Von news.de-Redakteur Konrad Rüdiger
Künstler, die frei sein wollen: Netlabels verbreiten häufig völlig kostenfrei Musik. Unser Surftipp dringt diesmal tief in die Szene der engagierten Musikmacher ein und zeigt, dass auch mit Herzblut viele Hörer gewonnen werden können.
Musiker sind Künstler, und auch Künstler müssen von etwas leben. In Deutschland gibt es dafür die Gema, die jeden, der außerhalb des privaten Rahmens Musik spielt, zur Kasse bittet und diese Einnahmen unter allen gemeldeten Künstlern verteilt. Doch nicht alle Künstler sind in der Gema, viele wollen, dass ihre Musik frei von allen Barrieren und Copyrights verbreitet wird. So gibt es beispielsweise schon Discoabende nur mit lizenzfreier Musik.
In Deutschland und auch weltweit sind in den vergangenen Jahren zahlreiche sogenannte Netlabels entstanden, die sich auf den kostenlosen Vertrieb von Musik konzentrieren. Sie machen wie die großen Plattenfirmen auch Werbung für ihre Künstler, organisieren Tourneen und stecken die Alben den vermeintlich wichtigen Leuten zu. Doch der Unterschied zu den Künstlern der großen Unterhaltungsindustrie ist das Herzblut, das die Beteiligten in ihr Hobby stecken und im Gegenzug auf sonst übliche Erlöse verzichten.
Bei DradioWissen läuft derzeit eine ganze Sendereihe, die das Netlabelprinzip elegant aufgreift. Alle gesendeten Inhalte sind ohne Probleme zu vervielfältigen und unterliegen einer Creative-CommonsCreative Commons stellt Standards für Nutzungsrechte im Internet her, die beispielsweise besagen können, dass ein Schöpfer eines Werkes bei Wiederverwendung auf jeden Fall genannt werden möchte. -Lizenz, die das Weiterverwenden der Inhalte ausdrücklich erlaubt, eine kommerzielle Nutzung jedoch ausschließt. Radio zum Remixen, kombiniert mit vielen Hintergrundinformationen zur freien Musikszene, das ist unser heutiger Surftipp.
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