Von Stefan Höhle
Überraschung am ersten Prozesstag: Die No-Angels-Sängerin Nadja Benaissa hat gestanden, trotz einer ihr bekannten HIV-Infektion ungeschützten Sex gehabt zu haben. Der von ihr infizierte Mann belastet die Sängerin vor Gericht schwer.
Nadja Benaissa steht in Darmstadt vor Gericht. Der Vorwurf: Die 28-Jährige soll einen Mann bei ungeschütztem Sex mit dem Aids-Erreger infiziert haben, obwohl sie von ihrer Ansteckung wusste. Nun hat die Angeklagte gestanden, dass der Vorwurf der Wahrheit entspricht.
«Das war ein großer Fehler»
Sie wisse seit 1999, dass sie den Aids-Erreger in sich trage, sagte die 28-Jährige und räumte zugleich ein, sie sei seitdem nicht verantwortungsvoll damit umgegangen. «Das war ein großer Fehler», sagte Benaissa. Die Sängerin ist angeklagt, in den Jahren 2000 bis 2004 trotz ungeschützten Verkehrs drei Sexpartnern ihre HIV-Infektion nicht offenbart zu haben. Als Nebenkläger belastete ein 34-jähriger Frankfurter Benaissa am Montag schwer.
Der Mann arbeitet als Künstlerbetreuer und führt seine HIV-Infektion auf gelegentliche sexuelle Kontakte mit der Sängerin im Jahr 2004 zurück. In seinem Fall spricht die Anklage von vollendeter gefährlicher Körperverletzung. «Ich wäre dumm gestorben und hätte womöglich viele andere Frauen angesteckt», sagte der 34-Jährige im Zeugenstand. Von dem Gesundheitszustand der Sängerin habe er erst 2007 auf einer Paris-Tour durch Benaissas Tante erfahren. Nach seiner sofortigen Rückkehr nach Frankfurt ließ sich der Mann testen. Noch am gleichen Tag sei dann der Virus, der die Immunschwächekrankheit Aids hervorrufen kann, bei ihm diagnostiziert worden.
Zeuge belastet Benaissa schwer
Bislang ist der Mann nach eigener Aussage nicht an Aids erkrankt. «Doch meine Lebensqualität ist komplett eingeschränkt», berichtete der Frankfurter. «Von der jungen Dame», sagte der 34-Jährige und meinte damit Benaissa, «kam nichts. Nur Drohungen von Anwälten und Managern.» Über die Tante als Mittelsfrau habe er Benaissa aufgefordert, sich innerhalb eines Jahres öffentlich zu ihrer HIV-Infektion zu bekennen. Seine Drohung, ansonsten selbst aktiv zu werden, realisierte der Frankfurter 2009 und zeigte Benaissa an.
Sollte sie jemanden infiziert haben, tue es ihr «von Herzen leid», sagte die Sängerin zu Beginn des Prozesses. Benaissas Anwalt Oliver Wallasch bezeichnete die Einlassung seiner Mandantin als Geständnis, räumte aber nicht ein, dass der 34-Jährige von der Angeklagten infiziert wurde. Laut Anklage ist die Sängerin durch ein Gutachten «hinreichend» der vollendeten Körperverletzung verdächtig.
Mit 14 Crack-süchtig
Benaissa lebte mit ihren Eltern erst in Frankfurt, dann in Dreieich, Landkreis Offenbach, wo sie aufs Gymnasium ging. «Mit 14 wurde ich Crack-süchtig und lebte dann zwei Jahre auf der Straße», berichtete im Gerichtssaal die 28-Jährige, die ihre Einlassung teilweise von Wallasch verlesen ließ. Mit 16 sei sie schwanger geworden, habe ihre Sucht besiegt, die Abendschule besucht, die Fortbildung aber kurz vor dem Realschulabschluss abgebrochen. Während der Schwangerschaft habe sie von ihrer HIV-Infektion erfahren. Ihr 1999 geborenes Kind sei nicht infiziert.
Der Sieg beim TV-Contest Popstars im Jahr 2000 habe ihr und der Band dann eine Karriere beschert, die ihr die Beachtung des eigenen positiven HIV-Befundes fast unmöglich gemacht habe. «Ich entfremdete mich von mir selbst», sagte Benaissa, die beim ersten ihr zur Last gelegten Delikte 17 Jahre alt war. In Darmstadt wird daher vor einem Jugendschöffengericht verhandelt, am Nachmittag - erwartet wurde Benaissas Tante als Zeugin - schloss das Gericht die Öffentlichkeit aus. Mit ihrer nur wenig älteren Tante sei sie entzweit, erzählte Benaissa. «Sie drohte, meinen Arsch an die Bild-Zeitung zu verkaufen.»
