Ab in die Therapie, heißt es für Lindsay Lohan. Die US-Schauspielerin ist nach nur zwei Wochen Knast vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden. Allerdings nicht in die Freiheit, sondern in eine Entzugsklinik.
Aus dem Gefängnis in die Entzugsanstalt: Lindsay Lohan ist in vorzeitig aus der Haft entlassen und direkt in eine Suchtklinik gebracht worden. Nach 13 Tagen hinter Gittern verließ die 24-jährige US-Schauspielerin nach einem Bericht der Los Angeles Times am frühen Montagmorgen das Frauengefängnis Lynwood bei Los Angeles. «Sie war sehr davon bewegt, so viel Post und Bücher erhalten zu haben», sagte Polizeisprecher Steve Whitmore. «Beim Weggehen bedankte sie sich bei allen.»
Ursprünglich sollte Lohan eine 90-tägige Haftstrafe wegen Alkohol- und Drogenvergehen absitzen. Wegen Überfüllung der Gefängnisse in Kalifornien ist es dort üblich, Straftäter mit geringen Delikten und bei guter Führung schon nach Verbüßung eines Bruchteils des Strafmaßes zu entlassen.
Von Paparazzi begleitet wurde Lohan mit einer Polizei-Eskorte in das Ronald Reagan UCLA Medical Center gebracht, wo sie nach richterlicher Anordnung drei Monate auf Entzug gehen soll. Lohan war am 6. Juli wegen Verletzung ihrer Bewährungsauflagen nach etlichen Alkohol- und Drogeneskapaden trotz tränenreicher Bitten um Nachsicht zu 90 Tagen hinter Gittern verurteilt worden. Am 20. Juli trat sie ihre Haft an.
Lohan angeblich manisch-depressiv
Laut TMZ soll das Starlet angeblich manisch-depressiv und abhängig von Methamphetamin sein. Das Rauschmittel, bekannt unter dem Namen Crystal Meth oder Yaba, verursacht Euphorie, verringert das Schlafbedürfnis und steigert die Leistungsfähigkeit. Bei höheren Dosierungen können Halluzinationen auftreten.
Die manisch-depressive Krankheit hat zur Folge, dass der Patient auffällige Stimmungs- und Antriebsschwankungen hat. Das kann Phasen von tiefer Depression und Suizidgedanken ebenso zur Folge haben wie manische Phasen mit Allmachtsphantasien und großer Rastlosigkeit. Handfeste Beweise hat TMZ allerdings nicht. Das Onlineportal beruft sich lediglich darauf, dass die Klinik in Orange County, in der Lindsay nun untergebracht ist, vornehmlich Crystal-Meth-Abhängige behandelt.
Im Herbst soll Lohan für eine neue Rolle alle Hüllen fallen lassen: In Inferno spielt sie die Prostituierte Lovelace. Der Film erzählt das Leben von Linda Boreman alias Linda Lovelace, die 1972 durch den Hardcore-Pornofilm Deep Throat legendär wurde.
car/ivb/news.de/ap/dpa