So., 12.02.12

«Anne Will» Würden Sie dafür arbeiten?

Von news.de-Redakteur Christian Mathea

Artikel vom 09.08.2010

Sind Langzeitarbeitslose einfach nur faul, zu arm oder zu arm dran? Diese Frage versuchten Anne Will und Gäste zu beantworten - ohne Erfolg. Erst am Ende der Sendung zeigte sich, was getan werden muss, bevor man auf Hartz-IV-Empfänger eindrischt.

Harzt-IV-Empfänger können äußerst verschieden sein. Es gibt die Guten, die Tausende Bewerbungen schreiben und sofort arbeiten würden. Und es gibt die Faulenzer, die jede Anstrengung vermeiden und sich mit dem Geld, das für ihre Kinder gedacht ist, Playstation und Alkohol finanzieren. 

Rita Knobel-Ulrich kennt offenbar nur die böse Gruppe. Die Filmemacherin erzählte in der Talksendung Anne Will über 20- bis 30-jährige Jugendliche, die sich früh nicht aus dem Bett bewegen wollen, während der arme Steuerzahler brav um 6 Uhr in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit sitzt. Sie berichtete weiter von Familien, die ihren Kindern mittags nicht einmal warmes Essen hinstellen würden und mit dem Geld stattdessen «TV-Altäre in ihren Schrankwänden errichten». Klar, für solche Attacken gab es im Publikum natürlich Applaus.

Nikolaus Schneider, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, scheint völlig andere Hartz-IV-Empfänger zu kennen. Er sprach von verzweifelten Menschen, die seit Jahren eine Arbeit suchen und die man nicht einfach als Sozialschmarotzer abstrafen darf.

Auch zu Andrea Ypsilantis Bekanntenkreis scheint der eine oder andere Hartz-IV-Empfänger zu zählen. Die SPD-Politikerin kannte wiederum nur solche, für die das Kindeswohl an erster Stelle steht und die niemals das Geld ihrer Kinder für andere Zwecke ausgeben würden.

Wie hoch ist Hartz-IV im Vergleich

Der Beginn der Talksendung mit der viel versprechenden Überschrift «Aufschwung für alle - Höhere Löhne, mehr Hartz IV?» war nicht mehr als ein braves Aufsagen bisher schon hundert Mal gehörter Klischees und ein Streit darüber, ob man den Ärmsten der Republik mehr Geld lassen möchte oder nicht.

Der Sendung hätte an dieser Stelle ein Film dazu gut gestanden, wie schwer es in Deutschland wirklich ist, eine Stelle zu bekommen.

Stattdessen spielte Anne Will einen Beitrag ein, in dem es um Einkommensunterschiede zwischen ungelernten Arbeitnehmern und Hartz-IV-Empfängern ohne[/tt] oder mit zwei oder [tt=Nettoeinkommen: 1. ungelernter Zeitarbeiter mit drei Kindern: 2362 Euro, 2. Hartz-IV-Empfänger mit drei Kindern: 2072 Euro]drei KindernNettoeinkommen: 1. ungelernter Arbeiter mit 2 Kindern: 2088 Euro, 2. Hartz-IV-Empfänger mit zwei Kindern: 1741 Euro ging. Interessant zu sehen, aber ein ziemlich großer Teil der ostdeutschen Zuschauer wird bei den angegebenen Nettolöhnen überrascht aufgeschaut haben.

Warum Menschen nicht arbeiten wollen

Ein weiterer Film bot dann einen Einblick, welche Gründe es für Langzeitarbeitslose geben könnte, Arbeit abzulehnen. Der erfolgreiche Beitrag über den Textildiscounter KiK von NDR-Reporter Christoph Lütgert zeigte, unter welchen Arbeitsbedingungen in Deutschland für wie wenig Geld geschuftet wird. Eine neue Frage stellte sich nun: Ist die Arbeitsverweigerung jemandem zu verübeln, wenn es in der Region nur solche Arbeitgeber gibt?

