Von news.de-Redakteurin Nadine Faßhauer
Deutschlands dienstälteste Castingshow geht in die neunte Runde: Popstars. Diesmal wird wieder eine Girlband gesucht. Diese soll an die Erfolge von den No Angels und Monrose anknüpfen. Nicht viel Neues - selbst in der Jury sitzen bekannte Gesichter.
Das Motto der Pro7-Show lautet diesmal: Girls Forever. Man wird das Gefühl nicht los, dass das alles nicht ganz neu ist. «Ob die No Angels, Monrose oder Queensberry – Girlbands waren bei Popstars immer am erfolgreichsten, deshalb erzählen wir diese Geschichte jetzt weiter», erklärt Detlef D! Soost.
Zumindest bei den Juroren gibt es Veränderungen. Neben Gründungsmitglied Detlef D! Soost werden in der neuen Staffel Marta Jandová, Sängerin der Band Die Happy, und Musikmanager Thomas Stein in der Jury sitzen. Dieser dürfte einigen fleißigen Fernzuschauern noch als «Onkel Stein» bekannt sein. Er saß bereits neben Dieter Bohlen von 2002 bis 2004 in der Jury von Deutschland sucht den Superstar. Für Stein dennoch eine neue Erfahrung: «Bei DSDS wird eine einzelne Person gesucht, bei Popstars eine Gruppe, das sind zwei völlig unterschiedliche Ansätze.»
Neben ein Urgestein der Musikbranche gehört nach alter Castingshowmanier natürlich eine hübsche Frau. Diese Rolle übernimmt diesmal Marta Jandová. Sie steht als Frontfrau der Band Die Happy seit nunmehr 16 Jahren auf der Bühne. Castingshowkennern dürfte sie noch als Gewinnern des Bundesvision Song Contest 2007 bekannt sein, als sie mit der Band Oomph! Stefan Raabs Bundesländer-Wettstreit gewann. Sie war nicht immer Feuer und Flamme für Castingsshows: «Zugegeben, ich war früher kein Freund von Castings, die Künstler innerhalb von einem halben Jahr zu Erfolgen führen, für die wir mit Die Happy jahrelang hart arbeiten mussten.» Sie sei nun allerdings aus dem Alter raus, in dem man sich gegen alles sträubt.
Dritter im Bunde ist der mittlerweile 40-jährige Tänzer und Choreograf Detlef D! Soost. Dem geht es bei der Show nicht nur um Musik: «Wichtig ist für mich die zwischenmenschliche Seite. Wir sitzen nicht nur hinter unserem Jurypult und beurteilen die Mädchen, sondern sind auch hinter der Kamera für sie da.» Der Fernsehzuschauer darf sich demnach wieder auf jede Menge private Geschichten und etliche Tränen freuen.
Dennoch soll in dieser neunten Staffel laut Ankündigung des Fernsehsenders ProSieben alles anders werden als in den Vorgängerstaffeln. So will sich die Jury von den Emotionen der Kandidaten nicht manipulieren lassen. Soost: «Wenn jemand kämpft und es aber trotzdem nicht reicht, dann berührt uns das, aber wir können keinen Bonus für eine schwere Kindheit verteilen».
Neu ist ebenfalls das Patenkonzept «Stars über Stars». Jede Woche besucht ein anderer Künstler die Anwärterinnen auf die Girlband, übt mit ihnen und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Bei den Castings durften einige der Bewerberinnen bereits mit Aura Dione, Gabriella Cilmi, Marit Larsen und Monrose singen.
Fulminant wird diesmal auch der Abschluss der Staffel. Statt ein oder zwei Liveshows zum Ende sollen diesmal vier große Liveshows die Zuschauer vor den Bildschirm locken. Diese küren dann auch die Siegerband. Bei der letzten Staffel wählten die Zuschauer einen Flop: Gerade einmal sechs Monate bestand das Duo Some & Any und war damit die bisher am kürzesten existierende Band in der Geschichte von Popstars.
Popstars - Girls forever, donnerstags, 20.15 Uhr, Pro7.
sca/reu/news.de