Aus die Maus, jetzt kommt die Apokalypse
Wollen Sie wissen, wie es bei dem Thema weitergeht?Wir informieren Sie gerne kostenlos.
Von den news.de-Redakteuren Christian Vock und Claudia Arthen
Artikel vom 26.08.2010
Zombies versammeln sich vor einer Raststätte. Ein Waldläufer durchbricht die magische Barriere in einem Fantasy-Universum. Ein Messias wandert durch eine verwüstete Endzeit-Landschaft. Und John Travolta ballert sich durch Paris: News.de stellt die DVD-Neuheiten vor.
Tja, mit den Menschen ist das so eine Sache. Gibst du ihnen zu viele Freiheiten, machen sie nur Dummheiten. Ähnlich sieht es auch der liebe Gott, weshalb er sich dachte: Schluss! Ihr hattet eure Chance. Jetzt kommt die Apokalypse und aus die Maus. Dass Gott es ernst meint, bekommen der Raststättenbetreiber Bob (Dennis Quaid) und seine Gäste zu spüren, als sich plötzlich vor der Tür ein Rudel zombieähnlicher Gestalten bildet. Doch schon rauscht Hilfe in Form eines Engels (Paul Bettany) herbei, denn die schwangere Raststättenkellnerin Charlie (Adrianne Palicki) trägt den künftigen Retter der Menschheit in ihrem Bauch. So weit, so gut.
Eine illustre Truppe, eingeschlossen irgendwo in der amerikanischen Wüste, ein gefallener Engel, eine Horde beißwütiger Zombies und ein ungeborener Messias - reichlich bekannte Zutaten (unter anderem God's Army und Terminator), die Regisseur Scott Stewart in Legion zusammen gemischt hat. Doch viele gute Zutaten machen noch kein gutes Essen, denn Legion ist ein Durcheinander von vielen guten Ideen, die aber nur leidlich zu einer spannenden Geschichte gestrickt wurden, zusammengeklebt mit zum Teil wirklich gruseligen Dialogen.
Legion will sich den Mantel der großen Tragödie anziehen, aber der ist einfach eine Nummer zu groß. Tiefe wird durch pompöse Bilder ersetzt und auch die zahlreichen Anspielungen bleiben weitgehend oberflächlich. Dass Engel Michael ausgerechnet in Los Angeles auf die Erde kommt und die verschlafene Tankstelle als Austragungsort der Apokalypse «Paradise Falls» heißt, ist zwar ein netter Einfall, hat für den weiteren Verlauf aber keine Relevanz. «Ich glaube nicht an Gott», sagt Bob einmal wütend zu Engel Michael. «Das ist kein Problem, Bob», erwidert der. «Er glaubt auch nicht an dich.» So ähnlich dürfte es ihm mit diesem Film gehen.
Titel: Legion
Regie: Scott Stewart
Darsteller: Dennis Quaid, Lucas Black, Adrianne Palicki, Paul Bettany, Kate Walsh
FSK: ab 16 Jahren
Filmlänge: 100 Minuten
Veröffentlichung: 26. August 2010
Preis: etwa 15 Euro
Für alle, die immer noch dem Herrn der Ringe nachtrauern ist eine der wenigen Fantasyserien, die ohne mehr oder weniger unfreiwillige Komik auskommt, jetzt auch auf DVD zu haben: Legend of the Seeker. Die 22 Episoden umfassende erste Staffel basiert auf der Buchreihe Das Schwert der Wahrheit von Terry Goodkind.
Der Inhalt: Der junge Waldläufer Richard Cypher (Craig Horner) lebt in den Westlands, wo seit Jahrzehnten Frieden herrscht. Eines Tages gelingt es der schönen Kahlan Amnell (Bridget Regan) die als undurchdringlich geltende, magische Barriere zwischen den Westlands und dem Königreich D’Hala zu durchbrechen. Die Priesterin ist im Besitz des geheimnisvollen «Buch der gezähmten Schatten», mit dessen Hilfe Darken Rahl (Craig Parker) die Welt beherrschen will. Der ist ihr auf den Fersen...