CDU-Hinterbänkler Oswald Metzger machte an dieser Stelle ein neues Fass auf, indem er den unmoralischen Verbraucher in die Pflicht nahm, der bei solchen Billigketten einkauft. Aber dieses Gerede von der Verwantwortung der Käufer ist mittlerweile mehr als abgedroschen. Lieber Herr Metzger: Der einzelne Bürger kann nicht stets die Gesellschaft retten - vor allem dann nicht, wenn die Politik seit Jahren solche Arbeitsbedingungen zulässt. Und solange die Politik dieses Problem nicht löst, sind jegliche Attacken auf Hartz-IV-Empfänger nicht mehr als Ablenkung.

Hier hätte die Debatte gut und gerne fortgeführt werden können. Daraus wurde aber nichts. Hoffentlich ein anderes Mal.

Ach so. Da war ja noch jemand. Die Jungpolitikerin Miriam Gruß von der FDP. Aber sie betete ihr Parteiprogramm kurz runter, ansonsten blieb sie ruhig.

tno/ivb/news.de
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«Anne Will»: Würden Sie dafür arbeiten? » Medien » Nachrichten

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Leserkommentare (36)
  • Kommentar: 36
  • 11.04.2011 12:44
von
Peter Pan
Antwort auf Kommentar 34

Nicht zu vergessen, daß der Beamte schon mit 60 Jahren in Rente geht, dafür monatlich ca: 600 € mehr Rente ausgezahlt bekommt. Damit das so bleibt, schlage ich vor, daß der doofe Rest - die arbeitende Bevölkerung - erst mit 70 Jahren in Rente geht. Vielleicht fallen bis dahin ein paar schon vorher tot um. Da ist ein echtes Sparpotential vorhanden, das sollte unbedingt im Bundestag besprochen werden.

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  • Kommentar: 35
  • 11.04.2011 10:27
von
conforma
Antwort auf Kommentar 34

Sie bemängeln die - auch für mich - reichlich seltsame Bevorzugung der Beamten. Es sind die Ungerechtigkeiten, die ein Kennzeichen bei den Beamten sind. Ungerechtigkeiten gab es schon immer, gibt es und wird es auch weiterhin geben. Was mich aber empört, sind die Ungerechtigkeiten, die auf Privilegien beruhen. Das sollte in Deutschland nicht mehr akzeptiert werden. Das sind total überholte Feudal-Strukturen in einer freiheitlich-demokratischen und rechtsstaatlichen Grundordnung - die gehören nicht mehr in das neue Jahrhundert.

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  • Kommentar: 34
  • 29.09.2010 00:36
von
Gaby Schulte
Antwort auf Kommentar 33

Sie haben noch vergessen zu erwähnen das Beamte gesonderte versteuert werden. Sie zahlen generell in allen Steuerklassen weniger. Für ihre Altervorsorge müssen sie auch nicht vorsorgen, übernimmt auch der Staat, zu dem gibt es noch die Beihilfe für Sozialleistungen, Krankenhauskosten, Medikamente und so weiter, je nachdem ob der Beamte Single ist oder Frau und Kinder hat, beläuft sich die Beihilfe zwischen 50 bis 80 % der Kosten. Auch im Versicherungswesen (Auto) zahlt diese Gruppe weniger als der Rest der Bevölkerung.Dazu kommt noch der Status,sicherer Arbeitsplatz bis zur Rente.

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  • Kommentar: 33
  • 28.09.2010 17:38
von
lahnkind77
Antwort auf Kommentar 24

Noch nie etwas über die unterschiedlichen Steuerklassen gehört? Achtung, es gibt die Steuerklassen 1 bis 5. Alleinerziehende sind in Steuerklasse 2 Verheiratete in Steuerklasse 3 und 5 wenn einer deutlich besser verdient als der andere oder beide in Steuerklasse 4, falls der Verdienst jeweils gleichhoch ist. Alleinlebende (Singels) sind in Steuerklasse 1. Wie viel Netto vom Brutto übrig bleibt wird über die Steuerklasse ermittelt, so kann jemand in Steuerklasse 3 mit Kind(er) oder Steuerklasse 2 durchaus mehr behalten, als jemand in Steuerklasse 1 oder 4 ohne Kind(er).

