«Geldverschwendung»
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73 deutsche Athleten gehen seit Dienstag bei der Leichtathletik-EM in Barcelona an den Start. Dafür haben ARD und ZDF gleich 177 Mitarbeiter hingeschickt – um abwechselnd zu berichten. Ein FDP-Medienpolitiker empört sich über die «Geldschwendung».
Die Leichtathletik-WM in Barcelona als lohnendes Arbeitsziel für Journalisten von ARD und ZDF? Der medienpolitische Sprecher der FDP im Bundestag meint, dass zu viele deutsche Berichterstatter den wenig glamourösen deutschen Sportlern hinterhergereist sind. «In einer Zeit, da die Rundfunkgebührenabgabe eingeführt werden soll, ist besonders darauf zu achten, dass keine Gelder verschwendet werden», sagt Burkhardt Müller-Sönksen zu news.de. Es reiche völlig aus, wenn bei sehr teuren ausländischen Berichterstattungen mit hohen Lizenzgebühren und hohem Personalaufwand in Absprache immer nur ein öffentlich-rechtlicher Sender vor Ort sei.
Der italienische Sender Rai hat der Bild-Zeitung zufolge 81 Mitarbeiter nach Katalonien geschickt, die britische BBC begnüge sich mit 49 Journalisten und Technikern. Der ARD-Teamleiter Walter Johannsen konterte die Kritik mit den neuen technischen Erfordernissen. So mache unter anderem die HD-Technik ein größeres Team notwendig. Zum anderen sei die Sendezeit auf den ganzen Tag ausgeweitet worden.
Müller-Sönksen legt mit seiner Kritik nach: «Allein die Tatsache, dass sie zu zweit vor Ort sind, zeigt, dass sie die Disziplin Gebühren sparen bei gleichzeitiger Versorgung nicht beherrschen.» Der Sport solle zwar in die Haushalte kommen, aber nicht in Doppelbesetzung. Zumal auch private Sender vor Ort seien, deren Mannschaft nur einen ganz kleinen Teil der deutschen Berichterstatter ausmache. In Barcelona seien es aktuell drei Viertel des Medientrosses, die für die öffentlich-rechtlichen Anstalten arbeiteten, so der FDP-Medienexperte.
Bereits zur Fußball-WM in Südafrika waren kritische Stimmen an der überdimensionierten öffentlich-rechtlichen Berichterstattung laut geworden. Unter anderem hatte die ARD mehrere Reiseberichte der ehemaligen Schwimmerin Franziska van Almsick gezeigt. Im Pressezentrum habe laut Müller-Sönksen «der öffentlich-rechtliche Rundfunk fast ein Viertel der gesamten Fläche besetzt».
Die Leichtathletik-WM ist zudem mit unterdurchschnittlichen Quoten gestartet. Während die ARD am ersten Werttkampftag rund 3,5 Millionen Zuschauer im Schnitt hatte und damit weit unter dem eigenen Schnitt lag, konnte das ZDF am gestrigen Mittwoch leicht verbesserte Werte verbuchen. Zeitweise sahen über vier Millionen Menschen am Abend zu.
ruk/naf/reu/news.de
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Hallo! Es sind ja nicht nur die Sportübertragungen die übermässig teuer besetzt sind,sondern auch die Gottschalksendungen. Es muss doch nicht eine sehr hoch betuchte Dame mitwirken.Haben wir in Deutschland keine jungen sehr gut aussehende junge Frauen die sich genau so darstellen als die Dame bei Gottschalk? Ebenso ist es auch bei den Musikgruppen die wir nicht kennen. MfG Gerd
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