Eine «große Zeitung» habe ihr ein Ultimatum gestellt
Wie Benaissa vor Gericht erzählte, geriet sie nach ersten Gerüchten um ihre HIV-Infektion unter ungeheuren Druck. «Wirklich reden konnte ich aber drüber mit niemandem, und beraten wurde ich von Menschen, die an mir selbst kein Interesse hatten.» Eine «große Zeitung» habe ihr 2001 ein Ultimatum gestellt. «Entweder ich rede oder sie machen es öffentlich.» Mit ihrer Familie habe sie über Sexualität nie sprechen können, sagte Benaissa. So schrecklich der Prozess nun auch sei, wolle sie sich aber jetzt ihrer strafrechtlichen Verantwortung stellen.
Benaissas Geständnis am Montag ging weit. Strittig ist geblieben, ob sie mit dem 34-jährigen Frankfurter ab 2007 Kontakt aufnehmen wollte. Finanziell erwarte er von Benaissa nichts, hatte der Mann vor Gericht erklärt. Der Prozess wird am 19. August fortgesetzt.
juz/ivb/news.de/dpa/ddp
Nun ich weiss nicht wieviel davon der Wahrheit entspricht. Aber ich würde sagen. Es mag sein das Nadja ne menge fehler gemacht hat, aber ich stehe auch hinter ihr. Was passiert ist kann man nicht mehr ändern. Nadja, ihre Freunde und alle die damit zu tun haben sollten, sollten sich um den Erhalt der Erde für die Zukunft der Kinder Kümmern. Mit vergebung und Liebe ist es möglich das ruder rumzudrehen. Es gibt bzw. gab gegen alle Krankheiten ein gegehmittel von Mutter Natur, jedoch mus die Menschheit endlich aufwachen und sich in der Inneren einstellung verändern.
jetzt antwortenKommentar meldenSorry, aber ich kann eure Diskussion in einigen Punkten nicht nachvollziehen. Bei HIV handelt es sich doch nicht nur um einen harmlosen Ausschlag oder vielleicht um einen Tripper. Ich teile nicht die Meinung, dass hier ein Promi fertig gemacht werden soll. Vielmehr bin ich der Überzeugung, wäre Nadja kein Promi, dann fiele das Strafmass erheblich höher aus. Denkt doch mal an eure Kinder. Für viele sind und waren die No Angels Idole. Stellt Euch bitte mal vor, wenn HIV in der Künstlerbranche stark verbreitet wäre und eure Kinder würden infiziert. Wer weiss, wieviele noch infiziert wurden.
jetzt antwortenKommentar meldenlt. Sendung Prominent........der Künstlerbetreuer hat sich in einer Sorglosigkeit, er fragte noch nicht mal danach , ob sie verhütet, mit Schuldig gemacht. Man sollte, im Zeitalter von Aids, sich nicht Sorglos auf den Partner/Partnerin verlassen; Sondern seinen eigenen Kopf benutzen. "Die Würde des Menschen ist Unantastbar" wurde dies von der Staatsanwalt eingehalten.? Noch einige Worte an den Frankfurter Künstlerbetreuer: Dummheit bestraft das Leben...... Freiheit für Nadja......erfreue uns wieder mit Deiner Stimme und Deiner Musik........
jetzt antwortenKommentar meldenKlar ist, hätte der Nebenkläger selbst aufgepasst (Gummi)wäre es nicht zu einer Ansteckung gekommen. Frage ist auch, wenn er häufiger Kontakt mit anderen Frauen hatte, wer hat ihm das Virus wirklich geschenkt? Es richt nach "billiger Rache" und jede Menge Selbstmitleid. Zweitens ist Aids wissenschaftlich korrekt nachgewiesen oder nur eine Geldquelle der Pharmaindustrie?
jetzt antwortenKommentar meldenNa endlich mal jemand der informiert ist. Aids/Hiv ist eine groß angelegte pharmalüge. Es gibt keinen richtigen sogenannten hiv-test, was soll denn getestet werden? Die menschen sterben dann als versuchskaninchen der pharma. Und die sogenannte recht(s)lage in der sogenannten BRD oder besser finanzagentur ???? Leute informiert euch endlich, anstatt unwissende sprüche zu klopfen. Hier wird wieder jemand öffentlich fertig gemacht. Und die uninformierten nickten einfach nur, anstatt vom gehirnbesitzer zum gehirnbenutzer zu wechseln. Schade, ich hatte versucht nadja darüber zu informieren.