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  • Kommentar: 32
  • 27.09.2010 21:08
von
Franz Graumann

Dies geht an die Verbrecher der damaligen SPD, erst sich von den Armen wählen lassen,diese dann bescheißen und zu aller Letzt auch noch verhöhnen. Hoffentlich hat die SPD gelernt, ein weiter so richtet Deutschland endgültig zugrunden. Die heutige Parole könnte lauten "kauft nicht in Deutschland ein, Deutschland verrecke". Aber wer sollte denn auch noch einkaufen.

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  • Kommentar: 31
  • 27.09.2010 12:40
von
vagdush
Antwort auf Kommentar 6

an niedriglohnempfänger. sollche wie du würden auch für 1 euro die stunde arbeiten, hauptsache ihr habt arbeit. ihr verkauft eure arbeitskraft billig. irgendwann wird man euch ein teller suppe für eure arbeit anbieten und ihr werdet es danken annehmen, die hauptsache ihr habt arbeit. wie dämlich ist das. alles wird teurer, die argbeitgeber werden dank euch immer reicher, die politiker dieser regierung auch nur die löhne werden immer weniger. warum wohl wollen unsere politiker keinen mindestlohn.

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  • Kommentar: 30
  • 18.08.2010 12:57
von
Anneli Treibig

meiner Ansicht fing der Fehler schon damit an, Hartz 4 ein zu führen und die Gleichstellung zu den Sozialhilfeempfängern zu ermöglichen. Schimpfen ist eine Sache die befreit, sicher auch die Politiker von ihrer Verantwortung. Man redet über Leute die Kindergeld beziehen u.s.w., aber der einzelne Mensch wird nicht angesprochen. Von 359 Euro bleiben erst einmal nach Abzug des Stroms, des Telefons,was die Arge als selbstverständlich sieht, vielleicht 200 Euro zum Leben, Reparaturen, Neuanschaffungen übrig. Auch die Heizkostenabrechnung bleibt dem Hartz 4 Empfänger übrig.

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  • Kommentar: 29
  • 18.08.2010 12:56
von
Robert Jordan
Antwort auf Kommentar 26

Lern Deutsch

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  • Kommentar: 28
  • 13.08.2010 08:57
von
zaubermondkind
Antwort auf Kommentar 14

Es ist doch immer wieder verwunderlich, dass Menschen über andere "urteilen", ohne den Hintergrund zu kennen. Keine einzige Stelle ist durch die Einführung von Hartz IV geschaffen worden,sondern es ist nur öffentliches Personal"zwangsumgesetzt"worden und musste sich in ein völlig neues Rechtsgebiet einarbeiten. Zudem ist das System Hartz IV nur die Weiterführung des alten Sozialhilferechtes,mit einigen Verbesserungen,wie den Grundbezug und sehr vielen Einsparungen, die früher einfach selbstverständlich waren. Grundsätzlich gilt die alte Weisheit: wer nicht arbeitet soll, soll auch nicht Essen.

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  • Kommentar: 27
  • 12.08.2010 16:32
von
Kleinert Bernd

Harz IV muß abgeschaft werden,denn Herr Peter Harz gibt selber zu das Harz IV betrug ist. Meine Frau hat ein Harz IV eingommen,von 364,-€, mein Einkommen 700 € Gehalt.Nach 3 Jahren wieder Arbeitslos, Arbeitsgeld 1 macht dann wieder 412, €. Die 412,-€ Alg 1 werden auf die 364,-€ als Einkommen angerechnet. Macht dann in etwa 700,-€ Laufende Abbuchung (370,-€)beiben gut 300,-€ nur zum Leben,und das zu Zweit! Wie zum Teufel komme ich wieder in Arbeit, wenn keine Geld mehr vorhanden ist? Wenn ein Abgeordneter ausscheidet der brauch sich keine Gedanken machen,seine Bezüge laufen weider!

