dass eben nicht immer alles nach Plan läuft – wie im wahren Leben. Ich bin jetzt im fünften Jahr verheiratet, seit zehn Jahren kenne ich meine Frau Caroline und bin sehr glücklich mit ihr. Aber auch wenn man sich sehr liebt und sehr gerne mit dem anderen zusammen ist, muss man sich sein Glück immer wieder erarbeiten.
Josephine, Sie sind von GZSZ zu Anna und die Liebe gewechselt. Was ist für Sie der besondere Reiz, bei Daily Soaps mitzuspielen?
Josephine Schmidt: Für mich persönlich ist es sehr spannend und sehr vorteilhaft, die Figur immer weiter entwickeln zu können. Wenn man ein zeitlich kürzeres Filmprojekt hat, dann ist die Geschichte klar festgelegt. Bei einer täglichen Serie kennt man das Ende meistens noch gar nicht. Man hat zwar einen groben Plan, in welchem Rahmen sich das Ganze abspielen wird, aber man wird manchmal schon sehr überrascht, in welche Richtung es geht. Und im Laufe der Geschichte kommen immer mehr Details und Charakterzüge einer Figur dazu oder Dinge, die die Figur in der Vergangenheit erlebt hat, und das fließt dann alles mit ein ins Spiel. Ich finde es spannend, das zu verbinden.
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