jetzt antwortenKommentar meldenNadja.ich sende Dir ganz viel Kraft......... Den Künstlerbetreuersollte man wegen Verführung Minderjähriger und Erpressung anklagen....Warum sollte sie denn Ihre Infizierung, lt. Künstlerbereuer denn öffentlich machen?..Nun ist es ja öffentlich.....,,und wo ist das öffentliche Outing des Künstlerbetreuers?....Sein Leben ist vielleicht belastet.aber er versuchte Nadjas und deren Tochter Leben zu zerstören!...Ich frage mich, warum zeigt er sie erst nach so vielen Jahren des Wissens um seine Infizierung an?...Hat Nadja sich eventuell gweigert ,seinen scheinbaren Erpressungen nachzugeben?
jetzt antwortenKommentar meldenNa ich doch kein Mitleid . Ebenfalls habe ich dafür kein Verstännis.Sie hat es gewußt !Dies macht man nicht nur in Künstlerkreisen so ,dies ist nach aller Wahrscheinlichkeit auch in anderen Gesllschaften so üblig . Ist halt so !
jetzt antwortenKommentar meldendass man soviel kommentare abgeben kann, auf etwas das eine Fiktion der Industrie bzw. CIA etc...ist, wie die schweine- oder Huehnergrippeerreger hausgeamcht von Baxter (CIA finanziert),...??? vielleicht informiert ihr euch mal im internet (habt ihr doch alle, oder nicht?) z.b. dieses video in youtube... rest ueberlasse ich euch... http://www.youtube.com/watch?v=m9Z2FbEgeRM&feature=related Eine AIDS Patientin packt aus viel spass bei neuer einsicht!
jetzt antwortenKommentar meldenWer sind in Gefahr begibt muss damit rechnen umzukommen ! Es ist in diesen oftmals chaot- ischen,sogenannten Künstlerkreisen,sicherlich nicht ungewöhlich das dort jeder und jede mit einander Verkehr haben.Wer sich mit der Biographie von Nadja Benaissa auseinandergesetzt hat und sich dann nicht sofort zurückgezogen hat,hat seine Probleme selbst auszubaden .Verständnis und Mitleid für diese Personen ist überflüssig !
jetzt antwortenKommentar meldenBei manchen Kommentaren hier wird mir nur übel!!! Arme Nadja??? Hallo??? Die wusste es und hat nichts gesagt!!! Sie ist das Sch.... in der ganzen Angelegenheit! Und ich will nicht wissen, wie viele sie noch angesteckt hat, die es nicht wissen. Sie spielt die kleine Unschuld vom Lande und ihr tut ja alles leid!!! Das hätte man sich mal vorher überlegen müssen!!! Ich denke das sie es verdient hat, sehr hart bestraft zu werden. Was ist die denn für ein Vorbild für ihre Tochter???
jetzt antwortenKommentar meldenSchuldfrage hin oder her, ich glaube das kann man jetzt nicht mehr so richtig klären, aber die Beiden sollten jetzt daran arbeiten, das ihr Beispiel keine Schule macht. Wenn´s nach mir ginge, müssten die Beiden jetzt ihr Leben lang mit Aufklärungsarbeit in Sachen HIV beschäftigt sein. Das wäre ein sinnvolles Betätigungsfeld und würde vielleicht Anderen helfen, gerade wenn man prominent ist. Leider wird aber nur prozeziert und am Ende steht nur ein Scherbenhaufen.Gibt es denn keine intelligenten Menschen mehr auf dieser Welt?
jetzt antwortenKommentar meldenEs ist schade, dass in einer vermeindlich zivilisierten Welt soetwas immer noch Menschen wie dem Künstlerbetreuer passiert. Das Kind ist nun in den Brunnen gefallen, beide sind genug bestraft. Nadja muss nicht nochmals hart bestraft werden, es wäre ja doppeltes Urteil. Das Gericht muss nun objektiv urteilen und nicht subjektiv. Wenn Nadja hart bestraft werden soll, dann bitte schön auch den ausfindig machen, der sie mit dem Virus infiziert hat oder die Umstände heraus finden, unter denen sie sich infiziert hat. Nadja sei stark.