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  • Kommentar: 26
  • 12.08.2010 15:23
von
djololoa

Nun Frau Will, hören sie jetzt richtig zu. Wissen Sie warum keinen Antwort bekomme: 1.: Weil viel zu viel Arbeitgeber denken immer noch wie vor 60 Jahr, nach dem Ansicht von Lebenslauf sagen die einfach die o. der nicht, was kann er/sie bringen, sowieso Sie wissen es, dass Ausländer aus Afrika bringen keine Leistung, laut Hr. Sarasin 2.: Die Arbeitgeber geben Schwerbehinderten und noch über 50 keinen Arbeit. 3.: Heute die 1 Euro Job ist im Mode, wer soll oder will schon ein wie ich einstellen? Fazit: Sie sollen auf hören Hartz-IV empfänger als euren Spielzeugen zu behandeln weil die meisten Ar

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  • Kommentar: 25
  • 12.08.2010 15:05
von
djololoa

Für wie dumm halten sie Arbeitslosen, sie glauben selbst nicht was für System hier im Land haben! Ich bin seit längere Zeit arbeitslos, habe mehr Bewerbung als ich zählen kann geschickt, ohne Erfolg. Teilweise bekommt man überhaupt keinen Antwort und frage ich mich ofter was tun die da mit unseren Bewerbungen bzw. bekommt man Antwort mit sanftigen Ablehnungstext: Es tut uns Leid, wir haben uns für einanderen Bewerber/In entschieden und dabei wünschen sie noch alles gut für ihr werdergang (die wissen doch arbeitslos bin) und viel Glück für die Zukunft! Das ist einfach gesagt unverschämtheit.

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  • Kommentar: 24
  • 12.08.2010 13:26
von
Zweifler

Diese Gegenüberstellung der Löhne zu Hartz IV irritiert mich doch sehr. Bei 1800,- brutto (das sind ~10 €/Std.) gibt's ~1400 netto. Zusätzlich 368€ Kindergeld für 2 Kinder ergibt 1768€ netto. Ist mir neu, daß man mit Kindern mehr Stundenlohn bekommt, als ohne Kinder. Um auf das Nettoeinkommen zu kommen, wie hier angegeben, müsste der ungelernte Arbeiter ~14,50€/Std. haben. Das sind m.E. keine Dumpinglöhne!

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  • Kommentar: 23
  • 11.08.2010 05:39
von
hpklimbim

Da kann uns dann am Ende auch noch eine Befruchtungssteuer blühen - denn man könnte ja, wenn man denn nur wollte (und nicht zu faul oder sonst irgend wie verhindert wäre!). Die Impotenten und Schwulen dürfen dann vor das BVG ziehen. Viel Vergnügen!

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  • Kommentar: 22
  • 11.08.2010 05:34
von
hpklimbim

In naher Zukunft werden wir dann unsere Beiträge für dieses marode und durch den fortgesetzten, permanent betriebenen Missbrauch der Mittel völlig ausgeblutete System gleich einer Steuer ohne konkreten Anspruch auf eine genau definierte Gegenleistung entrichten dürfen, weil das Geld nur noch für Bezahlung des Personals ausreicht. "Die Renten sind sicher" - Norbert Blüm, der Weihnachtsmann der Nation. Wenn man dann noch bedenkt, dass man versucht, mittlerweile Steuern zu erheben gleich den Gebühren der GEZ, "weil man etwas könnte", und nicht weil man es tatsächlich macht, dann ist alles klar.

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  • Kommentar: 21
  • 11.08.2010 05:26
von
hpklimbim

Wer gestern Abend Frontal 21 gesehen hat, und den Umgang der deutschen Rentenversicherung mit dem Geld der Beitragszahler, dem sollte spätestens jetzt klar sein, dass die von Hartz IV tatsächlich Betroffenen in diesem System das Unwichtigste sind, was man sich vorstellen kann. Die Schmarotzer hingegen wird es so oder so nicht interessieren. Als Ergebnis von Sparmaßnahmen 16.000 Beschäftigte mit den richtigen Beziehungen mehr in völlig überflüssigen Beratungsstellen. Und für die wurden dann zusätzlich Subventionen wie Elterngeld geschaffen, nicht für den normalsterblichen Arbeitnehmer.

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  • Kommentar: 20
  • 10.08.2010 07:54
von
mapa42
Antwort auf Kommentar 18

die idee gabs schon mal,bürgergeld his das!aber pro bürger 1500eur.daß wären bei einer familie mit 2kindern 6000eur,wer das bezahlen soll?auserdem der zuzug z.b.aus der türkei(familienzusammenführung)wäre enorm. arbeiten würde da keiner mehr.