Der Cast überzeugt mit durchweg guten Leistungen. Craig Horner als Held Richard Cypher stellt überzeugend den Naturburschen dar, der in finstere Machenschaften verstrickt wird. Bruce Spence spielt seinen väterlichen Freund und Zauberer Zedd. Er sorgt dafür, dass bei Legend of the Seeker der Humor nicht zu kurz kommt. Bridget Regan mimt Kahlan Amnell als starke und gerechte Frau, die hin- und hergerissen ist zwischen ihrem Pflichtgefühl und ihrer Liebe zu dem Sucher.
Legend of the Seeker besticht mit einer gelungenen optischen und technischen Umsetzung: zum einen durch die Verwendung der aus Der Herr der Ringe bekannten großartigen Kalender-Landschaft von Neuseeland, zum anderen durch die Slow-Motion-Einstellungen bei den Kampfszenen.
Titel: Legend of the Seeker
Regie: Mark Beesley und Michael Hurst
Darsteller: Bruce Spence, Craig Horner, Bridget Regan, Tabrett Bethell
FSK: ab 16 Jahren
Spieldauer: 913 Minuten
Veröffentlichung: 26. August 2010
Preis: 35,99 Euro
Es ist das Jahr 2044. Ein mysteriöser Mann schreitet einsam durch eine verwüstete Endzeit-Landschaft. Sein Name: Eli (Denzel Washington). Er ist schwer bewaffnet, denn er führt etwas mit sich, dass er beschützen und an einen sicheren Ort bringen muss. So hat es ihm eine Stimme aufgetragen.
Es ist ein Buch, dessen Geheimnis aus der verbliebenen Menschheit wieder eine Zivilisation machen könnte. Das erweckt aber auch die Begierde anderer, äußerst gefährlicher Feinde. Der skrupellose Despot Carnegie (Gary Oldman) möchte unbedingt in dessen Besitz gelangen. Als ausgerechnet seine beste Kriegerin, die schöne Solara (Mila Kunis), sich Eli anschließt, eskaliert die Konfrontation zwischen den beiden Kontrahenten endgültig...
Die beiden Regisseure Albert und Allen Hughes haben The Book of Eli als eine düstere Endzeit-Vision mit einer Messiasfigur umgesetzt. In den USA mit ihrer ausgeprägten evangelikalen Bewegung hat dieser Film wohl eher den Nerv getroffen als hierzulande, wo das Werk hinter den Erwartungen zurückblieb. Aber der Streifen setzt optische Maßstäbe. Denn The Book of Eli entwirft eine Welt, wie sie feindlicher selten zu sehen war. Der Planet ist ausgedörrt, jeglichen Wesens beraubt. Auf DVD und mehr noch auf Blu-ray Disc sieht diese Trostlosigkeit beeindruckend aus: grau, heiß, staubig.
Auch die Darsteller überzeugen: Denzel Washington gelingt es, seiner Filmfigur Leben einzuhauchen, ohne übertriebenes Pathos einzusetzen. Und Gary Oldman, als skrupelloser und machthungriger Herrscher über ein namenloses Kaff, liefert eine durchweg glaubwürdige Leistung ab.
Titel: The Book of Eli
Regie: Albert Hughes, Allen Hughes
Darsteller: Denzel Washington, Gary Oldman, Mila Kunis
FSK: ab 16 Jahren
Filmlänge: 113 Minuten
Veröffentlichung: 26. August 2010
Preis: 17,99 Euro
Unterschiedlicher können Agenten nicht sein: James Reese (Jonathan Rhys Meyers) ist ein ehrgeiziger junger Mann, der Streberanzüge trägt und seiner Freundin Caroline (Kasia Smutniak) aus der Hand frisst. Getarnt als Assistent des US-Botschafters in Paris führt er ein eher ruhiges Dasein. Das ändert sich schlagartig, als ihm für einen neuen Fall der ausgebuffte Agent Charlie Wax (John Travolta) zur Seite gestellt wird. Wax ist ein wahrer Albtraum: laut, ordinär und draufgängerisch.