jetzt antwortenKommentar meldenSeit wann sind die Risiken einer HIV-Infektion allgemein bekannt? Doch wohl schon einige Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, oder? Wer da immer noch mit einer fremden Frau ungeschützten Sex hat, braucht sich über nichts zu wundern. Da war er der tolle Hecht, der die Nadja von den "No Angels" gev...lt hat. Schon meine Großmutter sagte, wer mit heißen Kohlen spielt, wird sich verbrennen. Und damit müssen sich unsere Gerichte beschäftigen???? Armes Deutschland! Arme Nadja! Armer Hecht! Einfach nur Pech gehabt...
jetzt antwortenKommentar meldenWer sagt denn, dass er sich bei Nadja infiziert hat, wenn sich die anderen Männer bei ihr keinen Aids eingehandelt haben. Nadja war bestimmt nicht die Einzige, mit der er "geschlafen" hat. Der Mann gibt ja selbst an, dass er womöglich viele Frauen hätte anstecken können. Das beweist ja, dass er es wie ein Schmetterling getrieben hat, von Blüte zu Blüte. Schmetterlinge benutzen auch keine Pariser.
jetzt antwortenKommentar meldenSie wird den Typen ja nicht mit Absicht angesteckt haben sie ist ja auch durch ihren Leichtsinn zu der Infektion gekommen und der sagt auch noch wer weiß wie viele der angesteckt hätte also treibt der das doch nur ohne Gummi und jetzt will der jammern ...lächerlich ... Prommibonus sehe ich da gar keinen eher ein Benachteiligung Prominent zu sein ...fette Schlagzeilen UND Fette Bestrafung die arme Frau ...das arme Kind das ihre Mutter jetzt im Knast besuchen muss und die Schande von der jeder weiß ertagen !L.G.Gabi
jetzt antwortenKommentar meldenUnd was ist BITTESCHÖN mit dem Typen der Sex mit ihr hatte, er hat wohl überhaupt nichts dazu beigetragen, oder was??? Er muss schließlich ein Kondom benutzen, wenn er Sex hat, oder wie soll ich dass verstehen? Hat er nicht zu gleichen Teilen schuld an de Situation? Es ist schon eine Weile bekannt, dass man(n) "Safer Sex" praktiziert. Kein großes Gejammer bitte!!!!!!!! Er sucht einen Hauptschuldigen, damit er sich frei machen kann von aller Schuld, man möchte fast sagen Dummheit. Damit will ich nicht sagen, dass Nadja keine Schuld trifft, sie hätte ihn schützen müssen, es gibt Kondome!!
jetzt antwortenKommentar meldenAhhh Nadja du Nase, warum machste son Dreck. Naja ändern kann man es ja jetzt nicht. Hoffe hast für die Zukunft gelernt. Ich mag sie gerne... ist zwar net zu entschuldigen aber der Kerl hätte statt mit dem Lümmel mal mit dem Kopp denken sollen. Hoffe auf nen mildes Urteil. Ich wünsche dir viel Glück Nadja!!! HDMDL Matzel *und kopf hoch
jetzt antwortenKommentar meldenKünstlerbetreuung ist nicht ungefährlich. 5 bis 7 Mal betreut, ohne sich zu schützen, dann hat der Betreuer selbst Schuld.
jetzt antwortenKommentar meldenWarum soll dieSchuld immer nur den Frauen zugeschoben werden? Sollten diese geilen Männer nicht selbst mal überlegen und vorbeugen? Nein, man kann ja dann später dami prahlen, mit dieser oder jener bekannten Person geschlafen zu haben.
jetzt antwortenKommentar meldenJetzt noch schnell auf Anraten des Verteidigers eine Entschuldigung in der Hoffnung auf ein mildes Urteil. Das ist zu einfach. Wenn ein Mord begangen wird und sich der Mörder hinterher entschuldigt, bekommt er auch lebenslänglich. Entscheidend ist doch das Wissen um die Krankheit Aids und der Vorsatz, da kann sich auch ein Pop-Sternchen nicht dumm stellen, jeder weiss das und kennt die Krankheit. Gerade diese Leute müssen die volle Härte des Gesetzes erfahren, da sie ja für die jungen Leute eine gewisse Vorbildfunktion darstellen. Einen Promibunus gibt es nicht!
jetzt antwortenKommentar meldenWarum haben sich die Männer nicht selbst Geschützt? Sind doch selber Schuld!
jetzt antwortenKommentar melden