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  • Kommentar: 19
  • 10.08.2010 05:33
von
hpklimbim
Antwort auf Kommentar 17

Die Beschäftigten mit ausreichendem Einkommen brauchen auch keine Hartz-IV Unterstützung. Noch. Wenn die Verschlechterung der allgemeinen Lebensbedingungen durch Erheben von z. B. verfassungswidrigen Strompreisen so weiter geht - nicht mehr lange. Betrachtet man die Gesamtzahl aller Beschäftigten, mag die Zahl der in den Job-Centern Beschäftigten weiterhin gering sein - vielleicht und noch. Betrachtet man allein die Zahl der öffentlichen Beschäftigten, ist sie es schon heute nicht mehr. Und es gibt noch die Vermittler beim Arbeitsamt. Welche politische Klientel wollen Sie denn hier vertreten??

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  • Kommentar: 18
  • 10.08.2010 02:42
von
Felix Kroll

Irgend Jemand hat in einem Artikel de News.de gesagt: "Wenn man HartzIV, und alles was es sonst noch gibt, abschafft, und dafür jedem Bürger monatlich 1500,00 Euro auszahlen würde, könnte der Staat 50% der jetzigen Kosten sparen. Wer mehr haben möchte soll arbeiten gehen."

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  • Kommentar: 17
  • 09.08.2010 23:36
von
dirk falkenburg
Antwort auf Kommentar 14

das is ja quatsch der Anteil der in den jobcentern beschäftigten Vermittlern is gemessen an der Gesamtzahl der Beschäftigten verschwindend gering. Noch.

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  • Kommentar: 16
  • 09.08.2010 23:15
von
hpklimbim
Antwort auf Kommentar 11

Richtig, denn es sichert gleichzeitig den Zulauf zu den Job-Centern und damit die Arbeitsplätze der dort Tätigen. Mit EU-Mindestlohn wäre das Morgen vom Tisch. Aber genau das wollen unsere Politiker gar nicht, denn es muss ja die Versorgung der eigenen Sippschaften und von verdienten Parteibrüdern sicher gestellt werden - so etwa wie bei Herrn Sauerland.

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  • Kommentar: 15
  • 09.08.2010 23:07
von
hpklimbim
Antwort auf Kommentar 11

70% mehr Job-Center = 70% mehr Mitarbeiter = 70% mehr Leistungsempfänger. Die Zukunft Deutschlands. Indem man den an der Lohnuntergrenze Arbeitenden die Arbeitsbedingungen und Lebensbedingungen durch Diebstahl (Strompreise) zielstrebig erschwert, ist die Zufuhr von Frischfleisch bei den Job-Centern garantiert. Ähnlichen oder Vergleichbares hatten wir letztmals vor 70 Jahren in Deutschland. Damals nannte man diese Einrichtungen K..... . Nur gab es da nicht so viel Geld. Und über das Verhalten von Politikern bei solchen Diskussionen darf man sich nicht wundern - parteigebundene Dogmatiker eben.

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  • Kommentar: 14
  • 09.08.2010 22:55
von
hpklimbim
Antwort auf Kommentar 11

Ich habe das schon einmal an anderer Stelle geschrieben - die Einführung von Hartz-IV diente nicht der Behebung von sozialen Miseren oder der Förderung der Vermittlung von Arbeitsplätzen zugunsten tatsächlich Betroffener. Die Einführung von Hartz-IV diente allein der Schaffung von Arbeitsplätzen für öffentlich Bedienstete. Die wirklich Betroffenen sind die Ärmsten Schweine auf Erden, da dieses System wegen der absoluten Ungleichheit der bekundeten Interessen beider Seiten und im Sinne eines ehrlichen Sozialgedankens gar nicht funktionieren kann. Den Schmarotzern wird es so oder so egal sein.

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  • Kommentar: 13
  • 09.08.2010 22:27
von
Meinung

wenn der Präses der Ev.Kirche bei Alg 2 Empfängern von Unterschicht spricht und wohl auch so meint zeigt uns das wessen Gedankengut dieses entspricht.Keiner der Diskussionsteilnehmer hat darauf protestiert auch nicht Frau Ypsilanti als Vetreterin der im Sommerloch verschwundenen politischen ersten Reihe.

