Von news.de-Redakteur Konrad Rüdiger
Dorfidyll trifft Schwermetall: Im schleswig-holsteinischen Wacken fallen derzeit 75.000 Heavy-Metal-Fans ein. Zwischen Trinkgelagen und mörderisch lauter Musik bleibt aber auch Zeit für einen Plausch mit den Einheimischen.
Schwermetall ist in Wacken eine willkommene Umweltbelastung. Da sie nur vorübergehend die Weiden verseucht und in erster Linie aus akustischer Verschmutzung besteht, sind die meisten der knapp 2000 Dorfbewohner der weltgrößten Heavy-Metal-Sause Wacken-Festival durchaus milde gesonnen. Nicht weniger als 75.000 Besucher pilgern für das verlängerte Wochenende in die Nähe von Buxtehude.
Der krasse Gegensatz zwischen der Dorfidylle und den lärmenden Horden der dunklen Musik wurde im Jahr 2006 auch in die Kinos gebracht. Die amüsante Dokumentation Full Metal Village der koreanischen Regisseurin Cho Sung-hyung brachte es landesweit zum Überraschungserfolg. Der Film porträtierte die am Festival Beteiligten mit leichtem Humor und scharfem Blick auf die kleinen Absurditäten eines Großevents am Rande eines kleinen Dorfes.
Der Auftritt der örtlichen Feuerwehrkapelle, die sich bei der Gelegenheit unter dem Pseudonym Wacken Firefighters präsentieren, eröffnete bereits am gestrigen Nachmittag die große Sause der harten und lauten Musik. Das W:O:A, wie das Wacken Open-Air gemeinhin abgekürzt wird, steht in diesem Jahr unter dem Motto «Louder than Hell» (Lauter als die Hölle).
Rituelle Schlange vor dem Edeka
Die meisten Festivalgänger reisen wie üblich in durch Biermassen und Essensvorräte tiefergelegten Autos an, einige sind mit einem Sonderzug namens Metaltrain unterwegs. Zum Festivalbesuch gehört auch ein ritueller Besuch im örtlichen Edeka-Markt, der auch in besagtem Dokumentarfilm einer der Schauplätze war. Hunderte Meter lange Schlangen sind dort bei der Suche nach Vorräten an frischen Backwaren, Dosenfutter und Alkoholika unumgänglich und gehören wie ein Plausch mit den Dorfbewohnern zum vom Lärm umtosten Urlaub von der Realität.
Dass die anreisenden Besucher wirklich nur harte Musik und harte Alkoholika im Sinn haben, davon konnten sich auch Polizei und Zoll überzeugen. Sie kontrollierten die Anreisenden am ersten Festivaltag gründlich auf verbotene Substanzen. Der einzige Fang war jedoch ein Imbissbetreiber, der es für angeraten hielt, über eine halbe Tonne verderbliche Lebensmittel ungekühlt zu transportieren. Das Ekelessen wurde vernichtet. Dieses Schicksal steht einigen genießbaren Hektolitern Bier derweil noch bevor.
Musikalisch ist in diesem Jahr die Retrowelle angesagt, Szenegrößen wie Alice Cooper und die unvermeidlichen Slayer sind die Hauptacts, Iron Maiden wird zudem einige neue Songs ihres nächste Woche erscheinenden Albums The Final Frontier in gewohnt hoher Lautstärke präsentieren.
car/reu/news.de
Ich meine natürlich Itzehoe, nicht Elmshorn
jetzt antwortenKommentar meldenWacken liegt in der Nähe von Buxtehude? Wäre mir ehrlich gesagt neu. Da hat wohl jemand 2 Festivals verwechselt: Wacken liegt in der Nähe von Elmshorn in Schleswig Holstein. Das MetalBash-Festival in Neu Wulmstorf liegt hingegen in der Nähe von Buxtehude (Niedersachsen)...
jetzt antwortenKommentar meldenDie Türkei hat nix mit Demokratie zu tun.In Istanbul wimmelt es nur so von Moscheen,wie in anderen islamischen Staaten.Den Kurden werden alle Rechte weggenommen.Unschuldige Menschen werden hart bestraft.Die Türken mögen gar nicht Europäer.Die Gebäude sind im schlechten Zustand.Die Kriminalität ist sehr hoch.Wenn man seine eigene Meinung vertritt wird man sofort fest genommen.Überall in den Städten liegt viel Müll rum.
jetzt antwortenKommentar meldenIch habe in den Nachrichten gesehen wie die Wacken Firefighters gespielt hatten und wieviel Spaß die Heavy-Metal-Fans hatten. Gute Stimmung - sympatisches Völkchen -tolerante Einwohner. TOLLE SACHE !
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