Ätsch - Christoph Waltz ist gar kein Ösi!
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Von news.de-Redakteurin Claudia Arthen
Artikel vom 11.08.2010
So ein Pech für die Ösis: Oscar-Gewinner Christoph Waltz hat einen deutschen Pass - er ist gar kein Österreicher. Doch hinter den Kulissen planen unsere Nachbarn bereits, den 53-jährigen Schauspieler für sich zu gewinnen.
«Wir sind Oscar!», jubelte am 8. März ganz Österreich, als Christoph Waltz die Statuette aus den Händen von Penelope Cruz in Empfang nehmen konnte. Die Alpenrepublik hatte mit dem Darsteller des bestialisch-charmanten SS-Mannes Landa in Quentin Tarantinos Inglourious Basterds endlich wieder einen echten Weltstar - auf den sogar wir Deutschen ein wenig neidvoll schauten.
Doch jetzt können die Deutschen ein kräftiges «Ätsch» in Richtung Österreich schicken. Denn Christoph Waltz ist gar kein Österreicher, sondern von Rechts wegen Deutscher. Er wurde zwar in Wien geboren, ging auch dort zur Schule, hatte aber die deutsche Staatsbürgerschaft. Die Geschichtsbücher werden also umgeschrieben werden müssen. Das haben ausgerechnet Österreicher herausbekommen: die Journalisten der Tageszeitung Österreich.
Waltz' 81 Jahre alte Mutter Elisabeth bestätigt laut Bild-Zeitung: «Sein Vater Johann war Deutscher und so ist auch Christoph als deutscher Staatsbürger in Wien geboren.» Und warum hat das niemand gewusst? «Weil Christoph von Anfang an als Österreicher galt», sagt die Mutter. Selbst die besten Freunde des Hollywood-Stars ahnten nichts. «Das ist mir völlig neu», entgegnet beispielsweise der österreichische Regisseur Robert Dornhelm. Christoph Waltz, der ab Ende August Die drei Musketiere in München dreht, nimmt die Geschichte um seine Staats-Affäre mit Humor. Laut seiner Aussage musste sein «erster deutscher Spielfilm im Jahr 1980 synchronisiert werden, weil sein Deutsch zu wienerisch war».
In der österreichischen Regierung hat man die Nachricht mit Fassung aufgenommen und sogleich reagiert. Hinter den Kulissen laufen bereits die Vorbereitungen, die «Scharte» auszuwetzen. Der Plan: Der 53-jährige Schauspieler soll die Staatsbürgerschaft der Alpenrepublik nun nachträglich bekommen. Die Anträge sind bereits auf dem Weg und schon im Herbst könnte der derzeit berühmteste Österreicher der Welt dann wirklich Österreicher sein. Waltz selbst habe dazu schon seine Bereitschaft signalisiert, heißt es von den Nachbarn.
Aber da gibt es einen Haken: Der begehrte Hollywood-Star hat auch bereits die amerikanische Green Card. Und auch die USA sind angeblich daran interessiert, Waltz zu einem der ihren zu machen. Plant der vielseitige Mime etwa, sich über den Operettenstaat lustig zu machen? Oder sieht er gar die Staatsbürgerschaft als Sammelobjekt?
Österreich muss also bis zum endgültigen «Bingo» noch etwas zittern und sollte bis dahin bedenken, dass Waltz nicht der erste Oscar-Gewinner wäre, der den Ösis durch die Lappen geht: Die Regisseure Billy Wilder und Sam Spiegel nahmen ihre Ehrung als US-Bürger entgegen. Und Arnold Schwarzenegger regiert Kalifornien.
tno/ivb/news.de
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Hallo, zur Richtigstellung einen Hinweis: „Die drei Musketiere“ werden im Wesentlichen in Franken gedreht, welches kulturhistorisch genau so viel zu bieten hat als München. Auch wenn durch die Altbaiern vieler Kulturgüter beraubt, so konnten unsere Kulturdenkmäler, insbesondere unsere Städte nicht nach München getragen werden. So spielen die wesentlichen Szenen in dem Spielfilme sich in Franken ab, in alten historischen Städten wie Bamberg und Würzburg. Mit fränkischen Grüßen Frankenoscar
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