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  • Kommentar: 12
  • 09.08.2010 22:14
von
thomas spang

Bei diesen politischen Diskussionen kennen die Einen nur Alg2 Empfänger die den" Arsch nicht hoch bekommen" und die Anderen nur solche "die tausende von Bewerbungen geschrieben und abgelehnt wurden. Nur persönlich Betroffene die aus erster Hand berichten könnten werden nicht eingeladen. Wohl mit Absicht.Dann wird immer der Höchstsatz von 359 € als Berechnungsgrundlage bei Vergleichen obwohl die wenigsten diesen Satz erhalten.Die Meisten erhalten 323 € was den Eingeladenen sowohl auch der Moderatorin bekannt sein sollte genauso kann niemand der Alg2 erhält vom angerechneten Kindergeld leben

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  • Kommentar: 11
  • 09.08.2010 16:30
von
Ingrid

Meiner Meinung nach dient Hartz IV nur zum drücken des Lohnniveaus. Sozialschmarotzer - und das ist sicher die Minderheit - könnte man auch anders bekämpfen. Hartz IV kostet die Allgemeinheit (und auch die deutsche Wirtschaft) am Ende viel mehr als Arbeitslosengeld (Kranken- u. Pensionsversicherung, Druck auf das Lohnniveau der Berufstätigen, Förderung der Billigketten - deren Waren selten in Deutschland produziert werde, usw.).

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  • Kommentar: 10
  • 09.08.2010 15:53
von
Meinung
Antwort auf Kommentar 7

Ich bin einverstanden mit deinem Denken,doch mit dem auf die Straße gehen, Volksaufstand,das erweckt den Eindruck, Heinelein geh du voran.

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  • Kommentar: 9
  • 09.08.2010 15:36
von
Meinung

Wenn man das Problem Hartz IV zum Mindestlöhner wirklich lösen wollte, so wäre es innerhalb von paar Wochen geschehen. Wege hierzu sind genügend vorhanden. In Kürze folgendes. Der Hartzempfänger darf nicht ausgebeutet werden, aber seinen Arsch aus dem Bett zu heben und für das ihm zukommende Geld von der Gesellschaft auch eine Arbeit für die Gesellschaft zu erbringen, das kann man auch ihm zumuten. Seine Arbeitszeit richtet sich nach der Größe seiner Hartzsumme geteilt durch den guten Mindesstundenlohn.

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  • Kommentar: 8
  • 09.08.2010 15:19
von
sieling

Ich bin Kleinunternehmer und Dozent,in meiner Tätigkeit als Dozent arbeite ich teilweile in der Schülerhilfe-Mathe u. Deutsch, für Englisch habe ich einen "Mitarbeiter" 4 Std. monatlich - ich bekomme 13,00€ und zahle ihm 8,00€ rechnet euch selbst mal aus was für mich übrig bleibt, wenn ich für die 32,00€ noch 7,14€ an die Knappschaft und 4,00€ Berufgenossenschaft zahlen muß.Genau 2,23€ und davon geht noch der Steuerberater ab.Aber Lehrmaterial würde ich ihn auch gern mitgeben und Fahrkosten sollte er auch noch haben - aber von was?

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  • Kommentar: 7
  • 09.08.2010 15:06
von
hpklimbim

Die Antworten wurden schon in diversen Beiträgen zum Spendenaufruf für Milliardäre geliefert. Wenn mit amtlicher Förderung Arbeitnehmer ausgenutzt werden dürfen, damit den Job-Centern zur Besetzung neuer Planstellen zusätzliche Hartz-IV Empfänger frei Haus geliefert, und gleichzeitig Schmarotzer mit System gepflegt werden, sollte eigentlich klar sein, wo die deutsche Zukunft zu suchen ist. Der Gang auf die Straße zum Volksaufstand weg von der Vision hin zur Realität wird immer deutlicher. Wann endlich kommt hier das Erwachen unserer fett gefressenen Politbetrüger - und vor allem: wie???

