Von news.de-Redakteurin Claudia Arthen
Til Schweiger ist ohne Frage ein erfolgreicher Produzent und einer der beliebtesten Schauspieler in Deutschland. In Hollywood konnte er jedoch bislang nicht Fuß fassen. Kein Wunder: In dem US-Streifen Der Bodyguard - zu sehen bei RTL - macht er sich einfach lächerlich.
Til Schweiger ist der Tausendsassa des deutschen Films: Mit Keinohrhasen und Zweiohrküken hat er als Schauspieler, Regisseur und Produzent Kassenschlager abgeliefert. Barfuß, Inglourious Basterds oder Der bewegte Mann kann er ebenso zu seinen Erfolgen zählen.
Doch hat er auch immer wieder mal Rollen in Filmen, die bei Kritik und Publikum gar nicht gut ankommen. Der US-Actionstreifen Der Bodyguard - Für das Leben des Feindes ist so eine Produktion. RTL zeigt den Film von Regisseur Gerry Lively am 14. August um 20.15 Uhr erstmals im deutschen Free-TV.
Schweiger spielt darin die Hauptrolle: den ehemaligen Leibwächter John Ridley, der in einer Zwickmühle steckt. Vor einigen Jahren hat der Auftragskiller Lee Maxwell (Chazz Palminteri) seinen Partner und besten Freund sowie dessen Klientin ermordet. Von Rachegelüsten zerfressen, gab er seinen Job auf. Jetzt will der todkranke Maxwell aussteigen und gegen seinen Mafiaclan aussagen. Er vertraut nur Ridley und will ihn unbedingt als seinen Bodyguard haben. Ridley ist hin- und hergerissen zwischen seiner Ehre als Leibwächter und seinem Innersten, das nach Rache schreit.
Schweiger darf zwar ständig «fucker!» und «fuck you!» fluchen, wirkt dabei aber so amerikanisch wie Schwarzwälder Kirschtorte mit Kännchen Kaffee. Zudem wirkt der Schauspieler steif, lustlos und in seinem Bemühen, ein Actionheld zu sein, manchmal unfreiwillig komisch. Die krude Story ist einfallslos und jämmerlich inszeniert und erinnert an Filme von Jean-Claude van Damme und Steven Seagal, nur sieht man dort selten so dilettantisch inszenierte Kampfszenen. Zu recht kam der Streifen in Deutschland nie in die Kinos, er erschien lediglich auf DVD. Dass er es jetzt ins Samstagabend-Programm von RTL geschafft hat, ist verwunderlich.
Der Film stammt aus dem Jahr 2007 und somit aus einer Phase, in der Schweiger die Luft der Traumfabrik schnupperte. Der Schauspielausflug ins schöne Hollywood war jedoch nur von überschaubarer Dauer, wenngleich er mit seiner Familie bis 2004 in Amerika lebte - und hin und wieder auch danach US-Rollen annahm. Meist bewies Schweiger bei der Auswahl seiner Rollen kein gutes Händchen. Doch es gab auch einige nennenswerte Auftritte - etwa in dem Kino-Thriller One Way (2007, Schweiger war Produzent) oder in Antoine Fuquas Epos King Arthur (der am 15. August, 20.15 Uhr, bei Pro7 gezeigt wird).
Seinen bisher größten Flopp landete Schweiger jedoch nicht mit einem Film, sondern mit dem RTL-Casting-Format Mission Hollywood. In der Show suchte er im vergangenen Jahr potenzielle Schauspielerinnen. Doch wegen anhaltender schlechter Quoten wurde die Sendung von ihrem Primetime-Sendeplatz am Montagabend verdrängt.
Der Bodyguard - Für das Leben des Feindes, 14. August, 20.15 Uhr, RTL.
cvd/news.de
Til Schweiger ist meiner Meinung nach der schlechteste Schauspieler Deutschlands ! Und seine RTL-Casting-Show Mission Hollywood war das schlimmste in das ich je reingezappt hatte. Vielleicht mag er als Produzent ja gut sein, aber er sollte sich von der Leinwand (Kino und Fernsehn) fernhalten.
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