Sehr schnell jedoch begreift Reese, dass die unkonventionellen Methoden seines Kollegen sie selbst aus den ausweglosesten Situationen retten. Zunächst auf die Spur von Drogenhändlern angesetzt, erweist sich der Fall rasch als hoch brisant: ein Gipfeltreffen soll das Ziel eines Terroranschlags werden und Reese' schöne Freundin scheint darin verwickelt zu sein.
Pierre Morel lässt es gerne krachen. Und am liebsten lässt der Regisseur Hollywood-Stars die Hauptstadt seines Heimatlandes zerlegen – Paris. Das war schon in 96 Hours, seiner ersten großen Regiearbeit so. Damals durfte Liam Neeson an der Seine die Bösewichter in die Flucht schlagen. In den Film From Paris with Love, der jetzt auf DVD erscheint, ist Travolta an der Reihe. Mit Glatze und einer Menge dicker Knarren bolzt er durch Paris wie eine Bulldozer-Armada. Das ist nicht sonderlich originell und im Großen und Ganzen unterscheidet sich From Paris With Love nur wenig von seinem Vorgänger 96 Hours.
Trotzdem hat der Film, zu dem Luc Besson das Drehbuch schrieb, seinen Charme. Und das liegt zum einen an Travolta, der Charlie Wax als bärtige, glatzköpfige und ohrringtragende Karikatur eines Spezialagenten mit sympathischem Sinn für Stil und Lakonie verkörpert. Zum anderen liegt es an dem zweiten Hauptdarsteller: Rhys Meyers, dem es hier gelingt, das Klischee des Schönlings zu durchbrechen.
Allerdings: Wer in dem Film Inhalt erwartet, ist an der falschen Adresse. Zwischen wüster Ballerei und Sprücheklopferei geht der Handlungszusammenhang einfach verloren. Somit ist From Paris With Love nichts für Cineasten, Filmpuristen oder romantische Kinoabende. Aber wer nur abschalten, sich berieseln lassen und dabei ein paar wirklich atemberaubende Stunts sehen will, dürfte an diesem Film seine Freude haben.
Titel: From Paris with Love
Regie: Pierre Morel
Darsteller: John Travolta, Jonathan Rhys Meyers, Kasia Smutniak, Melissa Mars
FSK: ab 16 Jahren
Filmlänge: 89 Minuten
Veröffentlichung: 27. August 2010
Preis: 14,99 Euro
Zum Thema
Thema verfolgen »
Artikel kommentieren
Er lockte hierzulande 1,5 Millionen in die Kinos: Jetzt ist der Thriller Shutter Island auf DVD mehr ...
Bionic Woman, Ein Prophet und In meinem Himmel - news.de stellt die DVD-Neuheiten mehr ...
Die Schwarzwaldklinik wird ein Viertel Jahrhundert: Zum Jubiläum gibt's die Serie komplett auf mehr ...
Die FENERBAHCE schlägt wieder zu.Am 30.August 2010 terrorisieren mich 2 Frauen und 2 Männer.Sie sitzen in mehreren Autos stundenlang hinter mein Haus.Es sind Türken von FENERBAHCE.Ich wohne in Hilden,wo die Menschenwürde missachtet wird.Sie nehmen mir meine Privatatmosphäre weg.Es ist ein Alptraum.Ich schreie Hilfe doch diese Leute provuzieren mich andauernd.Sobald ich raus gehe verfolgen sie mich.Und das geht schon jahrelang so weiter.Wo ist die Gerechtigkeit in der Türkei?Diese FENERBAHCE und die Türkei missachten so die Menschenrechte.Ist meine Schuld ein Kurde zu sein?Ich weiß es nicht.
jetzt antwortenKommentar melden