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  • Kommentar: 6
  • 09.08.2010 14:02
von
Niedriglohnempfänger 50 Jahre

Mangels neuer Stelle, wurde ich Hartz IV-Empfänger. Habe jetzt einen 400 EUR-Job, der unter dem zukünftigen Mindestlohn von 8,50 EUR liegt. Bei Hartz IV darf ich von den 400 Euro 160 Euro behalten, arbeite also für unter 4 Euro. Aber ich habe einen gewissen Tagesablauf statt nur rumzuhängen und darf das Fahrzeug im Rahmen von Transport-Fahrten zum Einkaufen nutzen, muss Getränkekisten oder PET nicht auf dem Gepäckträger des Fahrrads transportieren. Auch kann ich Sonderangebote nutzen und Lebensmittel 1-2 Tage vor Ablauf der Haltbarkeit MHD reduziert kaufen, die ich mir nicht leisten könnte.

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  • Kommentar: 5
  • 09.08.2010 13:18
von
mapa42
Antwort auf Kommentar 2

noch besser frag mal nach wieviel ausbidungsplätze sie bereitstellen.ob sie bei sich selbst,das bei anderen ein-gefordertes ziel erreichen?

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  • Kommentar: 4
  • 09.08.2010 13:16
von
mickaela
Antwort auf Kommentar 2

Glauben sie im Ernst, dass Hilfsarbeiten wegfallen??? Wer erledigt sie denn dann, oder soll alles bleiben wie es ist? Was eher erstaunt, dass kaum einer der Anwesenden so richtig Ahnung von Hartz IV hatte. Praktisch nur Halbwissen. Wenn heute über 7 Millionen in Hartz IV stecken, die Arbeitsagentur gerade mal 350.000 freie Stellen vorweisen kann, dann ist etwas faul im Staate. Hier wurde eine Industrie! und eine Spirale geschaffen, die die Löhne der Geringverdiener immer weiter nach unten zieht und es so immer mehr Menschen gibt, die nicht mal mehr von ihrer eigenen Hände Arbeit leben können!

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  • Kommentar: 3
  • 09.08.2010 12:56
von
Politikerhasser

Der Hartz-IV-Empfänger wird in diesem Land seit geraumer Zeit in die Ecke des arbeitsfaulen und schmarotzenden Untermenschen gedrückt. Das weite teile der deutschen Bevölkerung kaum noch Hirn in der Birne haben, maximal noch verkümmerte Reste eines solchen, tut das Restliche. Mit dem Nachdenken darüber, warum gut 80% dieser Menschen keine Arbeit mehr haben und keine mehr bekommen, obwohl sie sehr gern arbeiten würden, damit ist der Allgemeinmob überfordert. Hauptsache draufdreschen, nur nicht überlegen, womit auch? Wann hört diese moderne "Judentreiberei" auf? Erst im Bürgerkrieg?

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  • Kommentar: 2
  • 09.08.2010 12:53
von
Jiry
Antwort auf Kommentar 1

@ bimbo, sittenwidrige Löhne sind bereits verboten. Da braucht man nichts zu ändern. Aber man sollte mal schauen, wer diese Löhne zahlt. Fragen Sie mal bei Ihrem Friseur. Oder gehen sie mal in ein Altenheim. Das sind gelernte Mitarbeiter, keine Helfer. Wenn man allerdings Hilfsarbeiten mit einem Mindestlohn belegen will, werden diese paar Jobs dann auch noch wegfallen. Ach, fragen Sie mal einen Angestellten bei irgendeiner Gewerkschaft nach seinem Gehalt, sie werden sich wundern.

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  • Kommentar: 1
  • 09.08.2010 08:42
von
bimbo

Nun es ist politisch gewollt, schon unter spd ! die menschen in arbeit zu zwingen.man trifft aber die die ohnehin arbeiten wollen, und zwingt sie zu dumpinglöhnen. mindestlohn geht angeblich nicht wg. tarifautonomie ! also warum nicht sittenwidrige löhne verbieten !!! z.b. unter 8 oder 9 euronen !!! und treffen tut es die, die 30 oder mehr jahre gearbeitet haben, ihre arbeit verlieren, ihr sparbuch vervespern müssen um 10-15 jahre auf die stark gekürtzte rente zu bekommen und gleich viel wie die,die nie gearbeitet haben, zu bekommen !!! das war die intension der wirtschaftsbosse die uuns lenke

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